Mittwoch, 16. April 2014
Unwetter
02. Oktober 2013 19:31

Leichtes Erdbeben in Wien

Leichtes Erdbeben in Wien

Erderschütterungen in der Bundeshauptstadt.

„Ich bin im Wohnzimmer gesessen. Auf einmal war da ein Rütteln. Die Sachen auf meinem Klavier haben gewackelt und meine Katzen sind ängstlich runtergesprungen.“ So wie ÖSTERREICH-Leserin Gertrude Macho aus Maria Enzersdorf erlebten gestern Abend Zehntausende Wiener und Niederösterreicher das zweite Erdbeben in nur zwölf Tagen.

Es war um exakt 19.17 Uhr, als die Messgeräte der Zen­tralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) anschlugen. Die Forscher hätten ihre sensiblen Geräte aber gar nicht gebraucht: „Das Beben war bei uns in der Zentrale auf der Hohen Warte deutlich zu spüren“, berichtet eine Meteorologin im ÖSTERREICH-Gespräch.

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Foto: ZAMG

Unterirdisch. So wie bereits am 20. September, als ein Beben der Stärke 4,3 das südliche Niederösterreich und Wien erschütterte, lag auch dieses Mal das Epizentrum bei Ebreichsdorf und zehn Kilometer unter der Erde. Die Stärke betrug dieses Mal 4,2. „Bei dieser Magnitude sind nur ganz geringe Bauschäden zu erwarten“, so ZAMG-Erdbeben-Experte Wolfgang Lenhard. Bereits am Morgen hatte es zwei leichte Beben mit 2,0 und 2,1 gegeben. Am Abend kam es dann um 21.42 Uhr zu einem weiteren Nachbeben der Stärke 2,9.

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Foto: ZAMG

Beben-Zone. Das südliche Wiener Becken ist als Erdbeben-Herd bekannt. „Der Grund liegt in der horizontalen Verschiebung der Erdkruste entlang der Mur-Mürz-Furche“, erklärt Erdbeben-Expertin Christiane Freudenthaler. Erdbeben dieser Stärke ereignen sich üblicherweise alle zehn Jahre. Warum es nun innerhalb von nur zwei Wochen zwei Mal bebte, wissen selbst die Expsüdliche Wiener Becken ist als Erdbeben-Herd bekannt. „Der Grund liegt in der horizontalen Verschiebung der Erdkruste entlang der Mur-Mürz-Furche“, erklärt Erdbeben-Expertin Christiane Freudenthaler. Erdbeben dieser Stärke ereignen sich üblicherweise alle zehn Jahre. Warum es nun innerhalb von nur zwei Wochen zwei Mal bebte, wissen selbst die Experten nicht.

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Aufzeichnung der ZAMG, Foto: ZAMG

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Warum bebt die Erde immer im Süden von Wien?

ÖSTERREICH: Sind im Raum Wien und NÖ weitere Beben zu erwarten?
Wolfgang Lenhard: Es sind in den nächsten Tagen leichte Erdbeben zu erwarten. Das hatten wir auch beim letzten Erdbeben vom 20. September.

ÖSTERREICH: Wie gefährlich war das aktuelle Beben?
Lenhard: Bei Erdbeben dieser Magnitude sind ganz geringe Bauschäden zu erwarten. Das heißt Haarrisse im Verputz. Zu mehr reicht die Energie nicht. Das Beben war in einer Tiefe von etwa 10 Kilometern.

ÖSTERREICH: War das ein letztes Nachbeben oder ein eigenständiges, neues Beben?
Lenhard: Das war ein eigenständiges Beben. Die Nachbeben-Tätigkeit nach dem Beben vom 20. September ist abgeklungen. Und jetzt hat sich das wieder aufgebaut. Wir haben uns am Nachmittag die beiden leichten Erdbeben von der Früh angeschaut und sind zu dem Schluss gekommen, das sieht aus wie ein Schwarm.

ÖSTERREICH: Warum bebte die Erde zweimal innerhalb von so kurzer Zeit im Süden von Wien?
Lenhard: Das ist ein Epizentrum mit einer langen Geschichte. Es kommt dort im Abstand von 10 bis 20 Jahren immer wieder zu Erd­beben.

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