28. August 2023 | 23:56 Uhr

Wintereinbruch in der Schweiz © Twitter/@meteosuisse

Alpenpässe zu

Wintereinbruch in der Schweiz

Wegen des Wintereinbruchs in den Alpen sind diverse Pässe gesperrt worden.

Bellinzona. Auch in der Schweiz sorgen derzeit heftige Regenfälle für überflutete Gebiete, gesperrte Straßen und Trinkwasser-Verschmutzungen. Wegen des Wintereinbruchs in den Alpen sind zudem diverse Pässe gesperrt worden. Die Alpenpässe Furka, Susten, Grimsel, Gotthard, Simplon und Nufenen sind nach Angaben von TCS und Behörden am Montag geschlossen. Das Rheinvorland war teilweise überflutet. Zwischen Kriessern und der Bodenseemündung war das Gebiet zwischen den Dämmen gesperrt.

 

 

Weil die Spitze des Hochwassers niedriger ausfiel als befürchtet, waren wie im angrenzenden Vorarlberg keine besiedelten Gebiete betroffen.

Bereits seit Freitagabend wird das Tessin von Unwettern heimgesucht. Laut dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) fielen in Biasca bis Montag innerhalb von 48 Stunden 380 Liter Regen pro Quadratmeter, die höchste je gemessene Menge. Bis Montagmittag galt für den südlichen Schweizer Kanton eine Unwetterwarnung. Nach Brissago, Bodio und Maggia war das Trinkwasser nun auch in Teilen der Tessiner Kantonshauptstadt Bellinzona verschmutzt. Alertswiss warnte ferner vor mikrobiologischen Verschmutzungen auch in Moleno, Preonzo, Lumino und Mergoscia.

Erdrutsch unterbrach den Bahnverkehr 

In Graubünden entspannte sich die Situation am Montagnachmittag. Bei der Kantonspolizei gingen ab Mittag keine Schadensmeldungen mehr ein. Am Nachmittag unterbrach ein Erdrutsch den Bahnverkehr zwischen Zernez und Klosters Platz.

Der Splügenpass und der Umbrailpass waren wegen Murenabgängen beziehungsweise aus Sicherheitsgründen gesperrt, hieß es von der Kantonspolizei Graubünden. Zudem war ein Teil des Averstals wegen einer Mure von der Umwelt nach wie vor abgeschnitten. Auch das kaum besiedelte Val S-Charl im Unterengadin war auf dem Landweg nicht erreichbar. Zudem waren Teilstücke der Kantonsstraße im Hinterrheintal aus Sicherheitsgründen gesperrt. Im Oberengadin waren Feuerwehr und Tiefbauamt stark gefordert vom Hochwasser im Inn und diversen Bächen. Am Nachmittag hatten sie die Situation aber unter Kontrolle. In Sent im Unterengadin wurde ein Campingplatz überschwemmt. Zwischen Kaiserstuhl und Lungern OW unterbrach ein Erdrutsch am Abend die Zentralbahn-Linie Luzern-Meringen.

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Zumindest zeitweise scheint im Großteil des Landes die Sonne. Am Vormittag kommt es nur stellenweise, vor allem im Norden und über der Landesmitte, zu leichten Regenschauern. Am Nachmittag wachsen Haufenwolken am ehesten im Süden und Südosten bis in große Höhen empor, dort ist dann in der Folge mit ein paar meist isolierten Regenschauern oder Gewittern zu rechnen. Im Norden und entlang des Alpenhauptkammes weht mäßiger, mitunter auch lebhafter West- bis Nordwestwind, sonst frischt der Wind lediglich in Gewitternähe böig auf. Tageshöchsttemperaturen 19 bis 25 Grad.
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