19. Jänner 2015 | 07:24 Uhr

schneemassen.jpg © Facebook.com/Severe Weather in Belgium

Schnee und Kälte

Erst im Februar kommt der richtige Winter

Meteorologen rechnen mit einem sehr späten Wintereinbruch in diesem Jahr.

Mit Ausnahme des Berglandes verhielt sich der Winter in Österreich bisher einigermaßen unauffällig. Am Wochenende schneite es in den westlichen Landesteilen zwar wieder, so richtig winterlich ist es aber nicht. Mittlerweile fiebern viele bereits wieder dem Frühling entgegen, doch die Hoffnung stirbt dabei offenbar zuerst: Ab Februar soll es richtig kalt werden, Schnee fällt dann auch im Flachland, der Winter kommt sehr spät. Diese Aussichten haben Meteorologen der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) erstellt. Der Winter lässt heuer also lange auf sich warten, kommt dann aber umso heftiger. Die Saisonprognosen für die Monate Jänner bis März 2015 deutet auf eine Kältewelle hin.

Schon im Jänner wird sich die Großwetterlage ändern. Derzeit dominieren noch Westwetterlagen, die für milde Temperaturen sorgen. Zu Monatsende sei zwar schon winterliches Wetter zu erwarten, in Summe fällt der Jänner aber wärmer aus, als wir das gewohnt sind.

Wintereinbruch im Februar:
Im Februar ändert sich das Wetter markant. "Zum ersten Mal seit Monaten nimmt die Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittliche Temperaturen mit 25% den geringsten Wert an", sagen die Wetterexperten der ZAMG. Statt Westwetterlagen soll uns demnach eisiger Nordwind um die Ohren blasen, auch bei Südostwetterlagen (Kälte vom Kontinent) friert der Osten Österreichs ein.

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Das sagen die Prognosen:
Die Saisonprognose für Februar deutet auf Kälte hin, jedenfalls zum überwiegenden Teil. Dabei handelt es sich aber nicht um eine exakte Vorhersage - wie etwa bei einer 3-Tagesprognose - sondern um eine grobe Abschätzung der mittleren Temperaturverhältnisse. Der Februar wird:

  • Zu kalt: 35% Wahrscheinlichkeit
  • Normal: 35% Wahrscheinlichkeit
  • Zu warm: 25% Wahrscheinlichkeit


Relativ normal soll dann der März verlaufen. "Gerade im Frühling hängen die Temperaturen aber sehr stark von einer eventuell noch vorhandenen Schneedecke ab", so die Meteorologen. Das mache eine Prognose gerade für den Alpenraum noch sehr schwierig und unsicher. In den letzten Monaten trafen die Saisonprognosen den Nagel aber auf den Kopf: So wurde etwa ein viel zu warmer Dezember vorhergesagt, und den hatten wir auch, trotz des kalten Jahresabschlusses.

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W und N schaueranfällig, sonst sonniger, 8/16°

An der Alpennordseite und im Norden halten sich zunächst Restwolken und hier scheint auch tagsüber die Sonne nur zeitweise neben durchziehenden Wolkenfeldern mit Regenschauern. Schneefallgrenze 1500 bis 1800m Seehöhe. Weiter im Osten und im Süden sind die sonnigen Abschnitte häufiger und länger, zum Abend hin können dann aber auch auf die Alpensüdseite Regenschauer übergreifen. Der Wind bläst im nördlichen Alpenvorland und im Osten mäßig bis lebhaft aus West, sonst meist nur schwach. Tageshöchsttemperaturen 13 bis 20 Grad, mit den höchsten Werten im Südosten. Heute Nacht: Am Abend und zu Beginn der Nacht ziehen noch recht verbreitet Wolkenfelder durch und vor allem im Bergland sowie auch generell im Süden und Südosten kommt es zu Regenschauern. Schneefallgrenze 1500 bis 1800m Seehöhe. Von Norden her klart es allerdings im Laufe der Nacht immer öfter auf, im Bergland bleiben aber Restwolken und Hochnebelfelder zurück. Der Wind weht im Osten noch teils mäßig aus West, sonst ist es schwach windig. Tiefsttemperaturen 2 bis 9 Grad.
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