29. November 2015 | 11:48 Uhr

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Starker Wind

Sturm hält Osten Österreichs in Atem

Ein Orkan hält Ostösterreich seit Sonntagnacht in Atem. Auch heute droht Zerstörung.

Abgedeckte Dächer, schwere Autounfälle und umgeknickte Bäume: Mehr als 1.000 Feuerwehrleute sind in Ostösterreich im Einsatz gegen Sturmtief „Nils“. Der Orkan fegt seit Sonntagnacht über das Land, hinterlässt Verwüstung.

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Diese extremen Wetter­launen kommen pünktlich zur Pariser Klimakonferenz: erst ein Wintereinbruch mit bis zu einem halben Meter Schnee, jetzt wieder eine Warmluft-Watsche mit bis zu 17 Grad und Orkan mit gefährlichen Böen.

161 km/h am Feuerkogel, in Wiener Neustadt 130!
Spitzenwert: 161,6 km/ h am Feuerkogel (OÖ). Aber auch das Flachland ist betroffen: In Wiener Neustadt wurden 130 km/h gemessen, in Unterlaa bei Wien 126 km/h, im Wiener Stadtzentrum ­immer noch 100 km/h. „Wir müssen im Minutentakt ausrücken“, erklärte Feuerwehrsprecher Franz Resperger.

 

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Die Orkan-Hotspots:

  • Mödling, NÖ
    Der Sturm deckte das Dach eines sechsstöckigen Wohnhauses ab. Blechtrümmer schlugen bei einem Kindergarten ein. Er wurde vorerst geschlossen.
  • Pettenbach, OÖ
    Die Lenkerin eines Škodas verlor wegen einer Böe die Kontrolle und raste über eine Böschung. Dann hob der Wagen ab und crashte durch einen Kinderspielplatz.
  • Schwechat, NÖ
    300 Passagiere einer Air-China-Maschine saßen nach ihrer Landung eine Stunde lang auf dem Rollfeld des Flughafens fest. Der Jet konnte nicht andocken.
  • Guntramsdorf, NÖ
    Montagfrüh warf der Orkan einen Lkw auf der A 2 Südautobahn um. Der Transporter hatte einen Swimmingpool aufrecht geladen, der wie ein ­Segel im Wind wirkte. Zwei weitere Lkws kippten – Autofahrer verloren eine Stunde.
  • Wien
    In Favoriten drohte sich ein Baugerüst von der Wand zu lösen. Die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres. Der Burggarten und der Weihnachtsmarkt Am Hof wurden geschlossen, auf den Autobahnen galt Tempo 80.
  • Wiener Neustadt, NÖ
    Chaos am Flugplatz Ost: Der Wind erfasste geparkte Flugzeuge. Eines wurde wie Spielzeug aufs Dach gedreht.

 

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Auch Dienstag Sturm
Am Dienstag geht es mit Windspitzen über 100 km/ h im Osten stürmisch weiter. Erst am Mittwoch beruhigt sich das Wetter, es wird sonnig.

(küe)

Der LIVE-Ticker zum Nachlesen

17:20 Uhr: 92 km/h in Lilienfeld
Weiterhin bläst der Wind vor allem in Niederösterreich kräftig. Die stärksten Windböen werden derzeit in Lilienfeld (92 km/h) und Schwechat (86 km/h) gemessen.

17:00 Uhr: Im Gegensatz zu letzter Woche ist es heute ungeöhnlich warm. In Kleinzicken im Burgenland werden etwas aktuell 15,4 Grad gemessen.

16:40 Uhr: Nicht nur in Österreich führte der Sturm zu schweren Schäden. AUch über Bayern fegte der Wind hinweg.

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16:10 Uhr: Wind lässt nicht nach
Weiterhin starker WInd im Osten Österreichs. In Wien werden aktuell immer noch Windspitzen von 87 km/h gemessen.

15:45 Uhr: Wie das aktuelle Niederschlags-Radar zeigt, zieht gerade eine Regenfront über Ost-Österreich.

