30. August 2013 | 08:02 Uhr

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Neuer Hitzerekord

So warm und sonnig war der Sommer 2013

Heiß und sonnig: Platz fünf seit Beginn der Sonnenschein-Messungen.

Heiß, sonnig und trocken - der Sommer 2013 war der sechstwärmste seit Mess-Beginn im Jahr 1767. Zudem war er von Kärnten bis zum Burgenland großteils der trockenste Sommer seit 1932. Und es gab ungewöhnlich viele Sonnenstunden - österreichweit 19 Prozent über dem Mittel. Das ergab Platz fünf seit Beginn der Sonnenschein-Messungen im Jahr 1884, so eine erste Bilanz der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zum meteorologischem Sommer (Juni, Juli und August).

Zwei Hitzewellen

Insgesamt gab es heuer zwei Hitzewellen. Die erste, relativ kurze, trat Mitte Juni auf. Bei dieser wurde mit 38,6 Grad am 20. Juni in Waidhofen an der Ybbs (NÖ) ein neuer österreichweiter Temperaturhöchstwert für den Juni erzielt. Die zweite Hitzewelle, die vom 20. Juli bis 10. August dauerte, brachte mit 40,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg einen neuen absoluten Temperaturrekord für Österreich und damit erstmals Lufttemperaturen über 40 Grad.

Ungewöhnlich warm

Doch nicht nur das, "der Sommer 2013 war auch insgesamt ungewöhnlich warm. Mit 1,2 Grad über dem Mittel zeichnet sich momentan Platz sechs in der 246-jährigen Temperatur-Messgeschichte ab", sagte Klimatologe Alexander Orlik. Die meisten Hitze-Tage, also über 30 Grad, gab es in Neusiedl am See im Burgenland mit insgesamt 39. In Klagenfurt wiederum war jeder Tag im Juli ein Sommertag (Höchstwert von 25 Grad und mehr). Das kam in der Kärntner Landeshauptstadt seit Messbeginn noch nie vor.

Die wärmsten Regionen
Die wärmsten Regionen in Bezug auf das klimatologische Mittel waren Kärnten, die Süd- und Oststeiermark und das Südburgenland. Hier war es um 1,4 bis 2,1 Grad wärmer als im Durchschnitt. Die relativ kühlsten Gebiete in diesem Sommer waren Vorarlberg und das Tiroler Oberland sowie Teile des Weinviertels. Hier war der Sommer 2013 um 0,6 bis 0,9 Grad wärmer als das Mittel 1981-2010. Dieses Temperaturmittel setzt sich aus einem durchschnittlichen Juni, einem 2,1 zu warmen Juli und einem 1,3 Grad zu warmen August zusammen.

Der Temperaturverlauf in diesem Sommer war aber nicht nur von extremen Hitzewellen geprägt. Anfang und Ende Juni sowie Ende August gab es unterdurchschnittliche Temperaturen. Die tiefste Temperatur an einem bewohnten Ort wurde am 27. Juni mit minus zwei Grad in Obergurgl in Tirol auf 1.942 Metern erreicht. Am selben Tag wurde mit minus 8,4 Grad am Pitztaler Gletscher auf 2.864 Metern Höhe auch die absolut tiefste Temperatur in diesem Sommer registriert.

Extrem nass bis trocken
Beim Niederschlag war von extrem nass bis extrem trocken alles dabei. Auf das Hochwasser im Juni folgte eine lange Trockenheit. "In Kärnten, im Großteil der Steiermark und im Burgenland war das der trockenste Sommer seit dem Jahr 1932. Die Niederschlagsmengen lagen hier um 30 bis 65 Prozent unter den Mittelwerten", so Orlik. Nahe an den Rekordwerten lag auch die Sonnenscheindauer von Juni bis August. "Österreichweit ist das der fünftsonnigste Sommer der Messgeschichte, mit einem Plus von 19 Prozent zum Mittel", sagte Orlik. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 2004 mit 962 Sonnenstunden in Zwerndorf Niederösterreich, Andau im Seewinkel kommt dem mit heuer 955 Stunden sehr nahe.

Eine Überraschung für die Forscher ist, dass der warme und sonnige Sommer den Gletschern verhältnismäßig wenig zugesetzt hat. Eine genaue Auswertung ist zwar erst nach den jährlichen Messungen im September möglich, aber: "Anfang Juni hat es im Hochgebirge mehr als einen Meter geschneit, da ist normal die Schmelze schon voll im Gang. Die schützende Schneedecke hielt sich bis weit in den Sommer. Wir erwarten daher nicht so hohe Massenverluste der Gletscher wie in den letzten Jahren", erklärte Bernhard Hynek, Gletscherforscher der ZAMG.

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Meist trüb, wenig Sonne, 4/12°

Bei einer Schneefallgrenze zwischen 1200 und 1600m Seehöhe ziehen bis zum Abend mit dichten Wolken nördlich des Alpenhauptkammes sowie im Norden und Osten wiederholt Regenschauer durch, die meisten aber in Tirol, in Salzburg und in Oberösterreich. Zwischenzeitlich gibt es aber auch Chancen auf kurze Aufhellungen. Bei einem Mix aus zahlreichen dichten Wolken und sonnigen Abschnitten geht es hingegen von Osttirol ostwärts bis ins Südburgenland weitgehend trocken durch den Nachmittag. Der Wind kommt aus West bis Nordwest und bläst in den Föhntälern im Süden sowie in den nördlichen und östlichen Landesteilen mäßig bis lebhaft. Die Nachmittagstemperaturen 8 bis 14 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Dienstag ziehen von Westen immer dichtere Wolken auf und mit diesen setzt nördlich des Alpenhauptkammes sowie im Norden und Osten verbreitet Regen und Schneefall ein. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt bei einer Schneefallgrenze zwischen 900 und 1400m Seehöhe aber im Nordstau der Alpen zwischen dem Tiroler Unterland und dem Mostviertel. Hier regnet und schneit es zum Teil intensiv. Weiter im Süden und Südosten geht es hingegen oft trocken, aber auch mit dichten Wolken durch die Nacht. Der Wind kommt aus westlichen Richtungen und weht in den nördlichen und östlichen Landesteilen, aber auch generell über den Alpen teilweise lebhaft. Die Tiefsttemperaturen umspannen minus 1 bis plus 8 Grad.
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