19. Dezember 2023 | 10:00 Uhr

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Hohe Temperaturen

Skipisten in Tirol brechen plötzlich weg

Die Skipisten in Österreich sind plötzlich instabil geworden: In Tirol haben einige Abschnitte der Pisten aufgrund hoher Temperaturen und vorangegangener Niederschläge erhebliche Schäden erlitten.

 

Die Landschaft ist von Schnee bedeckt, der Himmel strahlt in einem klaren Blau, und die Sonne scheint in Österreichs Tirol - ideale Bedingungen für Wintersportler, könnte man meinen. Doch am vergangenen Wochenende traten erhebliche Risse in den präparierten Hängen von St. Anton am Arlberg, Imst und Kirchberg inmitten der Kitzbüheler Alpen auf.

Hohe Temperaturen und feuchter Schnee als Ursache

Die Bergbahn-Betreiber führen die Ursache für dieses Phänomen auf die derzeitigen hohen Temperaturen und den feuchten Schnee zurück. Infolgedessen brachen die Pisten an einigen Stellen einfach weg. Arthur Moser, Prokurist der Arlberger Bergbahnen, erklärt gegenüber der "Tiroler Tageszeitung": "Bei Pistenarbeiten in der Nacht auf Samstag wurde eine Lücke im Bereich Kapall entdeckt, und der Abschnitt wurde sofort für den Publikumslauf gesperrt." Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Die betroffene Stelle wurde mittlerweile repariert, aber die Piste ist noch nicht befahrbar.

Regen macht den Schnee schwer

Das Abrutschen von Teilen der Piste aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse ist kein neues Phänomen. Die Kombination aus einer großen Menge Schnee, der aufgrund des vorangegangenen Regens schwer ist, und den derzeitigen hohen Temperaturen trägt dazu bei.

Vor kurzem ereignete sich ein ähnlicher Vorfall im Skigebiet KitzSki auf einer Piste in Kirchberg, wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet. Die genauen Hintergründe sind noch nicht bekannt, aber auch dort ist das Phänomen nicht neu. Es tritt wiederholt an bestimmten exponierten Stellen auf. Die entstandene Lücke in der Piste konnte über Nacht repariert werden.

Schnee rutscht ab

Am vergangenen Sonntag löste sich in Hoch-Imst eine Gleitschneelawine, bei der zum Glück niemand verschüttet wurde. Der Vorfall ereignete sich im steilsten Abschnitt des Skigebiets in der oberen Sektion. "Die Piste war jedoch gesperrt, und wir haben sofort eine Suchaktion gestartet - das ist selbstverständlich", sagt der Geschäftsführer der Bergbahn, Bernhard Schöpf, gegenüber der "Tiroler Tageszeitung".

Die Kombination aus Inversionswetterlage und hohen Temperaturen in höheren Lagen führt dazu, dass die Verbindung von Natur- und Kunstschnee auf einer Gleitschicht aus Wasser abrutscht. Aufgrund des nun schneefreien Zustands bleibt die Piste in Hoch-Imst vorläufig geschlossen.