05. Februar 2024 | 17:00 Uhr

Kalifronien_Header.png © APA/APA/AFP/GETTY/MARIO TAMA

700.000 ohne Strom

US-Bundesstaat Kalifornien ruft Notstand aus

Notstand in Kalifornien aufgrund verheerender Unwetter

Katastrophale Wetterbedingungen

Ein heftiges Unwetter hat den US-Bundesstaat Kalifornien in den Griff genommen, und die Behörden haben angesichts der massiven Auswirkungen den Notstand für mehrere Regionen ausgerufen. Gouverneur Gavin Newsom sprach von einem "ernst zu nehmenden Sturm mit gefährlichen und potenziell lebensbedrohlichen Auswirkungen", der besonders acht Bezirke im Süden des Bundesstaates, darunter Los Angeles, San Diego und Santa Barbara, betrifft.

Stromausfälle und Verkehrschaos

Berichten zufolge waren in den frühen Morgenstunden fast 700.000 Kunden ohne Strom, während der Flugverkehr am internationalen Flughafen Los Angeles erheblich beeinträchtigt wurde. Dutzende Flüge wurden abgesagt oder verzeichneten Verspätungen, und die Lage wird als äußerst herausfordernd beschrieben.

"Heftigster Sturm der Saison"

Der Nationale Wetterdienst NWS warnte vor einem möglicherweise "heftigsten Sturm der Saison", der mit Geschwindigkeiten von bis zu hundert Stundenkilometern über weite Teile Kaliforniens hinwegfegen könnte. Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich auf schwere Unwetter mit "gefährlichen Überschwemmungen, massiven Schneefällen, Windböen, Überflutungen an der Küste und hoher Brandung" vorzubereiten.

Lebensbedrohliche Folgen

Die starken Regenfälle könnten nicht nur zu "gefährlichen Überschwemmungen" führen, sondern auch "lebensbedrohliche Sturzfluten" und "Schlammlawinen" auslösen, wie es vom NWS betont wird. Die Situation wird durch heftige Stürme über dem Pazifik verschärft, die Teil des "Pineapple-Express" sind, einem Wetterphänomen, das sich aus warmer, feuchter Luft rund um Hawaii bildet.

Ungewöhnliche Wetterextreme durch Erderwärmung

Experten weisen darauf hin, dass diese aktuellen Unwetterereignisse in Kalifornien Teil eines Trends sind, der durch die Erderwärmung verursacht wird. Nach der extremen Hitzewelle im Sommer mit Rekordtemperaturen erlebt der Westen der USA nun einen ungewöhnlich feuchten Winter. Die zunehmende Häufigkeit von Extremwetter-Erscheinungen wird als direkte Folge der globalen Klimaveränderungen betrachtet.

Die jüngste Notstandserklärung in Kalifornien aufgrund von heftigen Unwettern wirft einen Blick auf die zugrunde liegenden Ursachen und die umfassenden Auswirkungen solcher Naturereignisse. 

Pineapple-Express

Ein spezielles Wetterphänomen namens "Pineapple-Express" trägt zur Eskalation der Wetterbedingungen bei. Dieses Phänomen entsteht durch starke Stürme über dem Pazifik, die warme, feuchte Luft rund um Hawaii aufnehmen. Die dadurch entstehenden extremen Niederschläge führen zu gefährlichen Überschwemmungen, Sturzfluten und Schlammlawinen in Kalifornien.

Folgen für die Bevölkerung

Die Auswirkungen auf die Bevölkerung sind vielfältig und teilweise verheerend. Massenstromausfälle beeinträchtigen den Alltag von Hunderttausenden, der Flugverkehr wird stark gestört, und Straßen werden zu gefährlichen Rutschbahnen. Die Warnungen vor lebensbedrohlichen Sturzfluten und Schlammlawinen verdeutlichen die ernste Gefahr, der die Menschen in den betroffenen Gebieten ausgesetzt sind.

Infrastrukturelle Herausforderungen

Die extreme Wetterlage stellt auch die Infrastruktur vor erhebliche Herausforderungen. Die Bewältigung der Schäden erfordert umfangreiche Ressourcen, während die langfristigen Effekte auf Landwirtschaft, Verkehr und Wirtschaft nicht zu unterschätzen sind.

Ausblick und Handlungsbedarf

Die aktuellen Zustände in Kalifornien unterstreichen die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen. Die Entwicklung nachhaltiger Strategien und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien sind entscheidend, um zukünftige Naturkatastrophen zu mildern und die Resilienz von Gesellschaften weltweit zu stärken.

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Überwiegend trüb und oft Regen. 3/9°

Von ein paar kurzen Auflockerungen abgesehen, dominieren bis zum Abend dichte Wolken. Anfangs liegen im äußersten Osten mitunter auch lokale Hochnebelfelder über dem Land. Bei einer Schneefallgrenze zwischen 1200m und 1600m Seehöhe ziehen vor allem im Westen und Süden immer wieder leichte Regenschauer durch. Gegen Abend intensivieren sich in Vorarlberg und Tirol die Niederschläge schließlich deutlich. Trocken bleibt es lediglich ganz im Nordosten. Der Wind kommt aus Südost bis West und weht meist schwach bis mäßig. Am Abend dreht der Wind im Norden auf Südwest und lebt deutlich auf. Die Frühtemperaturen minus 2 bis plus 4 Grad, die Tageshöchsttemperaturen 5 bis 12 Grad.
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