09. September 2017 | 23:37 Uhr

Bauernebel Florida © oe24.TV

ÖSTERREICH-Reporter in Miami

'So trotze ich Monster-Hurrikan'

ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel berichtet direkt aus Miami über Hurrikan „Irma“.

Südflorida im Visier des mächtigsten Hurrikans aller Zeiten (305-km/h-Winde). Monstersturm „Irma“ hielt zu Redaktionsschluss noch Kurs auf die Insel Key West und die Westküste Floridas. 5,6 Millionen Menschen waren bei der größten Massenevakuierung der US-Geschichte auf der Flucht.

Schock

Miami war tagelang in Schockstarre, als anfangs ein Volltreffer befürchtet wurde. Miami wurde zur Geisterstadt. Für Einwohner hieß es: „Nichts wie weg!“

Mit „Irmas“ neuem Kurs ist nun ein „Streifschuss“ vorhergesagt. Dennoch: Erwartet wurden im Bezirk Miami-Dade (2,6 Mio. Einwohner) Winde von 150 km/h, Hochwasser durch die Sturmflut und Schäden an Gebäuden.

Albtraum

Die ersten heftigen Regenschauer peitschten unter Donnergrollen durch die Hochhäuser von Downtown Miami, Palmen bogen sich wild in den Böen.

Für Urlauber wurden die relaxten Ferien an den weißen Sandstränden zum Albtraum. Hunderte landeten in Notunterkünften – etwa in der Miami Central High School. Die Zustände sind hier desolat: In der Turn­halle liegen Hunderte Menschen am Boden. Es sind ­gestrandete Touristen aus Deutschland, der Slowakei, Frankreich, Serbien, Ungarn und Schweden.

Verzweifelt

Familien mit Kleinkindern schlafen auf Kartons. Auch Österreicher sollen laut Diplomaten in anderen „Shelters“ gelandet sein. Annmarie Poudade (25) aus Frankreich versuchte nach der Evakuierung verzweifelt, aus der Stadt abzuhauen: „Wir checkten panisch Flüge, Zugtickets, Mietwagen – alles war ausgebucht.“

Der breite Sandstrand ist jetzt komplett leer. Der Life Guard macht seinen Aussichtsstand sturmfest. Er ist sich nicht sicher, ob er ihn nach dem Durchzug von „Irma“ überhaupt noch vorfinden wird. Die Sturmflut könnte wie ein Tsunami in Zeitlupe alles wegspülen.

Einwohner: "Ich gehe hier nicht weg"

Alle fliehen, nur Scott und seine Familie bleiben in Miami.

ÖSTERREICH: Wäre eine Flucht nicht sicherer als hierzubleiben?

Scott Abraham: Ich lebe hier seit 20 Jahren, ich ­habe schon einige Stürme erlebt. Unser Gebäude ist sicher, wir leben in einer hohen Etage, haben sturmsicheres Glas. Wir haben Nahrung und Wasser, noch Strom. Es gibt keinen Ort in Florida, in dem man sich vor „Irma“ verstecken kann.

ÖSTERREICH: Haben Sie überhaupt keine Angst?

Abraham: Nein, überhaupt nicht. Wir sind bereit! Aber wenn der Wind am Fenster rüttelt, wird einem schon etwas mulmig.

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Schnee und teils gefr. Regen, -10/+1°

Wolken einer Warmfront breiten sich nach und nach von Westen entlang der Alpennordseite auf den Norden und Osten Österreichs aus. Von Vorarlberg bis Oberösterreich regnet und schneit es bereits häufig. Auf den noch kalten Verkehrswegen besteht erhöhte Glatteisgefahr. Bis zum Abend breitet sich der Niederschlag zunächst in Form von Schnee langsam in Richtung östliches Flachland aus. Mit einer steigenden Schneefallgrenze von Westen steigt schließlich auch hier die Glatteisgefahr. Südlich des Alpenhauptkammes geht es hingegen weitgehend trocken mit dem Wetter bis zum Abend weiter. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost bis West bei Nachmittagstemperaturen zwischen minus 5 und plus 4 Grad, mit den höchsten Temperaturen im Westen. Heute Nacht: Eine Warmfront zieht in der Nacht auf Dienstag mit dichten Wolken und Niederschlag in Richtung Osten über Österreich. Von Westen geht der Niederschlag in tiefen Lagen allmählich in gefrierenden Regen über. Auf den kalten Fahrbahnen steigt die Glatteisgefahr deutlich. Bis zum Morgen lässt schließlich von Vorarlberg bis Oberösterreich der Niederschlag nach, die Wolken bleiben zunächst aber noch oft dicht. Aufgelockert bewölkt und trocken geht es hingegen südlich des Alpenhauptkammes durch die Nacht. Der Wind weht nur schwach. Die Temperaturen steigen bis zum Morgen auf minus 6 bis plus 5 Grad, am wärmsten ist es in höheren Lagen.
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