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15. Mai 2018 23:18
Schnee-Comeback mitten im Mai
© Bergfex

Die Eisheiligen kühlen uns ab

Schnee-Comeback mitten im Mai

Regen-Mengen überschwemmten am Dienstag die Steiermark, jetzt gibt’s sogar Schnee.

Die Bauern jubeln, der Rest von Österreich ärgert sich über das Schlechtwetter. Die Eisheiligen machten ihrem Ruf alle Ehre und brachten seit Montag Unwetter und Chaos übers Land. Gestern brachen die Temperaturen um über 15 Grad ein – in der Steiermark kämpfte die Feuerwehr gegen Murenabgänge und Überschwemmungen. Und noch kein Ende der Regenmassen in Sicht.

In höheren Lagen kann es jetzt sogar schneien, so die ZAMG. Nächtlicher Frost bleibt – zur Erleichterung der Landwirte – aus. Dennoch: Bis 1.100 Meter kann die weiße Pracht mitten im Mai ihr Comeback feiern. Auf den Gletschern gab es bereits 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee – in Obertauern liegen derzeit noch 50 Zentimeter.

Pfingsten gerettet

Die Sonne kämpft sich bis Donnerstag nur selten zwischen den dunklen Wolken hervor, erst ab Freitag gibt es wieder über 20 Grad. Aufatmen für alle Pfingst-Reisenden: Spätestens am Sonntag wird es wieder schön, in Wien hat es wieder bis zu 26 Grad!




 

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Wussten Sie schon ...

Hagel ist Niederschlag bestehend aus Eiskügelchen oder -Kugeln. In Gewitterwolken mit starken Aufwinden können recht schwere Niederschlagspartikel gegen die Schwerkraft in der Luft gehalten werden. Die einzelnen Teilchen werden zum Teil mehrmals nach oben transportiert. Dabei fangen sie immer wieder unterkühltes Wasser ein, gefrieren und schmelzen beim Fallen wieder teilweise. Sind die Eiskugeln einmal genug schwer, fallen sie aus der Wolke. Da sie aber recht gross sind, schmelzen sie nicht vollständig bis sie am Boden ankommen. Dort treffen sie als Hagel auf. Hagelkörner können einen Durchmesser von über 10 cm erreichen. Ein Hagelkorn von 3 cm Durchmesser erreicht eine Fallgeschwindigkeit von 25 m/s (gegen 100 km/h). Damit können sie riesige Schäden anrichten an landwirtschaftlichen Kulturen und Infrastruktur. Seit alters her hat man versucht, den Hagel zu verhindern. Einmal durch laute Knallerzeugung am Boden, dann durch Beschiessen der Wolken. Die bekannteste Methode ist jene mit Silberjodid. Dabei werden potentielle Hagelwolken mit Silberjodid geimpft (durch Raketen oder mit Flugzeugen). Die Silberjodid-Moleküle sollen als Keime dienen, an denen das unterkühlte Wasser gefrieren soll. Dadurch entstehen viele kleine Eispartikel statt wenige grosse.
 
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