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Per Klick auf die Grafik gelangen Sie zur interaktiven Version der Karte

15:25 Uhr: So geht es morgen weiter
Insgesamt überwiegt die starke Bewölkung und es regnet zeitweise, am meisten alpennordseitig zwischen dem Bregenzerwald und dem Waldviertel. Die Schneefallgrenze steigt weiter bis auf etwa 1400 bis 2000m. Alpensüdseitig und im Südosten bleibt es zumindest während der ersten Tageshälfte veränderlich bewölkt und trocken. Der Westwind bläst vor allem im Donauraum und am Alpenostrand anhaltend stürmisch, alpensüdseitig ist es auch föhnig. Frühtemperaturen je nach Wind zwischen minus 1 und plus 11 Grad, Tageshöchsttemperaturen 7 bis 13 Grad.

15:00 Uhr: Auch im Burgenland bläst weiterhin starker WInd. In Podersdorf etwa werden aktuell Windspitzen von 75 km/h gemessen.

14:40 Uhr: Zusätzlich zum Wind hat nun auch teils kräftiger Regen eingesetzt. Schauer gibt es derzeit etwa in Wien, Krems oder Linz.

14:20 Uhr: Noch immer bläst der Wind äußerst kräftig. In Wien werden aktuell WIndspitzen von 83 km/h gemessen, in Jauerling in Niederösterreich sind es sogar noch 103 km/h.

14:10 Uhr: Einsätze in Wiener Neustadt dauern an
In Wiener Neustadt dauerten die Sturmeinsätze der Feuerwehr auch am Montagnachmittag noch an. 69 im Bezirk, davon 45 in der Stadt, wurden laut einer Aussendung vorerst gezählt.

Zudem musste die FF Wiener Neustadt auch einer Mutter zu Hilfe eilen, die von ihrem Kind auf dem Balkon ausgesperrt worden war. Die Einsatzkräfte rückten an und öffneten von außen die gekippte Balkontür.
 

13:30 Uhr: Es scheint als haben wir das Schlimmste bereits überstanden - zumindest für den Montag

Laut Meteorologen werden in Nieder- und Oberösterreich bis zum Nachmittag nur mehr Böen von 70 bis 100 km/h, abends 50 bis 70 km/h erwartet. Doch bereits in der zweiten Nachthälfte wird es nochmals auffrischen und am Dienstag Spitzen von 100 km/h und darüber geben. Ob die Höchstwerte der vergangenen Nacht erreicht oder übertroffen werden, sei nicht vorherzusagen, da lokale Verwirbelungen einen durchaus starken Effekt haben könnten.

12:49 Uhr: So sieht es momentan am windigsten Ort Österreichs aus. Am Feuerkogel in Oberösterreich wurden 161 km/h gemessen.

Feuerkogel

12:40 Uhr:
Die Windspitzen Ostösterreichs in der Nacht auf Montag.

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12:19 Uhr:  Spitzenwert: 161 km/h am Feuerkogel in Oberösterreich!

Windspitzen von 161 km/h hat die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Montagvormittag auf dem Feuerkogel in Oberösterreich gemessen. Schon in der Nacht war die Feuerwehr in OÖ zu 20 Einsätzen ausgerückt. Trotz Böen von 100 km/h in den Niederungen gab es dort nur geringe Schäden. "Meistens räumten wir Bäume und Äste von der Straße", so ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos.

12:14 Uhr: Wie es diese Woche weitergeht. Wo und wann Wetterwarnungen herrschen, sehen Sie hier:

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11:55 Uhr:
Nicht nur bei uns sorgt der Sturm für Chaos, auch bei unseren Nachbarn in Deutschland gibt's Verwüstung. Hier zum Beispiel wird der legendäre Hamburger Fischmarkt von einer Sturmflut überschwemmt.





11:23 Uhr:
Da staunten die Einsatzkräfte nicht schlecht, als sogar ein Kleinflugzeug vom Sturm umgedreht wurde. Hier zu sehen am Flugfeld in Wiener Neustadt.

 

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11:05 Uhr: Laut der österreichischen Unwetterzentrale ist die Sturmwarnung noch bis Dienstagmittag bzw. -abend aufrecht.

 

 




11:00 Uhr:
Bei dem "zur Hälfte" abgedeckten Objekt in Mödling handelte es sich nach Angaben des Bezirksfeuerwehrkommandos um ein sechsstöckiges Wohnhaus. Das etwa 300 Quadratmeter große Blechdach wurde vom Dachstuhl gerissen. Dabei wurde ein Kindergarten beschädigt. Teile landeten zudem in einem nahen Park und auf der Straße.

Der Bereich wurde von der Feuerwehr großräumig abgesperrt um eine weitere Gefährdung von Personen zu vermeiden. Verletzt wurde niemand. Der Kindergarten blieb am Montag geschlossen. Bis zum Vormittag wurden im Bezirk Mödling etwa 50 sturmbedingte Einsätze gezählt.

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10:42 Uhr: Tempo 80 auf Wiens Straßen!

 

Wegen dem Verkehrschaos am frühen Morgen, wurde für den Großraum Wien Tempo 80 für die Strecke verfügt. Die elektronischen Überkopfanzeiger warnten vor starkem Seitenwind. Auf der A2 waren drei Lkw umgekippt und auch ein Anhänger mit einem Pool beladen, sorgte für Chaos.



10:27 Uhr:
500 Helfer waren die ganze Nacht im Einsatz um Autos von umgestürzten Bäumen zu befreien.
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10:20 Uhr: Zwischen all dem Chaos und Negativem hat der Sturm durchaus auch gute Seiten zumindest für die Windkraft.

Der Sturm in der Nacht auf Montag hat nach EVN-Angaben dafür gesorgt, dass die Leistungsspitze der Windenergie in Niederösterreich erstmals bei über einem Gigawatt (1.000 Megawatt) lag. Bei einer durchschnittlichen Netzlast von 1.200 Megawatt könne in solchen Zeiten beinahe der gesamte Stromverbrauch des Bundeslandes allein durch Windkraft abgedeckt werden.


09:46 Uhr:
Am Flugplatz in Wiener Neustadt stürmte es dermaßen heftig, dass sogar Kleinflugzeuge umgeweht wurden.

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09:11 Uhr: A
uch diese Gartenhütte im Anningerpark in Wiener Neudorf fiel dem heftigen Wind zum Opfer.

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09:10 Uhr: Dieser umgestürzte Anhänger beladen mit einem Swimmingpool sorgte für eine Sperre der A2.

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09:08 Uhr:
Die Windspitzen der letzten Stunden (bis 7 Uhr): 130 km/h Wiener Neustadt (NÖ) 126 km/h Wien Unterlaa (W) 122 km/h Jauerling (NÖ)


09:03 Uhr: Wenn Sie wissen wollen, ob der Sturm Auswirkungen auf die Bahnverbindungen hat, informieren Sie sich über die aktuellen Streckeninformationen der ÖBB.

08:53 Uhr:  75 Haushalte ohne Strom in Wiener Neustadt

Die FF Wiener Neustadt berichtete von Sturmböen mit Spitzen bis 130 km/h. Allein 22 Mal mussten die Helfer bis Montag früh in der Stadt selbst ausrücken, insgesamt 40 Mal im Bezirk. Ein Ende der Einsatztätigkeit war vorerst nicht in Sicht. 75 Haushalte in der Stadt blieben vorerst ohne Strom, weil ein Baum in eine Leitung gestürzt war.


08:50 Uhr: Wie beeinflusst der Sturm die Temperaturen? Hier sehen Sie die Entwicklungen im Tagesverlauf.


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08:47 Uhr: In der Zieglergasse wurde Baustellenabsperrung umgerissen.

