29. Oktober 2017 | 11:19 Uhr

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"Zu Hause bleiben"

Über 800 zusätzliche Einsätze für Wiener Feuerwehr

Bäume, Äste, Dachteile, Baustellen, umgestürzte Plakatwände.

Laut ORF rückte die Feuerwehr schon in der Nacht zu mehr als 100 kleineren Einsätzen aus, im Laufe des Tages waren es dann mehr als 800. „Es wurden laufend mehr, da viele Schäden erst nach und nach bemerkt wurden“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Wienerinnen und Wiener sollten unnötige Wege und Fahrten möglichst vermeiden und zu Hause bleiben, riet die Feuerwehr.

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Bisher ist allerdings glücklicherweise kein Großeinsatz dabei gewesen. "Wir haben bisher keine Informationen zu Verletzten erhalten", sagte der Feuerwehrsprecher. Die Einsätze waren typisch für Stürme: umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, Dachteile, abgetragene Rauchfänge, ungesicherte Teile auf Baustellen oder umgestürzte Plakatwände.

Die Wiener Berufsfeuerwehr hat am Sonntag zusätzliche Mannschaften zusammengezogen. Auch die beiden Freiwilligen Feuerwehren Breitenlee und Süßenbrunn waren im Einsatz, ebenso der Katastrophenhilfsdienst. "Wir haben auch noch Reserven für Brände und andere Ereignisse", erläuterte Schimpf.

Er ging davon aus, dass das Einsatzaufkommen den ganzen Tag hoch bleiben wird. "Bis 11.00 Uhr erwarten wir eine weitere Steigerung der Einsätze, dann sollte es sich etwas beruhigen. Gegen 16.00 Uhr ist dann noch einmal eine Verstärkung des Sturms prognostiziert", sagte der Feuerwehrsprecher. "Ich kann nur raten: zuhause bleiben, wenn man nicht hinaus muss."

Die Wiener Linien waren am Rande ebenfalls von den Sturmeinsätzen der Feuerwehr betroffen. "Immer wieder werden wir umgeleitet, wenn es einen Feuerwehreinsatz gibt. Dazu kommen Äste auf den Gleisen und Ähnliches. Große Behinderungen hatten wir bisher aber glücklicherweise nicht", sagte Wiener Linien-Sprecher Daniel Amann zur APA.

Am Wiener Flughafen Schwechat kam es aufgrund des Sturms zu vereinzelten Verzögerungen, sagte Sprecher Peter Kleemann. Auch bei der Bodenabfertigung gab es gewisse Einschränkungen. AUA-Sprecher Peter Thier sprach von schwierigen Wetterbedingungen, die "zahlreiche Verspätungen" zur Folge hatten. Da wahrscheinlich einige Verzögerungen schlussendlich zu Flugausfällen führen werden, rät Thier den Passagieren, sich auf der Flughafen-Homepage über den Stand der Dinge zu informieren. Bis zum Vormittag mussten zwei Flüge gecancelt werden.

Auch alle größeren Friedhöfe in Wien blieben wegen des Sturms am Sonntag geschlossen. So wurden etwa der Zentralfriedhof, der Neustifter Friedhof, der Meidlinger Friedhof sowie der Süd-West-Friedhof gesperrt, teilte der Pressesprecher der Bestattung und Friedhöfe Wien, Florian Keusch, in der Früh der APA mit.

"Bei allen anderen Friedhöfen bitten wir die Besucher wegen des Sturms besondere Vorsicht walten zu lassen", betonte Keusch. In Wien gibt es insgesamt 46 Friedhöfe.

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Schwacher Störungseinfluss sorgt am Donnerstag für unbeständiges Wetter. Wiederholt ziehen Wolken mit Regenschauern durch, regionale Gewitter bleiben die Ausnahme. Die meisten Regenschauer sind nördlich des Alpenhauptkamms zu erwarten und die Schneefallgrenze sinkt vorübergehend auf Lagen um 2000m Seehöhe ab. Überwiegend trocken bleibt es nur im Süden. Landesweit scheint zwischen den durchziehenden Wolken aber auch immer wieder länger die Sonne, vor allem am Nachmittag. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West bis Nord, nur im Süden bleibt es überwiegend windschwach. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 14 bis 22 Grad an.
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