28. August 2024 | 13:00 Uhr

Kroatien_Header.png © Facebook/Tanja Soldić

Loderndes Inferno

Kroatien: Blitzeinschlag führte zu Großbrand in bekanntem Urlaubsort

In der Nacht von Montag auf Dienstag ereigneten sich in der Nähe von Split, Kroatien, dramatische Szenen, als mehrere Blitzeinschläge verheerende Brände in den Hügeln oberhalb des kleinen Dorfes Žrnovnica auslösten. 

Die Situation eskalierte schnell und bedrohte zeitweise sogar eine Raketenbasis der kroatischen Armee. Dank des unermüdlichen Einsatzes zahlreicher Feuerwehrleute konnte die Lage mittlerweile unter Kontrolle gebracht werden.

 

Großbrand bei Žrnovnica: Ein Dorf im Bann von „Game of Thrones“

Žrnovnica, ein kleines Dorf in der Nähe von Split (Kroatien), ist nicht nur unter Einheimischen bekannt, sondern auch für Fans der Serie „Game of Thrones“ von besonderem Interesse. Der örtliche Steinbruch diente als Eingang zur fiktiven Stadt Meereen, während der nahe gelegene Fluss und die historische Wassermühle Kulisse für einige der denkwürdigsten Szenen der Serie waren, darunter Daario Naharis' berühmter Kampf und Missandeis Badeszene. Doch die Realität vor Ort ist in den letzten Jahren düsterer geworden: In den letzten sieben Jahren wurde das Dorf bereits zweimal von schweren Bränden heimgesucht.

Blitzschlag und starker Wind

Der jüngste Brand brach am Montagabend nach einem Blitzeinschlag aus und wurde durch den starken Bura-Wind, der für die Region typisch ist, weiter angefacht. Die Flammen breiteten sich schnell aus und bedrohten sogar Wohnhäuser, die jedoch von den Feuerwehrkräften erfolgreich verteidigt werden konnten. Insgesamt wurden 294 Feuerwehrleute mit 86 Einsatzfahrzeugen mobilisiert, um den Brand zu bekämpfen.

Verletzte Feuerwehrleute im Einsatz

Leider blieb der Einsatz nicht ohne Verletzungen. Drei Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen: Einer verstauchte sich das Knie, ein anderer zog sich eine leichte Augenverletzung zu, und der dritte verletzte sich am Bein. Trotz dieser Rückschläge gelang es den Einsatzkräften, die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Große Flächen verbrannt: Umfangreiche Löscharbeiten

Der kroatische Feuerwehrverband gab bekannt, dass durch die Brände rund 700 Hektar Grasland, Buschwerk und Wald zerstört wurden. Im Einsatz waren unter anderem vier Canadair-Löschflugzeuge und ein Air Tractor, die aus der Luft unterstützten. Slavko Tucaković, der Chefkommandant der kroatischen Feuerwehr, berichtete am Mittwochmorgen, dass alle Gebäude in den umliegenden Ortschaften Podstrana und Donje Sitno erfolgreich verteidigt werden konnten. Die offenen Flammen seien gelöscht, und nun werde damit begonnen, die verbrannten Flächen zu sanieren.

Weitere Brände unter Kontrolle

Während die Brände in Žrnovnica langsam eingedämmt wurden, brach auf einem offenen Feld in Kotlenice, Dugopolje, ein weiteres Feuer aus, das jedoch ebenfalls schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Insgesamt waren 16 Feuerwehrleute mit sechs Einsatzfahrzeugen sowie zwei Löschflugzeuge im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Auch in den Gebieten Perun in Gornja Podstrana und Križnjak in Plano wurden Brände gelöscht.

140 Einsätze in 24 Stunden

Das Staatliche Feuerwehr-Einsatzzentrum verzeichnete in den letzten 24 Stunden insgesamt 140 Einsätze, an denen 168 Feuerwehrorganisationen mit insgesamt 450 Feuerwehrleuten und 168 Fahrzeugen beteiligt waren. Die koordinierte Arbeit der Einsatzkräfte trug wesentlich dazu bei, dass die Lage in den betroffenen Gebieten unter Kontrolle gebracht werden konnte.

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Viele Wolken und trüb, zeitweise Regen, 2/10°

Störungseinfluss sorgt recht verbreitet für trübe Wetterverhältnisse. In den meisten Landesteilen ist es dicht bewölkt. Lediglich im Südwesten scheint die Sonne immer wieder kurz. Mit Regenschauern ist fast im ganzen Land zu rechnen. Der Schwerpunkt liegt am Vormittag in der Osthälfte und verlagert sich am Nachmittag in die Westhälfte bzw. in das Bergland. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 800 und 1300m Seehöhe. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord bis Ost. Tageshöchsttemperaturen 6 bis 13 Grad, mit den höchsten Werten im Westen. Heute Nacht: In der Nacht auf Sonntag lockert die Bewölkung nördlich des Alpenhauptkammes auf und die Schauer gehen dort gänzlich zurück. Weiter im Süden und Osten und Nordosten halten sich länger kompakte Wolken und der eine oder andere Regenschauer ist auch noch möglich. Erst in den frühen Morgenstunden lockert die Bewölkung hier allmählich auf. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 700 und 1000m Seehöhe. Der Wind weht meist nur schwach, nur im westlichen Donautal sowie dem Innviertel teils mäßig, aus Nordost bis Südost. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 3 und plus 4 Grad. Am kältesten wird es inneralpin.
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