13. April 2023 | 21:35 Uhr

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Wintereinbruch

Ein Meter Schnee und Starkregen

Seit der Frühling offiziell begann, wird es immer kühler. Jetzt wird es richtig nass. Dabei gab es in wenigen Tagen mehr Regen und Schnee als im ganzen April.

Wien. Starker Gegensatz: In den heimischen Freibädern werden die Pools geputzt, während es großflächig schneit und stürmt.

In Zwettl (NÖ) wurden gestern minus 2,5 Grad gemessen. In Dellach im Drautal (K) regnete es 37,7 Liter pro Quadratmeter. Doch das war erst der Anfang: Bis zu 70 Liter sollen es werden. Viele Regionen bekommen jetzt mehr Regen ab als sonst im gesamten Monat April.

Wir erleben gerade einen richtigen Wintereinbruch: Die Österreichische Unwetterzentrale sagt für das Wochenende insgesamt einen Meter Neuschnee etwa in den Hohen Tauern voraus. ÖSTERREICH-Reporter Mike Vogl war gestern in Obertauern (S). Dort waren die Räumungsdienste im Dauereinsatz, für Lkw ab 3,5 Tonnen galt Kettenpflicht.

Todescrash. Einen ersten Todesfall forderte das Extrem-Wetter gestern in Tirol. Ein Lenker (22) verlor auf einer nassen Straße in Kitzbühel die Kontrolle über sein Fahrzeug, krachte frontal in das Auto einer 29-Jährigen. Die Frau starb noch an der Unfallstelle. Achtung an alle Autofahrer: Auch am Brenner, auf der Tauernautobahn etc. ist mit winterlichen Fahrverhältnissen zu rechnen. Nur zur Erinnerung: Seit 25 Tagen ist angeblich Frühling.

Chance. Die Landwirte freuen sich jedenfalls über den Niederschlag, die starke Trockenphase ist beendet. Klimaforscher Alexander Orlik von der Geosphere Austria sieht auch Chancen, den historischen Tiefstand des Neusiedler Sees zu beenden: „Zumindest wird der Pegel in den nächsten ein, zwei Wochen nicht absinken.“ 

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Erst sonnig, von NW gewittrige Schauer, 9/18°

Am Nachmittag bringt eine Kaltfront von Westen her immer öfter Regenschauer und Gewitter, schließlich auch im zunächst noch sonnigeren Osten und Süden. Mit der Störungszone frischt lebhafter bis kräftiger Westwind auf. Tageshöchsttemperaturen von West nach Ost 15 bis 24 Grad. Heute Nacht: In der Nacht zieht die Kaltfront bald ostwärts ab und letzte Regenschauer und Gewitter, vor allem entlang der Alpennordseite sowie auch im Osten und Südosten klingen allmählich ab. Die Schneefallgrenze sinkt auf 1200 bis 1500m Seehöhe. Im Bergland halten sich Restwolken eher hartnäckig, sonst lockert es später mehr und mehr auf. Der Wind bläst im Osten noch mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest, sonst lässt er deutlich nach. Tiefsttemperaturen 1 bis 9 Grad.
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