18. September 2017 | 12:00 Uhr

Rumänien © Reuters

Rumänien

Schwerer Sturm in Rumänien - Acht Tote

Staatschef Johannis fordert Schnellwarnsystem für Zivilschutz.

Ein orkanartiger Sturm mit heftigen Windböen hat am Sonntagabend im Westen Rumäniens mindestens acht Menschen das Leben gekostet. Weitere 137 Personen, darunter auch Kinder, wurden zum Teil schwer verletzt. Das Unwetter hinterließ eine Schneise der Verwüstung, teilte das Innenministerium in Bukarest Montagfrüh mit.

Stadt verwüstet
Böen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 km/h entwurzelten vor allem in der Region Temeswar/Timisoara zahlreiche Bäume. Straßenschilder, Laternen und Ampelmasten wurden umgeknickt, sogar Kirchtürme stürzten um. Außerdem riss der Sturm Buswartehäuschen aus der Verankerung, warf Autos um und deckte Häuser ab. Allein in Temeswar wurden vier Menschen von umstürzenden Bäumen, herumwirbelnden Baustellenteilen oder Werbeplakaten erschlagen und weitere 49 verletzt. Der Bürgermeister von Temeswar, Nicolae Robu, sagte gegenüber Medien in einer ersten Reaktion, etwas Derartiges noch nie erlebt zu haben, die ganze Stadt sei verwüstet.

Nach Angaben der rumänischen Behörden wütete der Wirbelsturm in insgesamt 212 Ortschaften aus 15 Landeskreisen. Vielerorts fiel die Stromversorgung aus, Bahn- und Straßenverkehr waren wegen umgestürzter Bäume stundenlang beeinträchtigt. Hunderte Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes bemühten sich die ganze Nacht über, die Unwetterschäden einigermaßen aufzuarbeiten.

Keine Warnung
In Bukarest richtete die Regierung einen Krisenstab ein. Premierminister Mihai Tudose sicherte den betroffenen Kommunen Finanzhilfen zu. Innenministerin Carmen Dan reiste am Montag nach Temeswar, um sich an Ort und Stelle ein Bild von den Folgen des Unwetters zu machen. Staatspräsident Klaus Johannis sprach allen Betroffenen sein tiefes Mitgefühl aus und forderte die zügige Einführung eines Schnellwarnsystems für die Bevölkerung. Insbesondere die Menschen in Temeswar bemängelten, von dem Sturm völlig überrascht worden zu sein - es habe keinerlei Unwetterwarnung gegeben.
 

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Regenschauer, dann Sonne, windig. 7/13°

In den Südstaulagen stauen sich dichte Wolken und es regnet zeitweise, sonst regnet es vorerst nur örtlich und zeitweise scheint vor allem im Osten und in leicht föhnigen Tälern die Sonne. Am kräftigsten regnet es in Osttirol und Oberkärnten. Im Tagesverlauf breiten sich dichtere Wolken und Niederschläge nord- und ostwärts aus, im Nordosten kann es aber gebietsweise noch bis zum Abend trocken bleiben. Stellenweise eingelagerte Gewitter sind an der Alpensüdseite nicht ganz auszuschließen. Der Wind weht mäßig, im Osten und im Bergland häufig auch lebhaft aus Ost bis Süd. Im Westen dreht der Wind bereits auf westliche Richtungen. Tageshöchsttemperaturen im Westen und Süden nur noch 10 bis 15 Grad, sonst noch einmal 16 bis 22 Grad mit den höchsten Temperaturen ganz im Osten. Heute Nacht: Unter Störungseinfluss verlaufen der Abend und die Nacht trüb und regnerisch. Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe der Nacht von Westen her auf 1700m bis 1200m Seehöhe. Es kommt vielfach mäßiger bis lebhafter Wind aus West bis Nordwest auf. Nur im Süden ist der Wind meist nur schwach bis mäßig. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 3 und 11 Grad.
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