Die Anrainer wurden unsanft aus dem Schlaf gerissen.

08:44 Uhr: Auch Triester Straße und Altmannsdorfer Straße kurzzeitig gesperrt.

Der Sturm sorgt nicht nur auf den Autobahnen für Chaos, auch im Wiener Stadtverkehr. So sorgten herumfliegende Verkehrschilder und Äste, sowie Ampelausfälle für Straßensperren.

08:42 Uhr: Windspitzen auf Jubiläumswarte in Wien: 111 km/h

In der Wiener City wurden 101 km/h gemessen. Rekordhalter ist Wiener Neustadt mit unglaublichen 130 km/h, die auch erheblichen Schaden anrichteten.

08:40 Uhr: In Mödling wurde das Dach eines sechsstöckigen Gebäudes vom Dachstuhl gerissen

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08:38 Uhr: 500 Helfer und 120 Einsätze - keine Verletzten

Etwa 500 Helfer rückten vor allem in den südlichen Bezirken Mödling, Baden und Wiener Neustadt aus. Mehr als 120 Fälle waren vorerst zu bearbeiten, sagte Franz Resperger, Sprecher des Landeskommandos, auf Anfrage. Verletzt wurde niemand.

08:37 Uhr: Sperre der A2 Südautobahn
Auf der Südautobahn (A2) bei Wiener Neudorf warf der Sturm zwei Lkw-Anhänger um. Behinderungen und eine teilweise Sperre der A2 waren die Folge, teilte Resperger mit.

08:34: Dach stürzte auf Kindergarten

In Mödling stürzten dem Sprecher zufolge in den Nachtstunden Teile des Daches eines Hochhauses auf einen Kindergarten.

08:30 Uhr: Hier sehen Sie die aktuelle Windkarte für Österreich im Tagesverlauf.

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08:15 Uhr: Auch für Bahnreisende heißt es Geduld haben.

Der Sturm hat auch die ÖBB unter Kontrolle. Auf der Pottendorfer Linie kam es zu einer Streckenunterbrechung zwischen Blumental und Münchendorf. Schuld daran war ein Oberleitungsschaden, der durch die heftigen Windböen hervorgerufen wurde.

08:10 Uhr: Swimmingpool löste Spurensperre aus.
Hier lagen in der Früh zwischen Guntramsdorf und Wiener Neudorf in beiden Richtungen Anhänger auf der Fahrbahn. In Richtung Graz handelte es sich um einen Swimmingpool-Transport. Es kam in Folge der notwendigen Feuerwehreinsatzes zu Verzögerungen von bis zu 80 Minuten. Hier ein Foto der A2 im Frühverkehr.

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08:05 Uhr: 130 km/h Orkanböen legen den Verkehr lahm
Alles was nicht niet- und nagelfest ist, fliegt derzeit im Osten durch die Gegend. In Wiener Neustadt wurden 130 km/h, in Unterlaaa 126 km/h und am Jauerling 122 km/h gemessen. Auf der Jubiläumswarte in Wien waren 111 km/h der Höchstwert, in der Wiener City 101 km/h.

Im Wiener Stadtverkehr machten sich die Windböen durch herumfliegende Verkehrsschilder und Äste sowie den Ausfall mehrerer Ampeln bemerkbar. Die Triester Straße stadteinwärts und der Altmannsdorfer Ast in beiden Richtungen waren im Frühverkehr kurzzeitig gesperrt.


08:00 Uhr: 300 Passagiere saßen am Flughafen Schwechat fest

300 Passagiere der China Airlines haben Montagfrüh nach der Landung aus Peking auf dem Flughafen Wien-Schwechat eine Stunde lang ausharren müssen. Nach einer turbulenten Landung konnte wegen der heftigen Sturmböen die Rollbrücke des Gates nicht andocken. Da der Passagierjet heftig wackelte, mussten sich mehrere Menschen übergeben, wie ein Fluggast aus dem Inneren berichtete.