09. Dezember 2020 | 08:43 Uhr

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Rekord-Schnee

Verkehrs-Chaos und Stromausfälle in Kärnten

Straßen wegen umgestürzter Bäume gesperrt, Schulen geschlossen - 4.000 Haushalte ohne Strom

Hatte der Schnee bis Dienstag Oberkärnten fest im Griff, so hat es Mittwochfrüh auch in weiteren Teilen Kärntens Probleme gegeben. Laut Polizeiangaben waren zahlreiche Straßen gesperrt - entweder wegen Lawinengefahr oder wegen umgestürzter Bäume. Die Stadt Villach sperrte alle Parkanlagen und Friedhöfe, in Oberkärnten blieben Schulen geschlossen. 4.000 Haushalte waren Mittwochfrüh ohne Strom.
 
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"Vollkommen verändertes Bild"

Im Vergleich zu den vergangenen Tagen, als vor allem Oberkärnten von Stromausfällen betroffen war, zeigte sich am Mittwoch ein "vollkommen verändertes Bild", wie Kelag-Sprecher Josef Stocker auf APA-Anfrage sagte: "Wir verzeichnen Störungen in den Bezirken Villach-Land, Feldkirchen, St. Veit an der Glan und Klagenfurt-Land sowie noch einige in Oberkärnten." Die Lage sei "dynamisch", jüngst seien Störungen dazugekommen und es war auch nicht ausschließen, dass noch weitere folgen werden. An der Behebung der Schäden wurde mit Hochdruck gearbeitet, kärntenweit standen 160 Monteure im Einsatz.
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Bereits in der Nacht auf Mittwoch mussten die Feuerwehren zu einigen Einsätzen wegen starker Schneefälle ausrücken. Im Gemeindegebiet von Moosburg (Bezirk Klagenfurt-Land) stürzte eine 20 Meter hohe Tanne über eine Landesstraße und auf eine Stromleitung, die teilweise abriss. In der Früh noch gesperrt war die B83 in Krumpendorf (Bezirk Klagenfurt-Land): Hier war ein Baum umgestürzt, weitere drohten unter der Schneelast zusammenzubrechen.
 

Straßensperren

In Ferndorf (Bezirk Villach-Land) fiel in der Nacht ein Baum mit dem Wipfel auf ein Wohnhaus, er sollte bei Tageslicht entfernt werden. Die Landesstraße am Vorfallsort wurde komplett gesperrt. Ein Einfamilienhaus wurde in Spittal an der Drau von einem umstürzenden Baum getroffen, durch den Stamm mit einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern entstand Sachschaden. Weil weitere Bäume umzustürzen drohten, mussten vier Bewohner vorübergehend ihre Häuser verlassen. Die Feuerwehr Spittal befreite die Bäume von der Schneelast.
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Wegen des Schneefalls kam es auch zu Verkehrsunfällen: In Köttmannsdorf (Bezirk Klagenfurt-Land) stürzte ein Baum auf eine Landesstraße. Ein 19-jähriger Klagenfurter schaffte es wegen der Schneefahrbahn nicht rechtzeitig anzuhalten und stieß gegen den Stamm. Er blieb unverletzt, das Fahrzeug wurde aber schwer beschädigt. In St. Urban (Bezirk Feldkirchen) kam eine 59-jährige Frau mit ihrem Auto von der glatten Fahrbahn ab und stürzte in ein Bachbett. Sie und ihre 74-jährige Beifahrerin wurden verletzt ins Klinikum Klagenfurt gebracht. Verletzt wurde auch ein 66-jähriger Autolenker bei Ferlach (Bezirk Klagenfurt-Land): Weil ein 18-jähriger Pkw-Fahrer einem anderen Auto ausgewichen war, geriet er ins Schleudern und prallte gegen das entgegenkommenden Auto des 66-Jährigen.
 
Gesperrt waren in der Früh die Loiblpassstraße, die Wurzenpassstraße, die Straße über den Gailbergsattel und die Gurktalstraße wegen umgestürzter Bäume. Wegen Lawinengefahr gesperrt war der Plöckenpass, die B90 auf das Nassfeld sowie weiterhin die Straße ins Lesachtal.

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Sonnig, Nebel, im W mehr Wolken, 6/15°

Die zuvor noch für den Westen wetterbestimmende Störung zieht sich nach Westeuropa zurück, damit steigt der Luftdruck im Ostalpenraum allgemein an. In manchen Becken und Tälern gibt es zunächst Nebel- und Hochnebelfelder, die sich zum Teil erst um die Mittagszeit lichten. Abseits und nach Auflösung des Nebels ist es überwiegend sonnig, es zeigen sich oft nur dünne hohe Wolkenfelder am Himmel. Ganz im Westen kann die vorherrschende südliche Strömung aber verstärkt Wolken an die Alpensüdseite drücken. Dazu kommt über den Bergen im Westen teils föhniger Südwind auf. Ansonsten weht der Wind meist schwach bis mäßig, im westlichen Donauraum abschnittsweise lebhaft aus östlichen Richtungen. Die Temperatur erreicht Höchstwerte meist zwischen 11 und 20 Grad.
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