03. Dezember 2023 | 07:09 Uhr

 Kräfte der Feuerwehr auf der A21 in Niederösterreich am Samstag © APA/BFKDO BADEN

Aktuelle Lage

Verwüstung nach Schnee-Chaos – jetzt wird es bitterkalt

Mit dem abklingenden Schneefall hat sich auch die Lage auf den Straßen in Österreich in der Nacht auf Sonntag wieder etwas beruhigt. Doch im Bahnverkehr gibt es noch immer zahlreiche Behinderungen, dazu herrscht hohe Lawinengefahr. Und: Es wird sehr, sehr kalt.

Wegen umgestürzter Bäume waren in der Früh aber noch zahlreiche Straßensperren in Kraft, so etwa auf der B154, im Bereich der Grenze zwischen Salzburg und Oberösterreich, oder der A12 im Raum Innsbruck. Der Zugverkehr wird laut ÖBB noch länger beeinträchtigt sein. Es wird empfohlen, nicht dringende Reisen zu verschieben.

Vom ÖAMTC hieß es auf APA-Anfrage, es gebe zahllose Sperren in ganz Österreich wegen Unwetterschäden, dazu Kettenpflichten. Das Unfallgeschehen über die Nacht sei jedoch im Normbereich gewesen. Es sei vielfach zu Defekten gekommen, für die Witterung schlecht ausgerüstete Fahrzeuge seien unterwegs hängengeblieben. Die Wiener Außenring Autobahn A21, die am Samstag stundenlang in beiden Richtungen gesperrt war, ist mittlerweile wieder für den Verkehr freigegeben.

Kräfte der Feuerwehr Deutschlandsberg im Einsatz bei einem wetterbedingten Verkehrsunfall © APA/BFVD DEUTSCHLANDSBERG

Trotz entspannterer Wetterlage auch in Bayern fuhren am frühen Sonntag weiterhin keine Züge am Münchner Hauptbahnhof. Von Österreich konnte man via Bahn nicht in die bayerische Landeshauptstadt reisen. Abschnittsweise gesperrt war zudem die Ennstalstrecke bei Schladming. Der Münchner Flughafen nahm unterdessen um 06.00 Uhr planmäßig den Flugbetrieb wieder auf, teilte der Airport auf seiner Website mit. Es werde aber "weiterhin Einschränkungen im Luftverkehr" geben.

Tiefwinterliche Fahrbahnverhältnisse auf den Strassen bei Kaprun © APA/EXPA/ STEFANIE OBERHAUSER

Weiterer Neuschnee soll in weiten Teilen von Österreich am Sonntag ausbleiben, nur vereinzelt sollen in den nächsten Stunden vor allem in Niederösterreich und der Steiermark Flocken fallen. Doch es wird sehr kalt: Die Meteorologen rechnen im Laufe der Abend- und Nachtstunden mit gebietsweisen Tiefstwerten um minus 15 Grad. Auch am Montag und Dienstag bleibt es weiter kalt. Mit Glatteis ist zu rechnen, in den Kammlagen gilt außerdem erhöhte Lawinengefahr.