16. November 2015 | 11:44 Uhr

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Paris

Terror: Klimagipfel wird reduziert

Premierminister Valls: "Reihe von festlichen Veranstaltungen annulliert."

Die UN-Klimakonferenz in Paris wird nach den blutigen Anschlägen in der französischen Hauptstadt wahrscheinlich auf die politischen Verhandlungen beschränkt. "Natürlich wird eine ganze Reihe von Veranstaltungen, die bisher geplant waren, nicht stattfinden. Es wird sicherlich auf die Verhandlungen reduziert werden", sagte der französische Premierminister Manuel Valls am Montag dem Radiosender RTL.

Klima-Gipfel soll stattfinden

Zweifellos würde "eine Reihe von Konzerten und eher festlichen Veranstaltungen annulliert", die am Rand des Gipfels vom 30. November bis zum 11. Dezember geplant waren. Valls sagte, "alle Staats- und Regierungschefs des Planeten werden hier sein und eine Botschaft der Unterstützung und der Solidarität aus der ganzen Welt überbringen".

Zum Auftakt des Gipfels werden mehr als 120 Staats-und Regierungschefs erwartet, insgesamt nehmen Vertreter von 195 Staaten an der Konferenz teil, die das größte diplomatische Ereignis in Frankreich seit der Unterzeichnung der Erklärung der Menschenrechte 1948 ist. Bei der Konferenz soll ein Klimaabkommen verabschiedet werden, das 2020 das Kyoto-Protokoll ablösen soll.

In Frankreich war nach den Anschlägen mit 129 Toten am Freitagabend eine Diskussion über die Klimakonferenz aufgekommen. Der frühere konservative Präsident Nicolas Sarkozy sagte, eine Absage wäre "kein gutes Signal", doch sollten die Bedingungen des Gipfels überprüft werden.

Valls betonte, kein einziger Staatschef habe die Vertagung des Gipfels verlangt. Eine Absage würde bedeuten, "vor dem Terrorismus einzuknicken". US-Präsident Barack Obama hatte nach den Anschlägen rasch bestätigt, dass er an seiner Teilnahme festhalte.
 

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