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14. Juni 2018 10:39
Spektakuläres Video zeigt Tornado
© Screenshot/BFV Liezen

Im Salzkammergut

Spektakuläres Video zeigt Tornado

Die Windhose demolierte ein Geländer und habe in der Wiese eine Schneise hinterlassen.

Am Dienstag entstanden aufgrund der heftigen Unwetter in der Steiermark schwere Schäden an Stromleitungen vor allem südlich der Mur-Mürz-Furche, im Großraum Graz und im Bezirk Weiz. Rund 500 Trafostationen waren vorübergehend abgeschaltet oder ausgefallen. Energie-Steiermark-Sprecher Urs Harnik-Lauris zufolge hatten rund 14.000 Haushalte keinen Strom. Vor Einbruch der Dunkelheit waren es noch 9.500 und rund 250 Trafostationen.

Der Grazer Stadtpark bleibt nach dem schweren Unwetter vom Dienstagabend, das ein Todesopfer forderte, bis zumindest Sonntag für Aufräumarbeiten und Begutachtungen gesperrt, teilte die Stadt am Mittwoch in einer Aussendung mit. Im gesamten Stadtgebiet wurden insgesamt 25 große, umgefallene Bäume gezählt. Hinzu kommen zahlreiche Ast- und Kronenbrüche. Teilbereiche vom Leechwald und Rosenhain sind ebenfalls gesperrt.

Umgestürzte Bäume

Im weststeirischen Deutschlandsberg waren wegen der Starkregenschauer 22 Wehren mit 270 Helfern im Einsatz, um Straßen und Stromleitungen von umgestürzten Bäumen zu befreien. Um dem Einsatzaufkommen Herr zu werden, sei kurz vor 18.00 Uhr die sogenannte "Florianbereitschaft" alarmiert und das Personal in der Bereichsalarmzentrale aufgestockt worden. Es war besonders der nördliche Teil des Bezirks, der Raum Stainz, St. Stefan ob Stainz und Lannach, betroffen. Einsätze gab es aber auch südlich davon im Raum St. Martin und Schwanberg, vorwiegend wegen umgestürzter Bäume, die Straßen blockierten. In Stainz und Lannach drohten auch Bäume auf Häuser zu stürzen. In Lannach wurde ein Hausdach abgedeckt.

Die Feuerwehren im Bezirk Weiz mussten am Dienstagabend zu 35 Unwettereinsätzen ausrücken. Besonders betroffen war das obere Feistritztal, und da vor allem das Gebiet rund um Strallegg, Birkfeld und Passail. 20 Wehren waren im Einsatz. Die Arbeiten werden bis in die Nacht hinein dauern.

Tornado gefilmt

Im Salzkammergut hat ein Feuerwehrmann einen kleinen Tornado mit seinem Mobiltelefon gefilmt. Die Windhose demolierte ein Geländer und habe in der Wiese eine Schneise hinterlassen, teilte das Bereichsfeuerwehrkommando des Bezirks Liezen in einer Aussendung mit. Ein massiver Holzboden, bestehend aus Kantern und Pfosten, sei auf einer Fläche von etwa 30 Quadratmetern weggerissen worden. Die Trümmer flogen laut Feuerwehr bis zu 100 Meter weit durch die Luft.




 

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Eine Kaltfront ist in der Meteorologie dadurch definiert, dass die Kaltluft an einer vorhandenen Luftmassengrenze in Richtung der Warmluft fortschreitet. Eine Kaltfront bringt an den Orten, welche sie überquert, im Normalfall in allen Höhenschichten eine Abkühlung, jedoch ist dies nicht zwingend erforderlich. Tritt die Abkühlung nur in höheren Luftschichten auf, so spricht man von einer Höhenkaltfront. Vor allem im Winter kann es vorkommen, dass eine Kaltfront am Boden sogar einen Anstieg der Temperatur mit sich bringt, wenn die Front nämlich die zuvor während einer winterlichen Hochdruckwetterlage bodennah ausgekühlten Luftmassen verdrängt und durch maritime, etwas mildere Kaltluft ersetzt. Man nennt solche Fronten dann auch maskierte Kaltfronten. Desweiteren unterscheidet man nach der Norwegischen Schule Kaltfronten erster und Kaltfronten zweiter Art. Bei Kaltfronter erster Art schiebt sich die Kaltluft keilförmig unter die Warmluft (Anafront), während bei Kaltfronten zweiter Art die Warmluft über der Kaltluft abgleitet (Katafront). Kaltfronten sind in den meisten Fällen durch konvektive Bewölkung geprägt. Vor allem in der warmen Jahreszeit treten beim Durchgang von Kaltfronten Schauer und Gewitter (Kaltfrontgewitter) auf. Aber auch im Winter treten im Zusammenhang mit Kaltfronten gelegentlich Gewitter (Wintergewitter) auf.Der Luftdruck steigt nach dem Durchgang von Kaltfronten durch die einfließende Kaltluft auf der Rückseite der Kaltfront häufig stark an. Dies ist jedoch kein Hinweis auf ein nahendes Hoch, denn die hochreichenden Kaltluftmassen werden rasch durch den relativ warmen Boden labilisiert. Es bildet sich dann das typische Rückseitenwetter (Schauerwetter) aus.
 
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