20. März 2021 | 09:14 Uhr

Fagradalsfjall Island © APA/AFP/Icelandic Coast Guard

Nahe Reykjavik

Spektakuläre Bilder: Vulkan in Island ausgebrochen

Der Vulkan Fagradalsfjall nahe Reykjavik  ist ausgebrochen - Lavafontänen spritzten in die Höhe 

Unweit der isländischen Hauptstadt Reykjavik ist es zu einem Ausbruch des Vulkans Fagradalsfjall gekommen. Laut dem Meteorologischen Dienst des Inselstaats wurden in der Nacht zu Samstag zwar nur leichte seismologische Ausschläge gemessen. Dennoch riss die Oberfläche des Vulkans auf einer Länge von 500 Metern auf und kleine Lavafontänen spritzten in die Höhe. Ein glühender Strom flüssigen Gesteins ergoss sich entlang der Bergflanken und war etwa einen Quadratkilometer groß.

Fagradalsfjall Island © APA/AFP/Icelandic Coast Guard

Der Zivil- und Katastrophenschutz warnte davor, sich dem Vulkan zu nähern und die anrückenden Einsatzkräfte zu behindern. Ein Hubschrauber der Küstenwache wurde zum Ort des Geschehens geschickt, um Ausmaß und Folgen des Vulkanausbruchs besser einschätzen zu können. Das rote Leuchten über der Silhouette des Vulkans war am Nachthimmel kilometerweit zu sehen.

Der Fagradalsfjall liegt knapp 30 Kilometer entfernt von Reykjavik am südwestlichen Zipfel Islands. Sein Ausbruch weckt Erinnerungen an die folgenschwere Eruption des Vulkangletschers Eyjafjallajökull vor zehn Jahren. Die dabei entstandene kilometerhohe Aschewolke hatte im Frühjahr 2010 den internationalen Flugverkehr über längere Zeit lahmgelegt und den Bekanntheitsgrad der kleinen Inselnation mit rund 360.000 Einwohnern schlagartig gesteigert.

Nur wenig Behinderungen

Nennenswerte Behinderungen im Flugverkehr schien es nach dem Ausbruch des Fagradalsfjall zunächst nicht zu geben. Der staatliche Flughafenbetreiber Isavia verhängte kein generelles Flugverbot, sondern nur eine Drohnen-Sperrzone im Umkreis von fünf Kilometern um den Vulkan. Der wichtigste Inselflughafen Keflavik, über den praktisch der gesamte internationale Luftverkehr läuft, wies zwar auf erhöhte Aschewerte in der Luft hin. Etwaige Flugabsagen seien aber Sache der Airlines.

Fagradalsfjall Island © APA/AFP/Icelandic Coast Guard

Anwohner wurden vom Zivil- und Katastrophenschutz angewiesen, ihre Häuser nicht zu verlassen und Fenster geschlossen zu halten. Der Schwefeldioxid-Gehalt in der Luft müsse noch ermittelt werden. Das farblose, aber stechend riechende Gas ist giftig und kann Atemnot und Entzündungen der Atemwege hervorrufen.

Bereits in den Tagen vor dem Vulkanausbruch waren im Umfeld des Fagradalsfjall etliche kleinere Erdbeben verzeichnet worden, die aber weitgehend folgenlos blieben - alleine am Donnerstag waren es mehrere hundert. Island hat insgesamt rund 30 große Vulkane.
 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10

Im S Regen, sonst zeitweise sonnig, -4/+5°

Von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich überwiegt der freundliche und oft sogar sonnige Wettercharakter. Nördlich der Donau, im Osten und Süden hingegen bleibt der Himmel wolkenverhangen, wobei aus der Wolkendecke zeitweise ein paar Schneeflocken oder Regentropfen fallen können. Im Südwesten und Süden schneit es erst ein wenig, am Nachmittag n Lagen zwischen 1000 und 1400m Seehöhe und Regen breitet sich vor allem auf Kärnten aus. Der Wind weht verbreitet mäßig bis lebhaft aus Ost bis Süd, vor allem im westlichen Bergland bläst starker Föhn. Nachmittagstemperaturen je nach Wolken, Nebel und Sonne und Föhnunterstützung bei minus 2 bis plus 10 Grad.
mehr Österreich-Wetter