24. Jänner 2012 | 07:04 Uhr

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Mexiko

Trockenheit: Präsident verkündete Notfallplan

Viel zu wenig Regen gefallen. Zwei Milliarden Euro für betroffene Regione

Mit einem milliardenschweren Notfallplan will Mexiko die katastrophalen Folgen der längsten Trockenzeit seit 70 Jahren bekämpfen. Präsident Felipe Calderon kündigte am Montag an, umgerechnet rund zwei Milliarden Euro aus dem Haushalt zur Verfügung zu stellen, um die betroffenen Regionen mit Wasser, Lebensmitteln und Infrastrukturmaßnahmen zu unterstützen. Nach Zeitungsberichten sind von der Trockenheit rund 1.300 Gemeinden in 19 Bundesstaaten vor allem im Norden betroffen, wo es seit vielen Monaten nicht oder zu wenig geregnet hat.

Wenig Regen
"Keine Familie wird Wasser- oder Lebensmittelmangel erleiden", versprach Calderon bei einem Besuch in Zacatecas, einem der Wüstenstaaten, die von der Trockenheit heimgesucht werden. Nach Angaben der nationalen Wasserbehörde Conagua fielen dort 2011 zehn Prozent weniger Regen als im historischen Durchschnitt. Der Wassermangel machte sich erstmals im Mai des vergangenen Jahres bemerkbar. Seither werden zahlreiche entlegene Gebiete, in denen vor allem indigene Völker - wie die Tarahumara in Chihuahua - leben, mit Lebensmitteln und Wasser versorgt.

Jose Luis Luege Tamargo, der Direktor der Conagua, sagte am Montag, seit 1941, als erstmals brauchbare Messungen der Regenfälle vorlagen, sei keine Trockenheit dieser Größenordnung verzeichnet worden. Er bezeichnete die Entwicklung des Klimas in Mexiko als extrem: 2010 gehöre zu den regenreichsten Jahren seit 1958 und 2011 war dasjenige mit dem größten Wassermangel in sieben Jahrzehnten.
 

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