04. Dezember 2023 | 13:00 Uhr

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Winterlich

Schneereichster Dezember seit 10 Jahren

Im Dezember ist es in einigen Regionen seit langem nicht mehr so kalt und schneereich. 
 

"Es hat in den tieferen Lagen Österreichs schon lange nicht mehr so viel Schnee gegeben wie derzeit", sagt Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria. Zum Beispiel liegen in Bregenz, Innsbruck und Salzburg momentan etwa 20 Zentimeter Schnee. Mehr Schnee gab es hier zuletzt im Dezember 2014.

Auf der Hohen Warte in Wien (21 cm gestern Sonntag, 3.12.; heute Montag 17 cm) gab es im Dezember zuletzt im Jahr 2010 mehr Schnee (24 cm). Ähnlich viel Schnee gab es im Dezember 2021 mit 15 cm.

Auch in St. Pölten (derzeit 10 cm) gab es zuletzt 2010 mehr Schnee in einem Dezember (12 cm).

In Graz (derzeit 2 cm), Eisenstadt und Klagenfurt (beide derzeit 5 cm) gab es zuletzt im Dezember des Vorjahrs mehr Schnee.

Norden und Osten lange nicht mehr so kalt

Im Norden und Osten Österreichs war es in vielen Regionen schon seit einigen Jahren im Dezember nicht mehr so kalt wie derzeit. "Zum Beispiel gab es in Wien Hohe Warte und in St. Pölten zuletzt vor 13 Jahren eine tiefere Temperatur in einem Dezember, in Linz vor 11 Jahren und in Eisenstadt vor 9 Jahren", sagt Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria.

An der Wetterstation Linz Stadt hatte es am Montag (4.12.2023) -10,8 Grad. Kälter war es hier zuletzt im Dezember am 13.12.2012 mit -10,9 Grad.

In St. Pölten hatte es am Montag (4.12.2023) -11,5 Grad. Kälter war es hier zuletzt im Dezember am 30.12.2010 mit -12,4 Grad.

In Wien Hohe Warte hatte es am Montag (4.12.2023) -9,0 Grad. Kälter war es hier zuletzt im Dezember am 30.12.2010 mit -10,5 Grad.

In Eisenstadt hatte es am Montag (4.12.2023) -7,6 Grad. Kälter war es hier zuletzt im Dezember am 31.12.2014 mit -9,5 Grad.

Für Bregenz, Innsbruck, Salzburg, Graz und Klagenfurt sind die aktuellen Temperaturen nicht ungewöhnlich. Hier war es im Dezember zuletzt im Vorjahr kälter (2022).

Nächsten Tage werden winterlich

Am Dienstag kann es besonders im Westen und Norden Österreichs ein wenig schneien, in tiefen Lagen auch regnen. Vereinzelt ist Glatteis durch gefrierenden Regen möglich. Die Temperaturen liegen in Österreich am Dienstag in der Früh meist zwischen -9 und -1 Grad, am Nachmittag zwischen -3 und +5 Grad.

Am Mittwoch kann es überall in Österreich zumindest ein wenig schneien. In tiefen Lagen ist auch Regen oder gefrierender Regen möglich. Die Temperaturen liegen in der Früh meist zwischen -6 und +1 Grad, am Nachmittag zwischen -1 und +5 Grad.

Am Donnerstag ist es im Großteil Österreichs wieder etwas kälter und recht sonnig. Im Osten dürften die Wolken überwiegen und etwas Schneefall bringen, unterhalb von etwa 300 Meter Regen. 

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Schnee und teils gefr. Regen, -10/+1°

Wolken einer Warmfront breiten sich nach und nach von Westen entlang der Alpennordseite auf den Norden und Osten Österreichs aus. Von Vorarlberg bis Oberösterreich regnet und schneit es bereits häufig. Auf den noch kalten Verkehrswegen besteht erhöhte Glatteisgefahr. Bis zum Abend breitet sich der Niederschlag zunächst in Form von Schnee langsam in Richtung östliches Flachland aus. Mit einer steigenden Schneefallgrenze von Westen steigt schließlich auch hier die Glatteisgefahr. Südlich des Alpenhauptkammes geht es hingegen weitgehend trocken mit dem Wetter bis zum Abend weiter. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost bis West bei Nachmittagstemperaturen zwischen minus 5 und plus 4 Grad, mit den höchsten Temperaturen im Westen. Heute Nacht: Eine Warmfront zieht in der Nacht auf Dienstag mit dichten Wolken und Niederschlag in Richtung Osten über Österreich. Von Westen geht der Niederschlag in tiefen Lagen allmählich in gefrierenden Regen über. Auf den kalten Fahrbahnen steigt die Glatteisgefahr deutlich. Bis zum Morgen lässt schließlich von Vorarlberg bis Oberösterreich der Niederschlag nach, die Wolken bleiben zunächst aber noch oft dicht. Aufgelockert bewölkt und trocken geht es hingegen südlich des Alpenhauptkammes durch die Nacht. Der Wind weht nur schwach. Die Temperaturen steigen bis zum Morgen auf minus 6 bis plus 5 Grad, am wärmsten ist es in höheren Lagen.
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