19. Juli 2013 | 09:08 Uhr

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Späte Pilzsaison

Schwammerlsucher müssen warten

Dieses Jahr ist die Pilzsaison durch Wetterkapriolen durchwachsen.

Eierschwammerl, Parasole, Steinpilze: Im Juli dürfen sich Pilzsammler normalerweise bereits über diese kulinarischen Köstlichkeiten freuen. Dieses Jahr ist die Pilzsaison aber durch die vorausgegangen Wetterkapriolen eher holprig. "Die Saison ist unberechenbar", sagte Irmgard Greilhuber von der mykologischen Gesellschaft im Gespräch mit der APA.

Wenig Schwammerl
Die Temperatur- und Feuchtigkeitswerte sind heuer keine optimalen Voraussetzungen. Greilhuber: "Mittlerweile lässt sich ein Sommerloch beobachten", durch den Klimawandel zeichnet sich bei den Schwammerl eine Frühjahrssaison und eine Herbstsaison ab. Auch die übermäßig feuchten Monate Mai und Juni haben sich für die Pilze als nicht zuträglich erwiesen. Im Allgemeinen bieten sich Berglagen für Pilze mehr an als flaches Terrain, rund um Wien sieht es daher derzeit noch "durchwachsen" aus.

Überprüfen lassen

Für eifrig Suchende bietet das Marktamt trotzdem eine Beratung für Schwammerlsucher an. Dort können die Funde augenscheinlich auf ihre Essbarkeit überprüft werden. "Immer wieder werden giftige Pilze vorgelegt", so Alexander Hengl, Pressesprecher des Marktamts. Bisher hielt sich der Andrang aber noch in Grenzen. Pro Jahr werden rund fünf tödlich giftige Pilze entdeckt. Verwechslungen von Knollenblätterpilz und Schirmpilz können, trotz augenscheinlicher Unterschiede, "ein einmaliges Versehen" werden, so Hengl weiter. Heuer gab es bei der Vergiftungsinformation noch keinen bestätigten Fall einer Pilzvergiftung.

Pilze selbst sind weder Pflanzen noch Tiere. Sie sind eigenständige Lebewesen, sogenannte mehrzellige Eukaryonten, die sich durch ihre Zellstruktur vom Tierreich und durch ihre Unfähigkeit zur Fotosynthese von den Pflanzen unterscheiden. Was gemeinhin als Schwammerl gilt, ist nur der Fruchtkörper des Pilzes, der zur Fortpflanzung an der Oberfläche wächst. Der eigentliche Pilz ist das Mycel, ein Geflecht aus fadenförmigen Zellen, das unter der Erde oft mehrere Quadratmeter groß wächst. Pilze leben von Nährstoffe, die von anderen Lebewesen aufgebaut wurden. Einige Pilzarten bilden mit Bäumen eine Mykorrhiza, eine Symbiose von Pflanze und Pilz. Durch die Umwickelung der Wurzeln kann der Pilz Kohlenhydrate des Baumes aufnehmen, dieser wird durch das feine Geflecht besser mit Mineralien und Wasser versorgt.
 

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Unbeständig, im W etwas sonniger, 5/10°

Im Westen halten sich hingegen bereits recht umfangreiche Wolken einer schwachen Störungszone, die vorerst nur vereinzelt ein paar Regentropfen hervorbringen. Nach und nach breitet sich der Wolkenschirm auch nach Osten aus, der Sonnenschein wird dabei oft merklich gedämpft. Es weht regional mäßiger bis lebhafter, teils föhniger Wind aus Südost bis Süd. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 9 bis 16 Grad, mit Föhnunterstützung stellenweise auch etwas mehr. Heute Nacht: Abends und in der Nacht breiten sich von Westen her zunehmend dichtere Wolken auf alle Landesteile aus. Immer häufiger kommt dazu auch Regen auf. Generell regnet es im Westen und Süden länger, während im Osten insgesamt nur wenig fällt. Die Schneefallgrenze liegt im Süden noch länger bei 1800 bis 2000m Seehöhe, während sie im Norden, Nordwesten und Nordosten auf 1000m Seehöhe minimal absinken kann. Der Wind dreht von Südost bis Südwest immer mehr auf West. Mitunter kann er im Norden stellenweise mäßig wehen. Tiefsttemperaturen der Nacht meist 2 bis 8 Grad, stellenweise auch noch darunter.
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