15. April 2016 | 07:28 Uhr

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Hauptinsel Kyushu

Schweres Erdbeben in Japan: 9 Tote

Beben der Stärke 6,5 - Häuser stürzten ein, Feuer brachen aus.

Beim schwersten Erdbeben seit fünf Jahren in Japan sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 1.100 Menschen wurden bei dem Beben im Südwesten Japans verletzt, mehr als 50 davon schwer, wie die Einsatzkräfte am Freitag bekannt gaben.

Hier ereignete sich das Beben:
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Grafik: USGS

Häuser stürzten ein
Zehntausende Anrainer brachten sich in Notunterkünften in Sicherheit, viele verbrachten die Nacht unter freiem Himmel. Etwa 3.000 Einsatzkräfte von Polizei, Militär und Feuerwehr waren im Einsatz.

Rund zwei Dutzend Wohnhäuser sowie Betonmauern stürzten ein, stellenweise brachen Feuer aus. In Tausenden Häusern fiel die Strom-und Wasserversorgung aus.

Fabriken stellten Fertigung ein
Mehrere große Unternehmen wie die Autobauer Toyota und Honda und der Elektronikriese Panasonic stellten vorübergehend ihre örtlichen Fertigungslinien ein. Fernsehbilder zeigten aufgerissene Straßen, der Bahn- und Flugverkehr wurde zeitweise beeinträchtigt, in einzelnen Geschäften verwüstete das Erdbeben die Ladeneinrichtungen.

120 Nachbeben
Seit dem Beben der Stärke 6,5 vom Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr (Ortszeit) wurde die Region allein bis zum nächsten Morgen von mehr als 120 teils starken Nachbeben heimgesucht. Das Beben hatte sich zehn Kilometer unter der Erdoberfläche ereignet und erreichte auf Japans Erdbebenskala die höchste Stufe 7. Es war das erste Mal, dass eine Erschütterung diese Stärke erreichte, seitdem ein Erdbeben im März 2011 den Nordosten verwüstet und einen gewaltigen Tsunami ausgelöst hatte. Rund 18.500 Menschen starben damals. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es zu Kernschmelzen.

Atom-Reaktoren unversehrt
Beim diesmaligen Beben im Südwesten des Inselreiches blieben die dortigen Reaktoren nach Angaben der Betreiber unversehrt. Eine Tsunami-Gefahr bestand nicht. Das Zentrum der Erschütterung lag in Kumamoto, rund 900 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tokio. Dort beschädigte das Beben auch eine berühmte Samurai-Burg schwer.

Während die Meteorologische Behörde auch für die nächsten Tagen vor weiteren schweren Nachbeben warnte, begannen die Menschen zügig mit den Aufräumarbeiten. Einsatzkräfte bemühten sich unter Hochdruck, die unterbrochenen Strom- und Wasserleitungen wieder herzustellen. Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt.

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