Die aktuellen Temperaturen der Landeshauptstädte
(Daten von 15:00 Uhr)
11. Jänner 2017 12:30

Blitzeis: Serienweise Unfälle in Salzburg

Blitzeis: Serienweise Unfälle in Salzburg
© ÖAMTC

Gefrierender Regen führte schlagartig zu Glätte - Großeinsatz für Retter.

Blitzeis durch gefrierenden Regen hat am Mittwochmorgen im Großraum Salzburg für mehrere Auffahrunfälle gesorgt. Zudem rutschen zahlreiche Fahrzeuge von der Straße. Wie der ÖAMTC mitteilte, konzentrierte sich das Unfallgeschehen vor allem auf die Auf- und Abfahrten entlang der Westautobahn (A1) und Tauernautobahn (A10). Meldungen über Verletzte lagen laut Rotem Kreuz zunächst nicht vor.

"Das Problem ist schlagartig entstanden. Es hat ein bisschen genieselt oder geregnet und wir hatten sofort Eisglätte", berichtete ÖAMTC-Pannenhelfer Herbert Thaler. Am frühen Vormittag standen alle Pannenfahrer des Automobilklubs im Einsatz. Thaler rät allen Verkehrsteilnehmern, aufzupassen und vorsichtig zu fahren. "Besonders auf den Brücken ist es stellenweise extrem glatt."

Wo wird es glatt? Die Detail-Prognose für Ihre Region:

Wien
Sehr sonnig geht es durch den Tag. Erst ab dem späten Nachmittag ziehen von Westen her Wolkenfelder auf. In der Nacht schneit es leicht, dazu wird es langsam wärmer. Die Temperaturen steigen auf -2 bis +2 Grad, damit kann auch leichter Schneeregen oder Regen fallen. Vorsicht: In der zweiten Nachthälfte und Donnerstagfrüh besteht hohe Gefahr von Glatteis!

In den Morgenstunden klingt der Schneefall bzw. Regen ab. Mit auflebendem Westwind wird in der Folge spürbar mildere Luft in die Stadt gebracht. Die Temperaturen steigen bis auf +4 Grad.

Niederösterreich
Nach sonnigem Start ziehen am Nachmittag Wolken auf und abends setzt im Wald- und Mostviertel langsam leichter Schneefall ein. In der Nacht auf Donnerstag breitet sich der Schneefall von Westen her aus, in Lagen unter 500 Meter geht der Schneefall in Schneeregen oder Regen über. Höchste Glättegefahr besteht dabei im Mostviertel und im Industrieviertel!

In der zweiten Nachthälfte klingen die Niederschläge ab, nur im Mostviertel schneit es bis in die Morgenstunden weiter. Die Temperaturen steigen langsam, es wird deutlich milder, am Nachmittag hat es schon bis zu +5 Grad.

Burgenland
Verbreitet scheint die Sonne. Erst abends ziehen von Westen her dichte Wolkenfelder auf und in der Nacht auf Donnerstag setzt im Nord- und Mittelburgenland leichter Schneefall ein, der teilweise in Schneeregen übergeht. Besonders im Nordburgenland besteht rund um Mitternacht hohe Glättegefahr!

Zum Morgen hin lockern auch die Wolken auf und es greift lebhafter Westwind durch. Es bleibt trocken, und die Temperaturen steigen auf +1 bis +5 Grad.

Steiermark
Am Mittwoch überwiegt in der Steiermark sonniges Wetter, ab dem frühen Abend breitet sich von Westen her Schneefall aus. Es schneit vor allem im Norden, bei einer Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen und 800 Meter. Der Schneefall kann bis zum Morgen teils in gefrierenden Regen übergehen, damit ist Straßenglätte möglich! Vorsicht vor allem im Ennstal!

