03. Jänner 2017 | 11:19 Uhr

valparaiso82.jpg © Reuters

Chile

Waldbrand bedroht Touristenort Valparaiso

50 Hektar rund um "Perle des Pazifik"  in Flammen - 19 Verletzte.

Bei einem Großbrand in der Küstenstadt Valparaiso im Westen Chiles sind am Montag hundert Häuser beschädigt und 50 Hektar Wald zerstört worden. Das Feuer sei auf einem Hügel südlich des Stadtzentrums ausgebrochen und breite sich weiter aus, teilte das Innenministerium mit. Mindestens 19 Menschen seien verletzt worden.

Über der Hafenstadt, die 2014 bei einem Großbrand teilweise zerstört wurde, stieg eine riesige Rauchwolke auf. Etwa 200 Menschen mussten nach Angaben des Katastrophenschutzes wegen des Feuers ihre Häuser verlassen. Fast 48.000 Haushalte waren demnach von der Stromversorgung abgeschnitten. Die meisten Verletzten wurden wegen Atembeschwerden behandelt, wie Vize-Innenminister Mahmud Aleuy sagte. "Zum Glück gibt es keine Todesopfer."

Hunderte Feuerwehrleute und zehn Löschflugzeuge waren im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen, die durch den starken Wind weiter angefacht wurden. Präsidentin Michelle Bachelet bekundete via Twitter ihre Solidarität mit den Betroffenen.

Das auch als "Perle des Pazifik" bekannte Valparaiso war im April 2014 durch einen Großbrand in Teilen zerstört worden. Damals starben mindestens 15 Menschen. Knapp ein Jahr später kam bei einem weiteren Waldbrand eine Frau ums Leben.

Die zum Weltkulturerbe zählende Hafenstadt, in der das chilenische Parlament seinen Sitz hat, gehört zu den beliebtesten Touristenzielen des Landes. Auf einem der mehr als 40 Hügel von Valparaiso liegt das Haus des 1973 verstorbenen Literatur-Nobelpreisträgers Pablo Neruda, in dem heute ein Museum untergebracht ist.

Die 270.000 Einwohner zählende Stadt ist bekannt für ihre Kopfsteinpflasterstraßen und bunten Häuser sowie für die Zahnradbahnen, die steile Hänge hinauffahren. Valparaiso liegt rund 120 Kilometer von der Hauptstadt Santiago de Chile entfernt am Pazifik.
 

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