14. Februar 2017 | 06:35 Uhr

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Wetter-Trend

War's das mit dem Winter?

Mittelfrist-Prognose: Kein Kaltlufteinbruch in Sicht - aber: Neuschnee im Bergland.

Bisher hat uns das Jahr 2017 nicht gerade verwöhnt. Nach dem kältesten Jänner seit 30 Jahren setzte sich im Februar der Frost vor allem im Norden und Osten fest. Im Inn-, Wald-, Weinviertel, in Wien, im Burgenland und im Grazer Becken war es bisher um etwa 2°C kälter als im langjährigen Schnitt.

In dieser Woche lässt sich allerdings erstmals ein Hauch von Frühling erahnen. Auch im Osten zieht nun deutlich mildere und trockene Luft ein. Verantwortlich dafür ist die Großwetterlage: Das mächtige Hochdruckgebiet „Erika“ reicht von Skandinavien bis zum Schwarzen Meer. „Erika“ hält das westlich vor Frankreich liegende Tiefdruckgebiet „Pierre“ vom Alpenraum fern. Im Lauf der Woche setzt sich „Erika“ zunehmend über Mitteleuropa fest und sorgt für einen ersten Anlauf des Frühlings. >> Detailprognose für diese Woche

Wie geht's weiter?
War's das mit dem Winter für heuer? Oder kommen Schnee und Kälte noch einmal zurück? Rein meteorologisch gesehen ist der Winter noch lange nicht zu Ende, und auch noch im März oder April kann es Frost und Schnee bis ins Flachland geben. Im Vorjahr sorgte ein später Wintereinbruch Ende April für schwere Schäden an heimischen Obst- und Weinkulturen.

Bis Freitag bleibt es beim ruhigen Hochdruckwetter über Österreich, zum Wochenende stellt sich die Lage aber um und mit zunehmender Westwinddrift kann sich wechselhaftes, unbeständiges Wetter etablieren.

Trend bis Ende Februar
Die aktuellen Modellrechnungen gehen von einer windigen bis stürmischen Nordwest- bzw. Westlage aus. Dabei ist ab etwa 600 bis 1.000 Meter Höhe auch mit Neuschnee-Zuwachs zu rechnen. Im Flachland sollte es aber bei Regen bleiben, denn ein richtiger Kaltlufteinbruch ist nicht in Sicht und die Tageshöchsttemperaturen pendeln zwischen 4°C und 12°C, in der Nacht sinken die Tiefstwerte auf -4°C bis +4°C.

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Trüb, Schnee und Regen, im Süden Sonne. 0/8°

Störungseinfluss sorgt bis zum Abend für zahlreiche dichte Wolken. Vor allem im Westen und Norden regnet und schneit es bei einer Schneefallgrenze zwischen 400 und 700m Seehöhe anfangs noch häufig. Im Laufe des Nachmittags ziehen sich die Niederschläge jedoch zunehmend an den Alpennordrand zurück. Chancen auf Sonnenschein bleiben aber gering. Wetterbegünstigt ist nur der Süden. Hier geht es weitgehend trocken mit dem Wetter weiter und die Sonne zeigt sich noch öfters. Der Wind bläst im Osten und am Alpenostrand lebhaft bis kräftig, in exponierten Lagen auch teils stürmisch aus Nordwest. Die Nachmittagstemperaturen liegen zwischen 3 und 11 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Montag ist es südlich des Alpenhauptkammes sowie im Südosten aufgelockert bewölkt und trocken. Weiter im Norden und Osten startet die Nacht hingegen mit deutlich mehr Wolken. Vor allem im Westen aber auch entlang der Nordalpen in Richtung Osten bis ins Mostviertel regnet und schneit es bei einer Schneefallgrenze zwischen 400 und 800m Seehöhe noch häufig. Bis zum Morgen lockert schließlich vor allem in Niederösterreich in Wien sowie in der Steiermark die Bewölkung vorübergehend auf. Der Wind aus West bis Nord weht mäßig, in den Föhntälern im Süden, im Wiener Becken und am Alpenostrand auch lebhaft. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen minus 3 und plus 6 Grad.
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