02. Oktober 2012 | 07:32 Uhr

greatbarrierreef_getty.jpg © Getty Images

Great Barrier Reef

Korallensterben: Stürme und Seesterne schuld

Hauptursache ist nämlich nicht die Meereserwärmung durch den Klimawandel.

Das Korallensterben am Great Barrier Reef vor der australischen Ostküste ist dramatischer als bisher angenommen. In den vergangenen 27 Jahren ist die Korallendecke um über 50 Prozent geschrumpft, schreiben australische Forscher in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS"). "Wenn sich der Trend fortsetzt, können in den nächsten zehn Jahren weitere 50 Prozent verschwinden", erläuterte Peter Doherty vom Australischen Institut für Meereskunde (Australian Institute of Marine Science, AIMS) in Townsville. Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt.

Klimawandel
Hauptursache ist aber nicht das Aufheizen des Meeres in Folge des Klimawandels und die dadurch verursachte Korallenbleiche. Nur zehn Prozent der Verluste gehen nach Angaben der Wissenschafter darauf zurück. Viel verheerendere Folgen hatten schwere Stürme (48 Prozent) und der Befall mit Dornenkronen-Seesternen (42 Prozent). "Wir können die Stürme nicht verhindern, aber vielleicht können wir die Seesterne eindämmen", meinte AIMS-Chef John Gunn. "Wenn uns das gelingt, haben die Korallen eine bessere Chance, sich an die höheren Wassertemperaturen und die Versauerung der Meere anzupassen."

Das riesige Riff erstreckt sich von Cairns im Nordosten über 2.600 Kilometer Richtung Süden. Es zieht im Jahr mehr als zwei Millionen Besucher an. 1981 wurde es zum Weltnaturerbe erklärt. Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) kritisierte im Juni Baupläne für neue Häfen und verlangte Studien über die Auswirkungen eines neuen Flüssiggas-Terminals bei Gladstone. Die Bauvorhaben seien bereits genehmigt, erwiderte die Regierung.

Korallenschwund

Nach der Studie des Meeresinstituts ist der Korallenschwund ungleich verteilt. Im nördlichen Teil, wo die meisten Touristen zum Tauchen hinfahren, sei die Korallendecke ziemlich stabil. Dramatisch sei die Situation im Süden, wo starke Zyklone Schäden anrichteten. Dornenkronen befallen periodisch das ganze Riff. "Die Korallendecke kann sich erholen, aber das dauert zehn bis 20 Jahre", teilte Autor Hugh Sweatman mit. Die Decke wachse ohne Bedrohung durch Dornenkronen um 0,89 Prozent im Jahr. "Die Intervalle zwischen den Störungen sind meist zu kurz, deshalb der Gesamtverlust über längere Sicht."

Dornenkronen sind Seesterne mit bis zu 23 Armen, die 30 Zentimeter Durchmesser erreichen können. Wenn das Ökosystem aus dem Gleichgewicht ist und ihre Feinde wie Riesenmuscheln und -schnecken dezimiert sind, vermehren sie sich rasant und fallen ähnlich wie Heuschreckenschwärme an Land zu Hunderttausenden ein. Eine Dornenkrone kann am Tag eine faustgroße Koralle vertilgen. "Wasserqualität spielt (bei der Ausbreitung von Dornenkronen) eine große Rolle", heißt es in dem Bericht. "Wir erforschen Möglichkeiten, wie wir besser gegen die einheimische Pest vorgehen können."

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Bewölkt und regnerisch. 4/12°

Von ein paar Auflockerungen im Süden abgesehen ist es meist dicht bewölkt und von Westen her gibt es zeitweise Niederschläge. Die Schneefallgrenze liegt meist zwischen 1200 und 2000m, im Norden und Osten kann es vorübergehend fast bis in tiefe Lagen Schneefall oder Schneeregen geben. Am Nachmittag liegt die Schneefallgrenze hier meist zwischen 500 und 1200m Seehöhe. Der Wind weht im Osten und Süden nur schwach, sonst mäßig aus West bis Nordwest. Tageshöchsttemperaturen im Norden, Osten und Südosten nur 3 bis 9 Grad, sonst 10 bis 18 Grad, mit den höchsten Temperaturen in Osttirol. Heute Nacht: Entlang der Alpennordseite überwiegen häufig noch dichte Wolken und Restniederschläge klingen, abgesehen vom inneralpinen Bereich meist in der ersten Nachthälfte, ab. Später lockert es vor allem im Osten und ganz im Westen bis zum Morgen nach und nach auf, im inneralpinen Bereich bleibt es hingegen meist dicht bewölkt. Es weht schwacher Wind aus West bis Nordwest. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 3 und plus 7 Grad, mit den niedrigsten Werten im Norden vom Mühl- bis ins Weinviertel und mit den höchsten Temperaturen in Vorarlberg.
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