Es gibt neue Nachrichten
16. April 2018 01:01
Österreich sieht bis Dienstag rot
© APA/ROBERT PARIGGER

Sahara-Staub

Österreich sieht bis Dienstag rot

Blutroter Himmel, Autos, Straßen: Jetzt färbt nächste Ladung Saharasand unser Land rot ein.

„Für alle, die heute noch ihr Auto waschen wollten – spart euch die Mühe“, warnte die Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) in ihrem Facebook-Auftritt vor der neuesten Ladung Saharastaub.

Schmirgelpapier-Effekt

Mit dem erwarteten Regen in der Nacht auf Montag kann ganz Österreich leicht blutrot eingefärbt werden – die Sandpartikel werden mit dem Regen aus der Luft ausgewaschen und sind vor allem auf Autos zu sehen. Zu Redaktionsschluss war allerdings noch ungewiss, wo der Sand auch wirklich landen wird. Laut Prognosen könnte es bis ­Montagvormittag im ganzen Land Regenschauer geben.

Himmelsphänomen

Bis Dienstag ziehen immer wieder mit Saharastaub gefüllte Wolken über Österreich. Das führt zu einem seltenen Schauspiel: Die Lichtbrechung an den Staubpartikeln färbt den Himmel orangerot.




 

Das aktuelle Wetter

Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Österreich-Wetter

Zum Österreich-Wetter »

Wussten Sie schon ...

Hagel ist Niederschlag bestehend aus Eiskügelchen oder -Kugeln. In Gewitterwolken mit starken Aufwinden können recht schwere Niederschlagspartikel gegen die Schwerkraft in der Luft gehalten werden. Die einzelnen Teilchen werden zum Teil mehrmals nach oben transportiert. Dabei fangen sie immer wieder unterkühltes Wasser ein, gefrieren und schmelzen beim Fallen wieder teilweise. Sind die Eiskugeln einmal genug schwer, fallen sie aus der Wolke. Da sie aber recht gross sind, schmelzen sie nicht vollständig bis sie am Boden ankommen. Dort treffen sie als Hagel auf. Hagelkörner können einen Durchmesser von über 10 cm erreichen. Ein Hagelkorn von 3 cm Durchmesser erreicht eine Fallgeschwindigkeit von 25 m/s (gegen 100 km/h). Damit können sie riesige Schäden anrichten an landwirtschaftlichen Kulturen und Infrastruktur. Seit alters her hat man versucht, den Hagel zu verhindern. Einmal durch laute Knallerzeugung am Boden, dann durch Beschiessen der Wolken. Die bekannteste Methode ist jene mit Silberjodid. Dabei werden potentielle Hagelwolken mit Silberjodid geimpft (durch Raketen oder mit Flugzeugen). Die Silberjodid-Moleküle sollen als Keime dienen, an denen das unterkühlte Wasser gefrieren soll. Dadurch entstehen viele kleine Eispartikel statt wenige grosse.
 
Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum