20. Juli 2018 | 16:31 Uhr

Waldbrände Schweden © APA/AFP/TT News Agency/MAJA SUSLIN

Lage spitzt sich zu

Waldbrände in Schweden nicht mehr zu löschen

Am Freitagnachmittag stieg die Zahl der Feuer nach Angaben der Notrufzentrale auf mehr als 60 an.

In Schweden wüten weiter heftige Waldbrände - und die Lage könnte sich am Wochenende sogar noch zuspitzen. Am Freitagnachmittag stieg die Zahl der Feuer nach Angaben der Notrufzentrale auf mehr als 60 an. Dazu zählen kleine Grasbrände genau wie große Waldbrände. Gegen die vier größten Feuer kämen die Rettungskräfte nicht mehr an, sagte der Chef des Zivilschutzes.

"Die größten Brände werden wir nicht löschen können. Hier arbeitet der Rettungsdienst daran, die Ausbreitung zu minimieren und wartet, dass das Wetter umschlägt." Es sei die wahrscheinlich ernsteste und schwierigste Situation, in der sich der schwedische Rettungsdienst jemals befunden habe, sagte der Zivilschutz-Chef. Auf so große und komplexe Brände sei man personell und technisch nicht vorbereitet gewesen. Die Rettungskräfte müssten damit rechnen, dass die Löscharbeiten noch Wochen andauern.

Waldbrände Schweden © APA/AFP/TT News Agency/MAJA SUSLIN

Extremsituation

Auch Regierungschef Stefan Löfven sprach von einer "weiterhin sehr ernsten Lage". "Wir haben eine Extremsituation", sagte er. Wenn die Waldbrände überstanden seien, werde er Schwedens Zivilschutz stärken. Das Land müsse sich besser auf extremes Wetter vorbereiten.

Die schlimmsten Feuer wüten weiter wenige Hundert Kilometer nördlich von Stockholm in Mittelschweden. Hier wurden erneut Bewohner aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Bereits am Donnerstag waren mehrere Dörfer evakuiert worden.

Trockenes Wetter

Mit Löschflugzeugen aus Italien und Frankreich sowie norwegischen Helikoptern versuchen die Rettungskräfte, die Brände unter Kontrolle zu bekommen. Auch das Medizinische Katastrophen-Hilfswerk Deutschland schickte fünf Helikopter mit Spezialausrüstung auf den Weg. Sie sollen am Samstag eingesetzt werden.

Für das Wochenende ist anhaltend warmes und in den meisten Gegenden auch trockenes Wetter vorhergesagt. An den Nachmittagen könne der Wind auffrischen und die Feuer weiter anfachen, berichtete SVT. In der Nacht auf Sonntag könne es vereinzelt Schauer geben. Das könne die Situation in einigen Gegenden zwar etwas entspannen, Gewitter mit Blitzen aber könnten neue Feuer entfachen. Nach dem Wochenende warte wieder trockenes und sogar noch heißeres Wetter.

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Erst sonnig, von NW gewittrige Schauer, 9/18°

Am Vormittag ziehen im Westen sowie auch ganz im Norden bereits erste, teils gewittrige Regenschauer durch. Überall sonst ist es zunächst eher noch freundlich und besonders im Süden und Südosten auch noch länger sonnig. Ab Mittag bringt dann eine Kaltfront von Westen her aber immer öfter Regenschauer und Gewitter, schließlich auch im Flachland. Mit der Störungszone frischt lebhafter bis kräftiger Westwind auf. Tageshöchsttemperaturen von West nach Ost 15 bis 24 Grad.
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