Am Donnerstag schneit es noch in der Obersteiermark, die Schneefallgrenze pendelt zwischen 500 und knapp 1000 Meter. Tagsüber wird es mit lebhaftem bis stürmischem Nordwestwind deutlich milder, die Höchstwerte steigen auf +1 bis +4 Grad.

Oberösterreich
Am Mittwochnachmittag zieht von Westen her dichte Bewölkung auf. Im Innviertel ist ab dem frühen Abend mit Regen zu rechnen, weiter östlich schneit es noch bis in tiefe Lagen. Örtlich ist in der Nacht gefrierender Regen möglich, besonders im Salzkammergut, im Traunviertel und im Zentralraum! Bis Donnerstagvormittag ist lokales Glatteis im ganzen Bundesland möglich!

Am Donnerstag überwiegen dichte Wolken und oft regnet oder schneit es. Im Tagesverlauf steigt die Schneefallgrenze merklich an und liegt am Nachmittag zwischen 600 und 800 Meter, im Mühlviertel teils noch tiefer. Der Westwind bringt mildere Luft, die Temperaturen steigen auf +1 bis +5 Grad.

Salzburg
Freundlich geht es durch den Mittwoch - bis zum Nachmittag, dann ziehen rasch dichtere Wolken aus West auf und bringen ab den Abendstunden Regen und Schneefall. Im Norden steigt die Schneefallgrenze auf 600 Meter, in tieferen Lagen ist hier gefrierender Regen möglich!

In der Nacht schneit es verbreitet, im Gebirge auch ergiebig. Im Flachgau ist unterhalb von 600 Meter mit Regen zu rechnen - hier kann es eisglatt werden.

Der Donnerstag bringt am Vormittag noch Regen und Schneefall entlang der Nordalpen, die Schneefallgrenze liegt zwischen 600 und 800 Meter. Tagsüber können die Wolken aber häufiger auflockern und die trockenen Abschnitte werden mehr. Die Temperaturen steigen auf 0 bis +4 Grad.

Kärnten
Frostig und verbreitet sehr sonnig geht es durch den Tag. Am Abend ziehen dann von Westen her Wolken über Kärnten, im Norden ist mit Schneeschauern zu rechnen. Nach Mitternacht lockern die Wolken im Süden schon wieder auf.

Am Donnerstag klingen die leichten Schneeschauer im Norden bald ab. Tagsüber lockern die Wolken vorübergehend auf und es scheint zwischendurch länger die Sonne. Die Temperaturen liegen zwischen -2 bis +3 Grad, mit Nordföhn gibt es örtlich bis +7 Grad.

Tirol
Eine Warmfront schickt von Westen ausgedehnte Wolkenfelder, die sich nachmittags über ganz Tirol schieben. In den Abendstunden beginnt es leicht zu schneien.

Über Nacht fällt Schnee. In Kaltluftseen, in der die Warmluft in der Höhe schon greift, ist über Nacht Glatteis durch gefrierenden Regen möglich, vor allem in der ersten Nachthälfte!

Am Donnerstag kann es in der Früh noch Nebel und eventuell auch noch gefrierenden Regen geben. Ganz leichter Schneefall ist in der Früh auch in Osttirol möglich. Die Temperaturen steigen auf +1 bis +6 Grad.

Vorarlberg
Am Mittwochnachmittag trifft eine Warmfront ein, und in den Abendstunden setzt bei gleichzeitig stark auflebendem Wind Schneefall und Regen ein. Die Schneefallgrenze steigt recht rasch gegen 800 Meter, wodurch es in vielen Kaltluftseen zu Bildung von Glatteis kommen kann, das sich in die Nacht auf Donnerstag hineinziehen kann.

Der Donnerstag beginnt dann trüb, nass und windig. Es regnet bis auf 800 Meter hinauf. Noch am Vormittag beruhigt sich das Wetter und Regen und Schneefall lassen nach, es wird noch milder mit Höchstwerten von +3 bis +8 Grad.

