14. April 2016 | 09:23 Uhr

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Epidemie

Nachweis: Zika-Virus löst Schädelfehlbildung aus

Schwangere sollten möglichst nicht in Gegenden mit Zika reisen.

Zika-Viren schaden Ungeborenen und lösen die Schädelfehlbildung Mikrozephalie aus: Den Nachweis dafür hat die US-Gesundheitsbehörde CDC nun vorgelegt. Der Zusammenhang war seit Monaten vermutet worden, einen Beweis gab es aber bisher nicht. Das tropische Virus hat sich in den vergangenen Monaten rasend schnell vor allem in Lateinamerika ausgebreitet.

Mikrozephalie führt häufig zu Entwicklungsverzögerungen und geistigen Beeinträchtigungen. Erst am 12. April hatte die CDC in Washington erklärt, das Virus sei viel gefährlicher als bisher angenommen.

CDC-Direktor Tom Frieden sagte nun, der Beweis des Zusammenhangs sei ein Wendepunkt im Kampf gegen Zika. Es blieben dennoch viele Fragen offen. Vor allem: Wie häufig löst eine Ansteckung mit dem Virus tatsächlich Mikrozephalie aus? Die US-Experten wiesen darauf hin, dass auch der Nachweis nicht bedeute, dass jede einzelne Zika-Infektion Ungeborenen tatsächlich schade. Frieden betonte: "Wie man während des jüngsten Ausbruchs von Zika sehen konnte, haben einige infizierte Frauen Kinder zur Welt gebracht, die gesund zu sein scheinen."

Die Ergebnisse der CDC-Forscher wurden im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht. Der Bericht beschreibt, dass es nicht den einen Beweis für den Zusammenhang gebe, sondern vielmehr eine Kette aus Beweisen verschiedener Studien sowie lange Untersuchungen dazu geführt hätten. Weitere Forschungen seien trotzdem dringend nötig.

Bestimmte Gegenden meiden
Schwangere sollten möglichst nicht in Gegenden mit Zika reisen. Wenn sie in einem Zika-Gebiet sind, sollten sie Moskitostichen unbedingt vorbeugen. Außerdem, so die CDC, sollten alle Paare in Zika-Gebieten eine sexuelle Übertragung mit geeigneten Mitteln verhindern.

Brasilien ist bisher mit Abstand am stärksten betroffen vom Zika-Virus, das in rund 50 Ländern aufgetaucht ist. Die Zahl der Infektionen wird allein dort auf über eine Million geschätzt. Die Zahl der bestätigten Mikrozephalie-Fälle ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 1113 gestiegen, in 189 Fällen konnte das Zika-Virus bei den Müttern nachgewiesen werden. Auch brasilianische Forscher hatten zuletzt Alarm geschlagen, dass Zika gefährlicher als vermutet sein könnte.

So sagte der Zika-Forscher Stevens Rehen vom Instituto D'Or der Deutschen Presse-Agentur in Rio de Janeiro, es könne nicht nur bei Embryonen, sondern auch nach der Geburt Effekte durch Zika geben. So könne durch die Schädigung von Nervenzellen Hör- und Sehverlust eintreten. Er verweist zudem auf den auffälligen Anstieg des Guillain-Barré-Syndroms (GBS) in der Region. Die Lähmungskrankheit kann zum Tod führen.

Bisher gibt es keinen Impfstoff
Hauptüberträger des Virus ist die Gelbfiebermücke Aedes Aegypti. Die Art, die auch Dengue überträgt, ist auf 80 Prozent der Landesfläche Brasiliens aktiv, Zehntausende Soldaten beteiligen sich an der Eliminierung von Brutplätzen. In rund 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion aber so glimpflich, dass Betroffene diese gar nicht bemerken - Symptome sind Hautrötungen, Kopf- und Gliederschmerzen. Bisher gibt es keinen Impfstoff.

Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5.-21. August) betonen, die Moskitos seien im südamerikanischen Winter kaum aktiv und die Zika-Gefahr daher gering. Bisher verläuft der Ticketverkauf insgesamt sehr schleppend - befürchtet wird, dass vor allem weniger Touristen aus dem Ausland kommen könnten.

Im Bundesstaat Rio de Janeiro gibt es seit Beginn der systematischen Erfassung im Oktober 35 bestätigte Fälle von Schädelfehlbildungen - als Definition hierfür gilt ein Kopfumfang von 32 Zentimetern und weniger.
 

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Sonnig, im Osten auch Wolken, 6/19°

Eine Störungszone sorgt für dichte Wolkenfelder und Regenschauer, vor allem zwischen dem Tiroler Unterland und dem Mariazellerland. Die Schneefallgrenze kann zeitweise auf rund 2000m Seehöhe absinken. Sonnige Himmelsabschnitte sind im Südwesten und Westen möglich. Zudem lockert die Wolkendecke zunächst in Ober- und Niederösterreich, später auch in den übrigen Regionen nach und nach auf. Dabei kommt auch wieder die Sonne hervor. Es ist aber weiterhin mit Regenschauern und mitunter auch Gewittern zu rechnen. Der Wind bläst vielerorts mäßig bis lebhaft, in höheren Lagen auch kräftig, aus West bis Nordwest. Im Süden und Südosten bleibt es dagegen nur schwach windig. Die Nachmittagstemperaturen liegen zwischen 13 und 23 Grad, mit den höchsten Werten im Süden und in Vorarlberg. Heute Nacht: In den Abendstunden klingen die Schauer abseits der Berge weitgehend ab und auch die Wolkendecke lockert hier weitgehend auf. In den Bergen halten sich die Wolken noch länger und es kann auch noch bis in die Nacht hinein zu Regenschauern kommen. Erst in der zweiten Nachthälfte lockert es auch hier meist auf. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Bergland teils noch lebhaft aus Nordwest. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 1 und 10 Grad.
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