22. Dezember 2014 | 12:34 Uhr

winter.jpg © APA/EXPA/ Johann Groder

Kein Schnee bis Februar

Fällt der Winter heuer komplett aus?

Langzeit-Prognosen deuten schon wieder auf warmes Wetter hin.

Nach dem Goldenen Oktober und dem wärmsten November seit Messbeginn, fehlt auch im Dezember jede Spur vom Winter. Schon vor Monaten deuteten die Saisonprognosen der ZAMG auf die Wärme hin, sie hatten Recht behalten. Und jetzt geht es eben in dieser Tonart weiter: Vor allem der Dezember und erst recht der Jänner werden sehr wahrscheinlich überdurchschnittlich warm (50 bzw. 60 Prozent Sicherheit). Erst der Februar soll ein bisschen winterlich werden. Damit heißt es weiter Zittern in den Skigebieten, wo der Schnee schon jetzt Mangelware ist.

So warm wird es:
Geht der Trend so weiter - im November war es im Durchschnitt um satte 3,8 Grad zu warm - würde das folgende Temperaturen im Jänner bedeuten:

tabelle.jpg © wetter.at

Wärmster Herbst aller Zeiten:
Der November war bereits der neunte Monat in diesem Jahr, der überdurchschnittlich warm verlief. "Nur Mai und August waren etwas kühler als das jeweilige klimatologische Mittel", berichtet Alexander Orlik von der ZAMG. Dass es um fast 4 Grad zu warm war, ließ sich am besten am Schneemangel erkennen: Beim Alpinzentrum Rudolfshütte etwa - immer auf 2.317 Meter in den Hohen Tauern gelegen - kam in diesem November eine Neuschneesumme von 27 Zentimeter zusammen. Im vieljährigen Mittel sind es 178 Zentimeter. Insgesamt war der Herbst der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen vor 247 Jahren!

Erstmals keine Minusgrade:
In einigen Regionen Österreichs gab es zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen einen Herbst ohne Frost. An 39 Klimastationen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wurden keine Minusgrade gemessen, unter anderem in Linz, Innsbruck und St. Pölten. Normalerweise sind im Großteil Österreichs schon im Oktober die ersten Frosttage zu erwarten.

prognose_button_weihnachten.jpg © wetter.at

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Wechselnd bewölkt, regnerisch, 4/10°

Störungseinfluss bringt von Westen zahlreiche dichte Wolken. Mit diesen regnet es bei einer Schneefallgrenze zwischen 800 und 1200m Seehöhe zunächst noch im Osten und Südosten. Im Laufe des Nachmittags setzt schließlich von Vorarlberg bis Salzburg und Oberösterreich neuerlich Niederschlag ein, der sich hier bis zum Abend deutlich intensiviert. Chancen auf Sonnenschein sind allgemein gering, etwas höher lediglich in Kärnten und Osttirol. Der Wind weht alpennordseitig mäßig bis lebhaft aus West, im Süden bleibt es windschwach. Die Nachmittagstemperaturen 7 bis 13 Grad.
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