07. November 2017 | 18:49 Uhr

Taifun Damrey © Reuters

Im Vietnam

Taifun "Damrey" forderte viele Menschenleben

Mindestens 89 Tote in Vietnam, 18 Menschen weiterhin vermisst.

Durch schwere Überschwemmungen nach Taifun "Damrey" in Vietnam sind mindestens 89 Menschen ums Leben gekommen. 18 Menschen würden weiterhin vermisst, 174 durch den Wirbelsturm verletzt, teilten die Behörden am Dienstag mit. Sie warnten vor weiterhin starkem Regen, der sich erst am Donnerstag abschwächen soll. In Vietnam herrschte Sorge, dass Dämme brechen könnten, da Stauseen überfüllt waren.

Bereits zuvor hatten die Behörden von einem der schlimmsten Unwetter der jüngeren Geschichte gesprochen. Besonders betroffen waren die Mitte des Landes und die südliche Küstenprovinz Khanh Hoa. Allein dort wurden 37 Tote gemeldet, wie das Nationale Komitee für Rettungs- und Sucharbeiten mitteilte. "Damrey" wird nach Angaben der Meteorologen abgeschwächt nach Kambodscha weiterziehen. Die Regierung mobilisierte 16.000 Soldaten, um bei der Suche nach Vermissten und der Rettung von Verletzten zu helfen.

10.000 Nutztiere getötet

Der Taifun war am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 135 Stundenkilometern auf Land getroffen, seitdem regnet es heftig. "Damrey" beschädigte nach Behördenangaben 121.000 Häuser und tötete nahezu 10.000 Nutztiere. Zehn Frachtschiffe und fast 1.300 Fischerboote seien gesunken. Zudem gibt es Stromausfälle, weil starke Winde Leitungen gekappt haben. Insgesamt 40.000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.

Die Altstadt von Hoi An, als Weltkulturerbe der Unesco gelistet, wurde überflutet. Mehr als die Hälfte der bis zu 600 Jahre alten Häuser standen am Montag bis zu vier Meter unter Wasser, auch am Dienstag stand das Wasser noch bei eineinhalb Metern. Da Straßen überflutet waren, saßen Tausende Touristen in der Gegend fest. Auch die alte Kaiserstadt Hue wurde überflutet.

APEC-Gipfel

Rund 30 Kilometer nördlich von Hoi An, im Badeort Da Nang, treffen sich ab Mittwoch die Spitzen der Asien- und Pazifikstaaten zum APEC-Gipfel. Die Behörden warnten dort vor Überschwemmungen und Erdrutschen. Das Unwetter könnte somit die Anreise der Staats- und Regierungschefs beeinträchtigen - darunter US-Präsident Donald Trump. Er soll am Freitag eintreffen. Neben ihm werden Chinas Präsident Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin erwartet. Dieser wies seine Regierung nach Kreml-Angaben an, Vietnam humanitäre Hilfe für die Taifun-Opfer in Höhe von fünf Millionen US-Dollar zur Verfügung zu stellen.

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Meist Regenschauer, im O eher trocken. 11/21°

Die Sonne wird im Tagesverlauf öfter von Wolkenfeldern und teils auch von hochreichenden Quellwolken abgeschirmt. Am Nachmittag nimmt die Neigung zu Regenschauern und ein paar isolierten Gewitterzellen vor allem über der Landesmitte, im Süden und im östlichen Berg- und Hügelland noch zu. Flächendeckender Regen ist hingegen nicht in Sicht, und zwischendurch gibt es weiterhin teils größere Sonnenfenster. Während der Wind auch im Donauraum insgesamt eher abflaut, sind im Randbereich von Schauer- oder Gewitterzellen durchaus einige Windböen zu erwarten. Die westliche Hauptwindrichtung bleibt dabei aufrecht. Tageshöchsttemperaturen 17 bis 23 Grad. Heute Nacht: Am Abend klingen letzte Schauer- und Gewitterzellen auch im Bergland bald ab. In der Nacht auf Mittwoch nähert sich allerdings von Westen her eine weitere, schwache Störungszone. Damit verdichten sich die Wolken vor allem in Vorarlberg und Tirol, schließlich kann es dort leicht zu regnen beginnen. Nach Osten hin verläuft die Nacht hingegen vielfach aufgelockert bis gering bewölkt und über weite Strecken auch trocken. Der Wind bleibt überwiegend schwach. Die Lufttemperaturen gehen auf 13 bis 4 Grad zurück.
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