22. März 2024 | 09:00 Uhr

Sonnenstürme_Header.png © getty (Symbolbild)

Sonnenstürme

Neue Methode brachte Vorhersagen-Revolution

Inmitten der schier endlosen Weiten des Weltraums vollzieht sich ein bemerkenswertes Spektakel, das direkte Auswirkungen auf unser Leben auf der Erde haben kann: Sonnenstürme.  

Diese gewaltigen Eruptionen auf der Sonnenoberfläche schleudern Strahlung und geladene Teilchen in den Raum, und wenn sie auf das Magnetfeld unseres Planeten treffen, können sie nicht nur atemberaubende Polarlichter erzeugen, sondern auch technische Störungen verursachen. Doch dank einer revolutionären neuen Methode, die vom Austrian Space Weather Office der GeoSphere Austria entwickelt wurde, können diese Sonnenstürme nun präziser vorhergesagt werden als je zuvor.

Sonnenstürme_Bild1.png © NASA SDO, ESA SOHO

Sonnensturm vom 17. März 2024.

Neue Vorhersagemethode in Österreich entwickelt

Traditionell war die Vorhersage von Sonnenstürmen eine Herausforderung, die nur begrenzt gemeistert werden konnte. Doch diese Vorhersagen sind von entscheidender Bedeutung für zahlreiche technologische Bereiche. Das Space Weather Office der GeoSphere Austria in Graz hat jedoch die weltweit erste Methode entwickelt, die eine relativ genaue Vorhersage für die kommenden zwei bis drei Tage ermöglicht. Diese innovative Methode basiert auf einem fundierten Verständnis der Physik hinter Sonnenstürmen und wird derzeit in Echtzeit getestet.

Raumsonde in optimaler Position

Die derzeitige Aktivität der Sonne bot eine einmalige Gelegenheit, diese neue Vorhersagemethode zu erproben. Laut Christian Möstl, dem Leiter des Space Weather Office der GeoSphere Austria, war die Raumsonde Solar Orbiter der ESA zur richtigen Zeit am richtigen Ort positioniert, um entscheidende Daten zu liefern.

Sonnenstürme_Bild2.png © GeoSphere Austria

Sonnensturm Modell des Space Weather Office der GeoSphere Austria zur Visualisierung des Sonnensturms vom 17. März 2024 in 3D, basierend auf ESA Solar Orbiter Magnetfeld-Daten.  

Die Sonde befand sich genau zwischen Sonne und Erde und konnte bereits zwei Tage vor dem erwarteten Auftreffen des Sonnensturms auf unseren Planeten Daten über dessen magnetischen Kern sammeln. Diese Daten bildeten die Grundlage für präzise Berechnungen über die zu erwartenden Auswirkungen des Sonnensturms auf das Erdmagnetfeld.

Zukunftsaussichten

In Zukunft könnten sogar mehrere Raumsonden, die um die Sonne kreisen, kontinuierlich Daten liefern, indem sie sich immer in der Nähe der direkten Linie zwischen Sonne und Erde befinden. Bis es jedoch so weit ist, bleibt man auf glückliche Fügungen wie im aktuellen Fall angewiesen, um diese fortschrittlichen Methoden zu entwickeln und zu testen.

Vereinzelt Polarlichter möglich

Erste Messungen des Sonnensturms auf der Erde stimmen gut mit den Vorhersagen überein und deuten darauf hin, dass die Auswirkungen auf das Erdmagnetfeld minimal bleiben. Christian Möstl betont, dass die bisherigen Ergebnisse die Genauigkeit der Vorhersagen bestätigen und keine ernsthaften Schäden zu erwarten sind. Jedoch könnten in einigen Gebieten vereinzelt Polarlichter zu sehen sein.

Wolken beeinträchtigen Sichtbarkeit

Für Sternengucker in Österreich könnte das Wetter am Freitagabend eine Herausforderung darstellen, da eine dichte Wolkendecke über weiten Teilen des Landes die Sicht auf den Himmel beeinträchtigen wird. Dennoch könnte es vor Mitternacht in einigen Regionen, besonders im Osten und Süden, Fenster mit klarem Himmel geben, während sich die Chance auf einen klaren Blick nach Mitternacht im Westen und Süden erhöht. 

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Im W zunehmend bewölkt, sonst sonnig, -2/6°

In vielen Landesteilen überwiegt sonniges und trockenes Wetter. Im östlichen Flachland liegen aber zum Teil zähe Hochnebel, die sich auch bis zum Abend kaum lichten. In Vorarlberg und Tirol tauchen hingegen im Laufe des Nachmittags erste Wolken einer aufziehenden Kaltfront auf, die sich in der Folge langsam nach Osten ausbreiten. Mitunter setzt im äußersten Westen bis zum Abend auch leichter Regen ein. Der Wind weht generell nur schwach aus meist südlichen Richtungen. In Abhängigkeit von Sonnenschein, Hochnebel und Wolken liegen die Tageshöchsttemperaturen zwischen 3 und 11 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Montag breiten sich Wolken einer Kaltfront allmählich in Richtung Osten und Südosten aus und lösen im östlichen Flachland, im Donautal sowie am Alpenostrand letzte Hochnebelreste ab. Bis zum Morgen setzt bei einer Schneefallgrenze zwischen 700 und 1000m Seehöhe schließlich vom Bregenzer Wald, entlang der Alpennordseite bis ins westliche Niederösterreich Regen ein. In den Landesteilen nördlich der Donau ist während der Morgenstunden vereinzelt Glätte möglich. Der Wind weht unverändert schwach bei Tiefsttemperaturen zwischen minus 4 bis plus 3 Grad.
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