Die aktuellen Temperaturen der Landeshauptstädte
(Daten von 19:00 Uhr)
20. April 2017 12:58
Schneerekord im Osten Österreichs
© Foto Kuss

Höchste Lawinengefahr

Schneerekord im Osten Österreichs

Später Wintereinbruch sprengt alle Rekorde - höchste Lawinengefahr in NÖ und der Steiermark.

Im Osten Österreichs liegt im Bergland stellenweise so viel Schnee wie noch nie in der zweiten Aprilhälfte. In Lunz am See waren es laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Donnerstag 86 Zentimeter. Auch der Westen war teils tief verschneit, jedoch weit entfernt von einem Rekord. Für die Nacht auf Freitag bestehe eine Frostwarnung, teilte die ZAMG mit.

Die größten Schneehöhen kamen in den vergangenen beiden Tagen auf den Bergen der Osthälfte Österreichs zusammen, besonders im Gebiet von den Ybbstaler Alpen bis ins Rax/Schneeberggebiet. Hier schneite es ab einer Seehöhe von 1.000 Metern verbreitet zwischen 70 und 100 Zentimeter, stellenweise sogar bis zu 150 Zentimeter. Die Lawinenwarndienste Steiermark und Niederösterreich gaben für einige Regionen die höchste Lawinenwarnstufe aus.

Schneerekorde

Die Schneehöhen in der nördlichen Obersteiermark und in Niederösterreich waren zum Teil extrem ungewöhnlich. "In Lunz am See lagen am Donnerstag in der Früh 86 Zentimeter Schnee. Das gab es hier in der zweiten Aprilhälfte seit Messbeginn im Jahr 1896 noch nie. Der Rekord für den gesamten April liegt in Lunz bei 170 Zentimetern am 1. April 1944", schilderte ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik.

In den westlichen Regionen waren die Schneehöhen deutlich von den Rekorden entfernt. Einige Beispiele: In Schröcken in Vorarlberg wurden am Donnerstag 46 Zentimeter Schnee gemessen. Die höchste Schneehöhe in der zweiten Aprilhälfte waren hier 270 Zentimeter am 15. April 1970, der Aprilrekord liegt bei 288 Zentimetern am 3. April 1944. In Reutte waren es am Donnerstag 29 Zentimeter Schnee. Die höchste Schneehöhe in der zweiten Aprilhälfte wurde in dem Tiroler Ort am 15. April 1970 mit 71 Zentimetern gemessen, der Aprilrekord liegt dort bei 113 Zentimetern am 1. April 1944.

Auf Berg- und Skitouren in NÖ verzichten

Wegen der extremen Lawinengefahr in den niederösterreichischen Alpen hat die Bergrettung am Donnerstag dazu aufgerufen, auf Berg- und Skitouren zu verzichten. Die Helfer selbst sind einer Aussendung zufolge in erhöhter Alarmbereitschaft.

Die Lawinengefahr reiche aktuell bis zur Warnstufe 5 bzw. "sehr groß" (Ybbstaler Alpen). Sie werde auch in den kommenden Tagen "groß" (Stufe 4) oder zumindest "erheblich" (3) sein. Im Gelände sei "äußerste Vorsicht" geboten, betonte Hubert Köttritsch, Sprecher der Bergrettung NÖ/Wien. Auch auf Zufahrtsstraßen in den Bergen könne es bei extremer Schneelage "zu Lawinenabgängen an Stellen kommen, die bis dato als sicher gelten bzw. wo bisher noch nie Lawinenabgänge registriert wurden".
 




 

Das aktuelle Wetter

Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Österreich-Wetter

Zum Österreich-Wetter »

Wussten Sie schon ...

Influenza (echte Grippe) Erreger: Influenzaviren A,B und C (letztere von geringer klinischer Bedeutung). Influenzaviren, vor allem der Typ A, sind ganz besonders listige Mikroorganismen: Sie sind in der Lage, von Zeit zu Zeit bestimmte Bestandteile der Virushülle, an denen sie normalerweise unser Immunsystem erkennt, zu verändern und damit eine für das Immunsystem neue und unbekannte Gestalt anzunehmen. Diese Hüllbestandteile nennt man Hämagglutinin und Neuraminidase. Es wird daher ein Influenzavirus nicht nur nach dem Serotyp (A,B oder C) beschrieben, sondern auch nach der Art der Hüllbestandteile, also z.B Influenza A (H3N2). Meistens bekommen die Viren dann auch noch klingende Beinamen wie ,,Hongkong'' oder ,,Beijing'' nach demOrt ihres Auftretens. Infektionsquelle: Erregerreservoir ist der Mensch. Übertragung: Tröpfcheninfektion. Ziemlich ansteckend (der sogenannte Kontagionsindex liegt zwischen 15 und 75%, je nach Virusstamm) Inkubationszeit: wenige Stunden bis 3 Tage Krankheitsbild: Häufig verläuft auch die echte Grippe ,,nur'' wie ein grippaler Infekt (diese werden üblicherweise von sogenannten RS-Viren ausgelöst). Jedoch 30-50% der Betroffenen merken bald, daß dieser grippale Infekt diesmal offensichtlich schwerer ist und die klassischen Verläufe sehen folgendermaßen aus: Rasch einsetzendes Fieber (teilweise bis über 39 Grad), allgemeines Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen, Schnupfen, Husten, Halsentzündung und allgemeine (Kreislauf-) Schwäche.
 

x Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.