26. Juni 2014 | 12:52 Uhr

siebenschlafer.jpg © TZ Oesterreich Raunig

Siebenschläfer-Tag

Kommt ein Jahrhundert-Sommer?

Am Freitag ist Siebenschläfer-Tag, ein so genannter Lostag: Wie wird der Sommer?

Wie das Wetter am Freitag ist, so soll es angeblich die nächsten sieben Wochen bleiben. Das besagt zumindest eine alte Bauernregel in verschiedenen Versionen:

  • "Das Wetter am Siebenschläfertag, sieben Wochen bleiben mag."
  • "Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass."
  • "Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne."

 "Der 27. Juni dient nur mit Vorbehalt als Orientierungshilfe", meint hingegen der Meteorologe Harald Seidl im Gespräch mit der APA am Donnerstag. Denn grundsätzlich geben die ersten Tage nach Sommerbeginn sehr wohl einen gewissen Aufschluss über die zukünftige Wetterlage. Langjährige Beobachtungen und auch wissenschaftliche Überprüfungen haben ergeben: Zu 60 bis 70 Prozent stimmt die Siebenschläfer-Regel sogar! Damit dürften wir uns - zumindest im Osten Österreichs - auf sieben Wochen Sonnenschein freuen. Für den Süden würde das bedeuten: Regen ohne Ende.

So wird das Wetter am Siebenschläfer-Tag:
Südlich des Alpenhauptkammes setzt rasch Quellwolkenbildung ein und bereits ab dem Vormittag gehen hier Regenschauer nieder, lokal sind auch Gewitter eingelagert. Überall sonst bleibt es hingegen meist sonnig und trocken, Quellwolken bleiben oft harmlos. Der Wind weht nur schwach meist aus Ost bis Südwest. Frühtemperaturen 7 bis 16 Grad, Tageshöchsttemperaturen 19 bis 26 Grad.

wetterfreitag.jpg © wetter.at

(Klicken Sie auf die Karte für die genaue Prognose in Ihrem Ort)

Wie wird der Sommer?
Aufgrund der Prognosen für die kommenden Tage und des bisherigen Wetterverlaufs ist für den Meteorologen Seidl derzeit nicht unbedingt ein Spitzen- oder Jahrhundertsommer zu erwarten, "Überraschungen sind aber weiterhin möglich." Die Regel entstand zudem schon vor der Gregorianischen Kalenderreform aus dem Jahr 1582, als man einige Tage der Umstellung halber ausfallen ließ. "Echter" Siebenschläfertag ist darum eigentlich der 7. Juli.

Der Name Siebenschläfer-Tag hat übrigens nichts mit dem gleichnamigen Tier zu tun. "Die sieben Schläfer von Ephesus" sollen sieben junge Christen gewesen sein, die etwa 250 n.Chr. lebten. Unter Kaiser Decius wurden sie verfolgt und versteckten sich in einer Höhle, in der sie 195 Jahre geschlafen haben sollen. Als man sie fand, wachten sie auf, bezeugten ihren Glauben an die Auferstehung und starben erst dann.

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Viele Wolken und trüb, zeitweise Regen, 2/10°

Störungseinfluss sorgt recht verbreitet für trübe Wetterverhältnisse. In den meisten Landesteilen ist es dicht bewölkt. Lediglich im Südwesten scheint die Sonne immer wieder kurz. Mit Regenschauern ist fast im ganzen Land zu rechnen. Der Schwerpunkt liegt am Vormittag in der Osthälfte und verlagert sich am Nachmittag in die Westhälfte bzw. in das Bergland. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 800 und 1300m Seehöhe. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord bis Ost. Tageshöchsttemperaturen 6 bis 13 Grad, mit den höchsten Werten im Westen. Heute Nacht: In der Nacht auf Sonntag lockert die Bewölkung nördlich des Alpenhauptkammes auf und die Schauer gehen dort gänzlich zurück. Weiter im Süden und Osten und Nordosten halten sich länger kompakte Wolken und der eine oder andere Regenschauer ist auch noch möglich. Erst in den frühen Morgenstunden lockert die Bewölkung hier allmählich auf. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 700 und 1000m Seehöhe. Der Wind weht meist nur schwach, nur im westlichen Donautal sowie dem Innviertel teils mäßig, aus Nordost bis Südost. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 3 und plus 4 Grad. Am kältesten wird es inneralpin.
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