23. September 2013 | 05:06 Uhr

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Klimaforschung

Erde erwärmt sich langsamer

Experten haben die aktuelle Klimaforschung auf Papier gebracht.

2.000 Seiten - so dick ist der erste Teil eines neuen Weltklimaberichts, für den Hunderte Forscher den Klimawandel unter die Lupe genommen haben. Am Freitag wird der Report des Weltklimarates IPCC in Stockholm in einer Kurzfassung der Öffentlichkeit vorgestellt. Er erklärt, wie sich Temperaturen, Ozeane und Gletscher auf der Welt verändern könnten und wie der Mensch den Klimawandel beeinflusst.

Keine Entwarnung
Wer in dem Bericht eine Entwarnung in Sachen Klimawandel erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Denn die Luft erwärmt sich zurzeit zwar nicht mehr so schnell wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Pause mache der Klimawandel deshalb aber nicht, sagen Experten wie Prof. Guy Brasseur, einer der Hauptautoren des letzten IPCC-Berichts von 2007. Die Wissenschafter hätten inzwischen sogar etliche Daten erhoben, die die Grundaussagen des alten Reports bestätigen.

Neuer Bericht
Im neuen Bericht, dessen volle Fassung am Montag erscheint, soll es mehr Details über die Klimaerwärmung in einzelnen Regionen geben. Für Politiker haben die Wissenschafter ihre Erkenntnisse auf rund 30 Seiten heruntergebrochen.

Von Montag bis Donnerstag gehen Regierungsvertreter und IPCC-Forscher die Zusammenfassung nun Satz für Satz durch. Das sei zwar sehr mühsam aber wichtig, auch als "pädagogische Übung", meint Brasseur, Leiter des Climate Service Center in Hamburg. Der Report werde so von den Regierungen eher akzeptiert. Zudem sei der Text am Ende für Laien verständlicher als vorher. "Doch die Forscher haben das letzte Wort", betont er. Sie könnten jeden Veränderungswunsch ablehnen, wenn er nicht mit dem Inhalt des Reports übereinstimme.

Zuletzt ist vorgesehen, dass die Regierungsvertreter den Report mit einer Abstimmung im Plenum verabschieden. "Durch dieses Verfahren erkennen die Regierungen die wissenschaftlichen Aussagen der IPCC-Berichte an", betont die Deutsche Koordinierungsstelle des IPCC. Die Berichte des Weltklimarates sind eine wichtige wissenschaftliche Basis für die politischen Klimaverhandlungen und somit auch für die nächste UN-Klimakonferenz im November im Warschau. Teil zwei und drei des aktuellen Reports sollen im März und April 2014 veröffentlicht werden.
 

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Schwacher Störungseinfluss von SW. 6/13°

Eine Störungszone liegt heute Sonntag stationär über Österreich und schwächt sich dabei ab. Auch am Nachmittag sind dabei unergiebige Niederschläge zu erwarten, am ehesten südlich des Alpenhauptkammes sowie im Südosten. Dicht bewölkt ist es dabei von Vorarlberg bis ins Waldviertel, hier regnet es nur selten. Sonnenfenster nach Südosten hin lassen Haufenwolken immer wieder aufquellen, mit nachfolgenden Schauern. Schneefallgrenzen zwischen 1200 und 1600m. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Nachmittagstemperaturen zwischen 7 und 16 Grad. Heute Nacht: Schwacher Störungseinfluss bringt auch während der kommenden Nacht vor allem alpennordseitig dichte Wolken und zwischen dem Tiroler Unterland und dem Waldviertel ein paar Regentropfen oder Schneeflocken oberhalb 1000m. Überall sonst ist es niederschlagsfrei bei veränderlicher Bewölkung. Im Donauraum bläst mäßiger Westwind. Tiefsttemperaturen zwischen 1 und 6 Grad.
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