20. Jänner 2012 | 08:47 Uhr

lawine_arlberg © APA

Viel Neuschnee erwartet

Lawinengefahr steigt deutlich

Meteorologen erwarten im Nordstau weiteren halben Meter Neuschnee.

Auf einen gebietsweisen "großen" Anstieg der Lawinengefahr im Laufe des Freitags haben die Experten des Tiroler Lawinenwarndienstes hingewiesen. Die Meteorologen erwarteten in den Nordstau-Gebieten - darunter auch die Hahnenkammstadt Kitzbühel - bis zum Samstag bis zu einem halben Meter Neuschnee. Skitouren und Variantenfahrten abseits gesicherter Pisten erforderten Erfahrung in der Lagebeurteilung, hieß es.

Gefahrenstellen lagen in Triebschneehängen aller Expositionen oberhalb etwa 2.000 Metern. Unterhalb von etwa 2.400 Metern sei verbreitet mit Selbstauslösungen von Gleitschneelawinen zu rechnen. Diese könnten mittlere Größen erreichen und dadurch auch exponierte Verkehrswege gefährden. Laut Lawinenexperten sei weiterer Neuschnee zu erwarten verbunden mit stürmischen Nordwestwinden. Die Lawinengefahr werde damit weiter ansteigen.

Lawinengefahr auch in Vorarlberg
Starke Winde und Niederschläge haben die Lawinengefahr in Vorarlberg wieder ansteigen lassen. Am Freitag bestand allgemein erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3 auf der fünfstufigen Gefahrenskala. Der Prognose der Landeswarnzentrale zufolge - für Freitag waren intensive Schneefälle und weiter stürmische Winde vorhergesagt - dürfte die Lawinengefahr am Samstag wie vor zehn Tagen sogar Stufe 4 ("groß") erreichen.

Als Gefahrenstellen nannte Herbert Knünz vom Lawinenwarndienst die frischen Triebschneeansammlungen vor allem in Kammlagen, Rinnen und Mulden. Insbesondere in den Nordstaulagen - Bregenzerwald, Kleinwalsertal, Arlberg - war Vorsicht geboten. "Gleitschneelawinen sind jederzeit möglich", hielt Knünz in seinem Bericht fest. Bis Samstag früh waren in den Nordstaulagen bis zu 50 Zentimeter Neuschnee angesagt, in den anderen höher gelegenen Landesteilen 20 bis 40 Zentimeter.

Verkehrsbehinderungen
Zu größeren Verkehrsbehinderungen führten die Wetterverhältnisse am Freitagvormittag vorerst aber nicht. Laut ÖAMTC galt auf der Arlbergstraße (L197) zwischen Stuben und St. Christoph Schneekettenpflicht für alle Fahrzeuge, ebenso auf der Lechtalstraße (L198) zwischen der Alpe Rauz und Zürs.

Lawinengefahr in NÖ
In den niederösterreichischen Gebirgsgruppen Ybbstaler, Gutensteiner und Türnitzer Alpen ist für Freitag überwiegend erhebliche Schneebrettgefahr (Stufe 3) ausgerufen gewesen. Es werde sogar ein weiterer Anstieg erwartet, teilte der Lawinenwarndienst mit.

Größere Nassschneelawinen würden in den Ybbstaler Alpen erwartet, hieß es im aktuellen Lagebericht. Mit Abkühlung, einem Neuschneezuwachs und durch Wind steige die Schneebrettgefahr an.

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Vermehrt Regenschauer im W und N, sonst meist sonnig. 1/16°

Vor allem im Osten und Südosten scheint bis in den Nachmittag hinein häufig die Sonne, meist ziehen nur ein paar harmlose, lockere Wolkenfelder durch. Ausgehend vom Berg- und Hügelland bilden sich allerdings vorübergehend auch Quellwolken und mit diesen vereinzelt ein paar Regenschauer. Im übrigen Österreich ist es wechselnd bewölkt, die Sonne zeigt sich seltener und am Abend nimmt die Regenneigung mit Annäherung der nächsten Störungszone in Vorarlberg und im Tiroler Oberland wieder zu. Der Wind kommt am ehesten aus Südost bis West, er frischt nur örtlich in freien Lagen mäßig auf. Tageshöchsttemperaturen 10 bis 18 Grad. Heute Nacht: In der Osthälfte zeigt sich der Himmel in der Nacht zunächst meist gering oder zumindest aufgelockert bewölkt, ehe ab den frühen Morgenstunden umfangreiche Wolken einer weiteren Störungszone eintreffen. Vielerorts bleibt es trocken. Von Westen her ziehen deutlich mehr und zunehmend auch kompakte Wolken auf, schließlich breiten sich vom Bodensee bis zum oberösterreichischen Innviertel Regen- und eingelagerte Schauerwolken aus. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 1500 bis 1200m Seehöhe. Der Wind dreht im Bereich der Störungszone mehrheitlich auf West, bleibt aber schwach bis mäßig. Tiefsttemperaturen minus 2 bis plus 7 Grad.
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