26. April 2012 | 07:33 Uhr

lawine_apa.jpg © APA

Traurige Bilanz

17 Lawinentote in der Wintersaison

29 Menschen auf Pisten gestorben. Weniger Unfälle durch schneereichen Winter.

In der Wintersaison 2011/12 sind in Österreich 17 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Das sind um neun weniger als im langjährigen Durchschnitt. Insgesamt wurden von der Polizei 134 Lawinenunfälle registriert, ungefähr so viele wie im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Im organisierten Skiraum sind in der Wintersaison 29 Menschen gestorben, um 21 weniger als in der Saison 2010/11. Das geht aus Zahlen des Kuratoriums für Alpine Sicherheit hervor.

Prinz Friso
Prominentestes Lawinenopfer war der niederländische Prinz Johann Friso, der am 17. Februar in Lech am Arlberg verschüttet wurde und seither im Wachkoma liegt. Die meisten Lawinentoten gab es in diesem Winter in Tirol, nämlich neun. In Salzburg und in der Steiermark wurden je drei Menschen getötet, in Vorarlberg und in Kärnten jeweils einer.

Notfälle

Die meisten der 29 Wintersportlicher, die auf Pisten den Tod fanden, starben nicht aufgrund eines Unfalls, sondern nach einem sogenannten internen Notfall wie zum Beispiel einem Herzinfarkt. 17 Menschen sind auf diese Weise ums Leben gekommen. In jeweils vier Fällen waren Stürze ohne Fremdverschulden oder der Aufprall auf ein Hindernis die Ursache tödlicher Verletzungen. Ein Skifahrer wurde auf einer Piste von einer Lawine getötet: Der Urlauber aus Schweden verunglückte am 15. Februar in Ischgl in Tirol. Zehn der 29 Menschen starben in Salzburg, acht in Tirol, sieben in Vorarlberg und vier in Kärnten. Die Mehrzahl waren Urlaubsgäste aus dem Ausland, zehn allein stammten aus Deutschland.

Weniger Tote auf Pisten

Im Vergleich zur Saison 2010/11 gab es einen massiven Rückgang bei Todesfällen auf Pisten. Damals waren im organisierten Skiraum 50 Menschen gestorben, im Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre sind es laut dem Kuratorium für Alpine Sicherheit 43. Die Gesamtzahl der von der Alpinpolizei erfassten Unfälle im organisierten Skiraum lag ebenfalls deutlich unter dem Sieben-Jahres-Durchschnitt von 3.626: 2.918 waren es in der abgelaufenen Saison nach 4.108 im Winter 2010/11.

Schneereicher Winter
Die Fachleute führen den Rückgang unter anderem auf den schneereichen Winter zurück, der relativ spät begonnen hat: "Im organisierten Skiraum wirkte sich der reichlich vorhandene Naturschnee positiv aus", erklärte der Präsident des Kuratoriums, Karl Gabl. Mehr "weiße Pracht" bedeutet unter anderem größere Sturzräume - über den Pistenrand hinaus - und weniger "aggressiven" Kunstschnee.

Einen Einfluss hat möglicherweise auch das zunehmende Sicherheitsbewusstsein der Wintersportler. "Die Helmmoral steigt seit Jahren. Der Großteil ist heute auf Skipisten mit Helm unterwegs. Wintersportler ohne Helm sind in vielen Skigebieten heute bereits eher eine Ausnahme", erklärte Hans Ebner, der Leiter der Alpinpolizei.

Ende April ist die Lawinengefahr allerdings noch nicht ausgestanden: In den Bergen liege noch jede Menge Schnee, warnte Hanno Bilek vom Kuratorium. Weitere Unfälle seien daher nicht auszuschließen.
 

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Im O nebelig, sonst sonniger, -4/4°

Im Norden, Osten und Südosten muss auch am Nachmittag mit trübem Wetter gerechnet werden. Stellenweise kann aus der Nebeldecke auch ein wenig Nieselregen oder Schneegriesel fallen. Außerhalb der Nebelgebiete überwiegt der Sonnenschein, es ziehen nur wenige harmlose Wolkenfelder durch. Der Wind weht schwach aus Ost bis Süd. Die Tageshöchsttemperaturen liegen in den Nebelregionen nur zwischen minus 2 und plus 2 Grad, bei Sonnenschein hingegen zwischen plus 3 und knapp 10 Grad. Heute Nacht: In der Nacht sind in den Niederungen meist Nebel und Hochnebel wetterbestimmend und gebietsweise fällt Nieselregen oder Schneegriesel aus der Nebelschicht. Auf unterkühlten Böden besteht lokal Glättegefahr. Abseits der Nebelzonen ist es hingegen meist gering bewölkt, nur im äußersten Westen gibt es zeitweise Wolken. Der Wind legt im Osten zu und weht dann gebietsweise mäßig aus Südost, sonst eher schwach. Tiefsttemperaturen minus 8 bis plus 2 Grad.
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