09. Jänner 2024 | 12:00 Uhr

Halos_Header.png © X (Twitter) - Odette ter Braak

Naturschauspiel

Eisnebel-Halos verzaubern die Berglandschaft

Magische Lichtbögen und farbenfrohe Ringe um die Sonne sorgen für spektakuläre Anblicke. 

Skifahrer auf den Bergen erleben derzeit ein beinahe magisches Spektakel – bunte Ringe und leuchtende Lichtbögen, die die tief stehende Wintersonne, frostige Luft und Nebel zaubern. 

Halos_Bild1.png © foto-webcam.eu

Dieses beeindruckende Schauspiel ist im Skigebiet Damüls im Bregenzerwald zu bewundern. 

Ein Blick in die winterliche Magie am Himmel

Dieses Naturschauspiel, bekannt als Eisnebel-Halos, wurde kürzlich in beeindruckenden Bildern festgehalten. Lassen Sie sich von der faszinierenden Welt der Halos entführen.

Halos_Bild2.png © X (Twitter) - Odette ter Braak

Im Kleinwalsertal zeigt sich ein farbenprächtiger Bogen, der einem abgeschnittenen Regenbogen ähnelt.

Bunte Ringe und Lichtbögen um die Sonne

Ein spektakuläres Naturschauspiel, das am Montag viele in seinen Bann gezogen hat, sind die Eisnebel-Halos.

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Ein weiteres beeindruckendes Bild aus dem Kleinwalsertal.

In dünnen Wolkenschleiern und im eisigen Nebel entstehen rund um die Sonne farbenfrohe und leuchtende Lichtbögen, die nicht nur Skifahrer, sondern auch aufmerksame Beobachter in Staunen versetzen.

Die Magie der Halos

Diese faszinierenden Halos entstehen durch die Brechung und Reflexion des Sonnenlichts an Eiskristallen, insbesondere in hohen Cirrus-Wolken.

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In Oberstdorf in Deutschland hält sich der Nebel in den Tälern. Neben dem Halo glitzert im zarten Wolkenschleier eine sogenannte Untersonne, ein reiner Spiegelungshalo. 

Doch nicht nur dort zeigen sich diese Lichtphänomene – auch bei besonders niedrigen Temperaturen, in denen der Nebel aus feinsten Eiskristallen besteht, können beeindruckende Halo-Erscheinungen auftreten. Am Montag waren die Eisnebelschwaden auf den Bergen genau richtig, um dieses seltene Naturschauspiel zu ermöglichen.

Fang des Moments

Begeisterte Beobachter sowie Webcams haben diese seltenen Halo-Erscheinungen am Montag eingefangen und präsentieren beeindruckende Aufnahmen.

Halos_Bild5.png © foto-webcam.eu

Am Arlberg ist der 22°-Ring mit der Nebensonne gut erkennbar. 

Die eisige Kälte und die einzigartigen Bedingungen schufen den idealen Hintergrund für die Entstehung dieser faszinierenden Lichteffekte.

Vielfalt der Halos

Die Leuchtkraft und Form der Halos sind von der Anordnung und Ausrichtung der in der Luft schwebenden Eiskristalle abhängig. Aktuell sind rund 50 verschiedene Halo-Arten bekannt. Der häufigste unter ihnen ist der 22°-Ring, der als auffälliger Lichtring in einem Radius von 22° um die Sonne erscheint.

Halos_Bild6.png © foto-webcam.eu

Auch auf der Rudolfshütte in Salzburg zeigt sich der 22°-Ring mit der Untersonne.

Einzelne Halo-Typen können gleichzeitig auftreten, was die Vielfalt dieser faszinierenden Erscheinungen weiter betont.

Optimale Bedingungen in verschiedenen Regionen

Besonders gute Voraussetzungen für das Auftreten dieser Lichtphänomene herrschen derzeit in Deutschland, im Süden Skandinaviens sowie in weiten Teilen Osteuropas.

In der Nacht zum Montag fielen die Temperaturen, vor allem vom Baltikum bis nach Südrussland, auf unter minus 20 Grad, und schufen somit ideale Rahmenbedingungen für dieses seltene Naturereignis.

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Schnee und teils gefr. Regen, -10/+1°

Wolken einer Warmfront breiten sich nach und nach von Westen entlang der Alpennordseite auf den Norden und Osten Österreichs aus. Von Vorarlberg bis Oberösterreich regnet und schneit es bereits häufig. Auf den noch kalten Verkehrswegen besteht erhöhte Glatteisgefahr. Bis zum Abend breitet sich der Niederschlag zunächst in Form von Schnee langsam in Richtung östliches Flachland aus. Mit einer steigenden Schneefallgrenze von Westen steigt schließlich auch hier die Glatteisgefahr. Südlich des Alpenhauptkammes geht es hingegen weitgehend trocken mit dem Wetter bis zum Abend weiter. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost bis West bei Nachmittagstemperaturen zwischen minus 5 und plus 4 Grad, mit den höchsten Temperaturen im Westen. Heute Nacht: Eine Warmfront zieht in der Nacht auf Dienstag mit dichten Wolken und Niederschlag in Richtung Osten über Österreich. Von Westen geht der Niederschlag in tiefen Lagen allmählich in gefrierenden Regen über. Auf den kalten Fahrbahnen steigt die Glatteisgefahr deutlich. Bis zum Morgen lässt schließlich von Vorarlberg bis Oberösterreich der Niederschlag nach, die Wolken bleiben zunächst aber noch oft dicht. Aufgelockert bewölkt und trocken geht es hingegen südlich des Alpenhauptkammes durch die Nacht. Der Wind weht nur schwach. Die Temperaturen steigen bis zum Morgen auf minus 6 bis plus 5 Grad, am wärmsten ist es in höheren Lagen.
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