 




 

JETZT NEU: oe24.TV im Livestream

Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Österreich-Wetter

Zum Österreich-Wetter »

Wussten Sie schon ...

Heftige orkanartige Wirbelstürme der Tropenzone mit Windgeschwindigkeiten von 200 km/h und mehr. Sie entstehen nur über warmen Meeresgebieten (Wassertemperatur 26 bis 28°C), bei hoher Luftfeuchtigkeit und instabiler Schichtung, treten jedoch nicht in unmittelbarer Nähe des Äquators (5°Nord bzw. Süd) auf, wegen der zu geringen bzw. fehlenden Ablenkung durch die Erddrehung (Corioliskraft). Im Bereich des Wirbelsturms treten Windgeschwindigkeiten um 120 km/h sowie extrem starke Regenfälle auf, der Luftdruck fällt unter 900 hPa. Die höchsten Windgeschwindigkeiten liegen bei 250 km/h. Die bei der Kondensation des Wasserdampfes freiwerdende latente Wärme ist die Ursache für die Entstehung und den Fortbestand des Wirbelsturms. Die bei der Hebung der Luft und der Kondensation des Wasserdampfes entstehende Labilitätsenergie treibt die Luft innerhalb des Wirbels in die Höhe und dadurch kann die Luft in den tieferen Schichten ununterbrochen in den Wirbel einströmen. Bei steigender Temperatur erhöht sich die Fähigkeit der Luft, Wasserdampf aufzunehmen, und damit erhöht sich auch die bei der Hebung freiwerdende latente Wärme und somit auch die Labilitätsenergie. Die Wirbelstürme haben meist einen Durchmesser von etwa 400 bis 800 km, die Zuggeschwindigkeit beträgt etwa 15-30 km/h. Im Zentrum des Sturms befindet sich eine 10-30 km breite Zone, in der der Wind nur schwach ist und die Wolkendecke aufreißt, das sog. ''Auge des Wirbelsturms''. Jährlich entstehen etwa 80 tropische Wirbelstürme; am häufigsten treten sie zwischen August und Oktober auf (auf der Südhalbkugel von Februar bis April). Sie treten in bestimmten Gebieten bevorzugt auf und tragen demnach auch unterschiedliche Namen: Hurrikan im Bereich der Karibik, der Westindischen Inseln und des Golfs von Mexiko und im Nordpazifik östlich der Datumsgrenze; Taifun im westlichen Pazifik (Gewässern von China und Japan); in der ''Südsee'' (Südpazifik) Orkan; Zyklon im Indischen Ozean (Golf von Bengalen) und im australischen Volksmund Willy-Willy. Nur über dem Meer können die tropischen Wirbelstürme längere Zeit existieren; beim (relativ seltenen) Übertritt auf das Festland schwächen sie sich meist innerhalb von 24-36 Stunden ab, richten jedoch vorher im Küstengebiet noch die größten Verwüstungen an. Die enormen Schäden verursachen nicht nur die hohen Windgeschwindigkeiten und die schweren Regenfälle, sondern auch die an den Flachküsten erzeugten Flutwellen. Viele Wirbelstürme biegen im weiteren Verlauf unter Abschwächung in höhere Breiten und geraten dann in die Westströmung am nördlichen (bzw. südlichen) Rand der subtropischen Hochdruckzellen. Gelegentlich geraten sie in mittlere Breiten und werden von der Polarfront ''eingefangen''. Sie wandeln sich in normale Zyklonen mit Frontensystemen um und können als solche Europa erreichen. Die immer wieder von tropischen Wirbelstürmen heimgesuchten Länder unterhalten einen technisch aufwendigen Warndienst (Wettererkundungsflug, Radar, Wettersatteliten) um Entstehung, Intensität und Zugbahn möglichst genau vorhersagen zu können. Zur Unterscheidung der einzelnen Wirbelstürme einer Saison werden sie traditionell dem Alphabet folgend mit Vornamen bezeichnet.
 

x Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.