15. November 2019 | 06:34 Uhr

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Mann von Baum erschlagen

Schnee-Massen legen Frankreich lahm

Mehrere Bahnstrecken gesperrt.

Grenoble. Starker Schneefall hat im Südosten Frankreichs zu Stromausfällen und Verkehrsbehinderungen geführt. 200.000 Haushalte in den Départements Drôme, Isère, Rhône und Ardèche waren nach dem Zusammenbruch zweier Hochspannungsleitungen ohne Strom, wie der Energieversorger Enedis am Donnerstagabend mitteilte.

In der Gemeinde Roche im Département Isère kam am Donnerstagabend ein Mann ums Leben, als er versuchte, einen umgestürzten Baum wegzuräumen. Der 63-Jährige wurde von einem zweiten Baum erschlagen, der ebenfalls unter der Schneelast zusammenbrach. Ein weiterer Mensch, der dem Mann in den 60ern zu Hilfe gekommen war, wurde leicht verletzt, berichtete die Zeitung "La Dauphine".

Techniker im Einsatz 

Techniker waren im Einsatz, um die Störung zu beheben. Eine Notfallnummer wurde freigeschaltet. "Auf so kleinem Raum ist das wirklich außergewöhnlich", sagte Antoine Jourdain, Technischer Direktor und Leiter der nationalen Kriseneinheit von Enedis, dem Sender BFMTV. Die Bäume würden unter der Schneelast umstürzen und auf die Stromleitungen fallen. Bei der Gemeinde Tournon-sur-Rhône war zum Beispiel eine 20.000-Volt-Stromleitung aufgrund des Schnees ausgefallen.

Der Wintereinbruch führte außerdem zu erheblichen Behinderungen im Zugverkehr. Rund um Grenoble wurden drei Bahnstrecken vorläufig gesperrt, da umgestürzte Bäume die Gleise blockierten. Zahlreiche Lkw blieben zeitweise auf den eingeschneiten Straßen liegen. Die Behörden riefen Anrainer auf, das Auto stehen zu lassen und erließen Beschränkungen für den Lkw-Verkehr. Außerdem wurden zahlreiche Straßen gesperrt.
 
Der Wetterdienst warnte in Höhenlagen vor bis zu 30 Zentimeter Schnee, örtlich sogar vor mehr als 50 Zentimeter. Die Schneefälle sollten den Meteorologen zufolge in der Nacht auf Freitag anhalten.

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Zunehmend bewölkt mit Schauern, 6/19°

Eine in die nördliche Strömung eingelagerte Störungszone sorgt von der Früh weg für zunehmende Bewölkung. Im Süden zeigt sich die Sonne zunächst noch länger, sonst scheint diese nur kurzzeitig. Im Laufe des Vormittags setzen von Norden her Regenschauer ein und der Niederschlagsschwerpunkt erstreckt sich vom Tiroler Unterland bis ins Mariazellerland. Die Schneefallgrenze sinkt im Tagesverlauf auf knapp 2000m Seehöhe ab. Am Nachmittag lockert die Wolkendecke dann von Norden her wieder auf, jedoch kann es weiterhin zu lokalen, mitunter gewittrigen Schauern kommen. Der Wind bläst meist mäßig bis lebhaft, in höheren Lagen auch kräftig, aus West bis Nordwest. Im Süden und Südosten ist es dagegen nur schwach windig. Tageshöchsttemperaturen zwischen 13 und 21 Grad, mit den höchsten Werten im Süden und äußersten Westen.
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