19. Juli 2019 | 13:46 Uhr

Handyverbindungen zusammengebrochen

Schweres Erdbeben erschüttert Athen

Nach Erdbeben in Athen ist die Telekommunikation in der griechischen Hauptstadt ist zusammengebrochen – Millionen Menschen gerieten in Panik.

Athen. Die griechische Hauptstadt Athen ist am Freitag von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 5,1 lag 23 Kilometer nordwestlich von Athen, wie die griechische Erdbebenwarte mitteilte. Es gab drei Nachbeben. In mehreren Stadtvierteln fiel der Strom aus. Dutzende Einwohner Athens saßen vorübergehend in Aufzügen fest.

"Wir waren erschüttert, jeder lief nach draußen", sagte Katerina, die in einem sechsstöckigen Gebäude arbeitet. "Es wirkte wie eine Explosion", ergänzte eine andere Frau, die auf den Syntagma-Platz lief. "Wir hatten alle Angst, also werden wir für einige Stunden hier bleiben."

Athen Erdbeben © APA/AFP

Eine Frau wurde durch herabfallenden Stuck verletzt und musste nach Angaben der Rettungsdienste ins Krankenhaus gebracht werden. "Es gibt keine Berichte über schwere Verletzungen", sagte Regierungssprecher Stelios Petsas.

Athen Erdbeben © APA/AFP

 

Unbewohnte Häuser eingestürzt

Zwei verlassene Gebäude stürzten zusammen. Am 170 Jahre alten Parlamentsgebäude wurden Risse gesichtet. Geparkte Autos wurden durch herunterfallende Bauteile von Häusern beschädigt. Im Hafen von Piräus brach eine nicht benutzte Transportbrücke zusammen.
 
Viele Menschen strömten nach den Beben auf die Straßen. Der Erdbeben-Experte Gerassimos Papadopoulos wertete es als "gutes Zeichen", dass es drei Nachbeben gab. Er forderte die Bevölkerung im Sender ERT auf, "Ruhe zu bewahren".
 
 
Das Hauptbeben ereignete sich nach Angaben der griechischen Erdbebenwarte in der Mittagszeit bei Magoula in einer Tiefe von 13 Kilometern. Das Epizentrum lag in der Nähe des Gebietes, in der sich 1999 ein Beben der Stärke 5,9 ereignet hatte. Damals waren 143 Menschen ums Leben gekommen.
 
Das Amt für Erdbebenschutz erklärte nach den Beben von Freitag, es gebe "keinen Anlass zur Sorge", die Gebäude Athens seien darauf ausgelegt, "weit stärkere Erdbeben auszuhalten". Wegen der Bewegung tektonischer Platten kommt es in der Mittelmeerregion immer wieder zu Erdbeben. Im Juli 2017 gab es bei einem Erdbeben der Stärke 6,7 auf der Insel Kos zwei Tote.
 

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Vor allem im Bergland gewittrige Schauer, 8/24°

Insgesamt gibt es viel Sonnenschein, dazu zeigen sich lockere Quellwolken, im Bergland fallen sie auch etwas mächtiger aus. Hier kann es am Nachmittag auch vereinzelte Regenschauer geben. Gewitter bleiben aber die Ausnahme. Späte fallen die Quellwolken im Flachland oft schon wieder zusammen, ein paar Restwolken halten sich aber. Der Wind kommt überwiegend schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Tageshöchsttemperaturen 18 bis 24 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Samstag ist es in ganz Österreich aufgelockert und letzte Schauer klingen ab. Lediglich von Salzburg bis in die Obersteiermark halten sich Restwolken zum Teil zäh. Der Wind weht meist nur schwach. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen meist zwischen 4 und 11 Grad.
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