27. Mai 2016 | 08:09 Uhr

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Forschung

Schlechtwetter vertrieb Mongolen aus Ungarn

Forscher untersuchten anhand von Baumjahresringen Witterung im 13. Jahrhundert.

Forschende spekulieren seit Langem, warum sich die Mongolen im 13. Jahrhundert plötzlich aus Ungarn zurückzogen. Wissenschafter der Forschungsanstalt WSL und der Princeton University liefern nun Hinweise, dass nasskalte Witterung eine Rolle gespielt haben könnte.

Im 13. Jahrhundert beherrschten die Mongolen das größte zusammenhängende Landimperium aller Zeiten. Warum sie sich 1242 nach Christus recht plötzlich aus Ungarn zurückzogen, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Wie Forscher nun zeigen, setzte vermutlich kaltes und nasses Wetter den berittenen Truppen zu.

Es wurde nass und kalt
Nicola Di Cosmo von der Princeton University und Ulf Büntgen von der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL rekonstruierten anhand von historischen Aufzeichnungen und Jahrringdaten die Witterung im Zeitraum von 1230 bis 1250. Demnach folgten auf warme und trockene Sommer von 1238 bis 1241 nasskalte Bedingungen ab 1242, teilte die WSL am Donnerstag mit.

Starker Regen machte die ungarische Ebene vermutlich zum Sumpf und ließ die Weidefläche für die Pferde der Armee knapp werden, schreiben die Forscher im Fachjournal "Nature Scientific Reports". Das dürfte die Effizienz und Beweglichkeit der berittenen Truppen eingeschränkt haben.

Zudem trugen Plünderung und Entvölkerung wohl zu Hungersnöten bei, was die mongolische Armee zusätzlich darin bestärkt haben könnte, Ungarn zu verlassen. "Dies ist wohl eine der ersten Fallstudien, in der Umweltfaktoren bei der Untersuchung vormoderner Gesellschaften eine entscheidende Rolle zukommt", ließ sich Di Cosmo in der WSL-Mitteilung zitieren.

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Grafik: Ulf Büntgen/WSL

Klima entscheidend für mongolische Armee
Möglicherweise unterschätzte die Geschichtsforschung bisher den Effekt von Klimaveränderungen auf die Effizienz der mongolischen Armee, so die Forscher. Nur durch Analyse von Klimadaten aus natürlichen Archiven - sprich Baumringanalysen - ließen sich diese Auswirkungen präzise beurteilen.

Baumringe liefern exakt datier- und lokalisierbare Klimadaten mit einer jährlichen Auflösung. Die Kombination dieser Daten mit historischen Aufzeichnungen sei der Vorteil dieser Studie gegenüber früheren, die sich mit den Mongolen befassten, so die Mitteilung.

Der Blick auf Umweltfaktoren und geschichtliche Ereignisse könne sich als sehr aufschlussreich erweisen, wenn man über die Verflechtung von Klima und menschlichem Verhalten nachdenke, so Büntgen. Die Studie zeigt, welch großen Effekt auch kleine Klimaschwankungen und kurzfristige Veränderungen der Umweltbedingungen haben können.
 

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Erst sonnig, nachmittags gewittrig, 18/34°

Bis zum Freitagabend scheint in den meisten Landesteilen verbreitet die Sonne und es bleibt außerdem teilweise sehr heiß, vor allem aber im Osten Österreichs. Über den Alpengipfeln im Westen und Südwesten werden die Quellwolken während der Nachmittagsstunden aber immer mächtiger und mit diesen steigt schließlich von Vorarlberg bis Salzburg, in Osttirol und auch in der westlichen Steiermark die Gefahr von kräftigen Regenschauern und Gewittern. Der Wind weht generell nur schwach, im östlichen Flachland auch mäßig aus Ost bis Süd. Mit den Gewittern kann der Wind aber auch teils kräftig auffrischen. Die Nachmittagstemperaturen 29 bis 39 Grad, punktuell auch noch heißer. Heute Nacht: In der Nacht auf Samstag klingen Gewitterreste vom Nachmittag bald ab und dann zeigt sich der Himmel meist gering bewölkt oder sogar sternenklar. Nach Mitternacht ziehen aber vor allem im Westen und Norden Österreichs auch wieder ein paar Wolken durch. Dabei können vereinzelt auch Schauer nicht völlig ausgeschlossen werden. Der Wind weht generell schwach aus Süd bis West. Die Tiefsttemperaturen umspannen 16 bis 24 Grad.
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