05. Februar 2024 | 12:00 Uhr

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Sturmschäden

Stromausfälle im Mürztal: 3500 Haushalte betroffen

Föhn und Sturmböen sorgen für ungewöhnlich warme Temperaturen und Stromausfälle im Mürztal. 

Stromausfälle im Mürztal

Die steirische Landschaft wird derzeit von einer ungewöhnlichen meteorologischen Kombination aus Föhn und Sturmböen geprägt. Der Februar zeigt sich nicht nur durch ungewöhnliche Wärme, sondern auch durch starke Winde, die bereits zu Stromausfällen im Mürztal führten. Mit bis zu 19 Grad in Deutschlandsberg und Köflach werden diese Orte als steirische "Hitzepole" gekürt. Hier werfen wir einen detaillierten Blick auf die aktuelle Wetterlage und ihre Auswirkungen.

Stürmische Nacht und Prognose

Eine stürmische Nacht liegt hinter der Steiermark, insbesondere in der Obersteiermark, wo Sturmböen mit bis zu 100 km/h verzeichnet wurden. Geosphere-Meteorologe Martin Kulmer gibt Einblicke in die Wetterprognose: Der Wind soll sich bis zum Mittag in den Tälern beruhigen, während in den Bergen weiterhin Böen mit etwa 70 km/h erwartet werden. Niederösterreich und Wien erleben noch am heutigen Montag stürmische Zeiten, mit Böen um die 100 km/h, besonders im Flachland. Erst in der Nacht kehrt laut Kulmer Ruhe ein, jedoch wird für Donnerstag bereits der nächste Föhnsturm erwartet.

Sturmeinsätze und Stromausfälle

Die Feuerwehr berichtet von zahlreichen Sturmeinsätzen, darunter das Abtragen eines Blechdachs in Kapfenberg-Hafendorf und umgestürzte Bäume auf der B 320 bei Espang. Im Mürztal führen die Sturmböen zu wiederholten Stromausfällen, und laut Energie Steiermark sind derzeit 85 Stationen mit rund 3500 Haushalten betroffen.

Herausforderungen für Rettungskräfte

Der starke Wind stellt Bergretter vor Herausforderungen, da Hubschrauberflüge behindert werden. Bergsteiger am Großglockner warten auf Rettung, während Wanderer auf der Pribitz bereits am Samstag nur zu Fuß gerettet werden konnten. Auch die Feuerwehren sind gefordert, insbesondere in Niederösterreich, wo der Sturm zu rund 70 Feuerwehreinsätzen führte.

Ungewöhnlich hohe Temperaturen

Parallel zu den Sturmböen präsentiert sich das Wetter ungewöhnlich warm für den Februar. Temperaturen von bis zu 19 Grad werden in Deutschlandsberg und Köflach gemessen. Martin Kulmer erklärt, dass diese ungewöhnliche Wärme auf die Föhnwetterlage zurückzuführen ist, die eine Strömung mit einer "generell sehr warmen Luftmasse" aus dem Nordwesten bringt. Die Föhnwetterlage wird laut Kulmer durch den Klimawandel verstärkt, was zu einem insgesamt höheren Temperaturniveau führt.

Ausblick

Die ungewöhnliche Wetterkombination aus Föhn und Sturmböen wird die Steiermark in den kommenden Tagen weiterhin beeinflussen. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, sich auf mögliche Auswirkungen vorzubereiten und die aktuellen Wetterwarnungen im Auge zu behalten. Der meteorologische Ausblick deutet darauf hin, dass diese ungewöhnlichen Wetterkapriolen in den kommenden Tagen weiterhin für Aufsehen sorgen werden.

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