06. September 2022 | 15:17 Uhr

brand.jpg © PATRICIA DE MELO MOREIRA / AFP

Verheerende Schadstoffe

Waldbrände sorgten für enorme Emissionen

Die heurigen Waldbrände verursachten die höchsten Emissionen seit 2007. Besonders Brände in Südwestfrankreich und auf der Iberischen Halbinsel waren verheerend.

Die große Zahl an Waldbränden hat in Europa in diesem Sommer zu den höchsten Emissionen im Rauch enthaltener Luftschadstoffe der vergangenen 15 Jahre geführt. Wie der Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienst Cams der EU am Dienstag mitteilte, werden die zwischen Anfang Juni und Ende August in der Europäischen Union und Großbritannien ausgestoßenen Mengen an Kohlenstoff auf 6,4 Megatonnen geschätzt - so viel wie seit 2007 nicht mehr.

Klimawandel sorgt für erhöhte Entflammbarkeit

"Die Kombination der Hitzewelle im August mit ausgedehnten trockenen Bedingungen in Westeuropa resultierte in erhöhter Zahl, Intensität und Dauer von Waldbränden", hieß es in der Copernicus-Mitteilung. Quelle der Emissionen seien vor allem verheerende Brände in Südwestfrankreich und auf der Iberischen Halbinsel gewesen. Dort lag die Freisetzung sogar auf dem höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten.

brand.jpg © APA

"Die meisten Brände ereigneten sich an Orten, an denen der Klimawandel die Entflammbarkeit der Vegetation erhöht hat, wie in Südwesteuropa, und wie wir es auch in anderen Regionen in anderen Jahren gesehen haben", erklärte Copernicus-Waldbrand-Experte Mark Parrington.

Geringere Schadstoffbelastung in USA und Russland

In anderen Regionen der nördlichen Hemisphäre, in denen es üblicherweise eine hohe Zahl an Waldbränden gibt, seien die Emissionen in diesem Jahr hingegen verhältnismäßig gering ausgefallen, hieß es weiter. So habe es zwar im Osten Russlands mehrere verheerende Brände gegeben, aber nicht so heftig wie in den vergangenen Jahren. Auch in den USA sei der Ausstoß an Luftschadstoffen durch Waldbrände geringer gewesen als in den beiden vergangenen Jahren.

hitzegürtel.jpg © Ilja Mask/EyeEm/Getty

Schlimmer als zuletzt waren die Feuer hingegen in Brasilien. So hätten im Bundesstaat Amazonas im Zeitraum Juli und August die Emissionen weit über dem Durchschnitt gelegen. Für ihre Schätzungen werteten die Wissenschafter des Copernicus-Dienstes Satellitenbilder von aktiven Bränden aus. Dabei wird der Hitzeausstoß gemessen, aus dem man Rückschlüsse auf die Emissionen ziehen kann.

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Viele Wolken und einige Regenschauer. 8/15°

Ein Mittelmeertief sorgt für einen unbeständigen Dienstag. Die meiste Zeit ist der Himmel wolkenverhangen. Die Sonne zeigt sich nur selten, am ehesten in der Osthälfte kurz, ist durch Saharastaub allerdings etwas getrübt. Dazu regnet es vor allem im Westen und Süden häufig und teils auch länger anhaltend. Überall sonst gehen meist nur Regenschauer nieder. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1500m Seehöhe ganz im Westen und 2400m im Osten. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Tageshöchsttemperaturen 11 bis 18 Grad, mit den höchsten Werten im Osten. Heute Nacht: Die Nacht auf Mittwoch verläuft weitgehend bewölkt, Wolkenlücken gibt es nur wenige. In der ersten Nachthälfte regnet es häufig, ab Mitternacht geht es überwiegend trocken weiter. Die Schneefallgrenze liegt von West nach Ost bei 1800 bis 2400m Seehöhe. Der Wind weht nur schwach. Tiefsttemperaturen 3 bis 11 Grad.
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