25. April 2017 | 12:43 Uhr

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Umwelt

Plastikmüll im Meer stammt aus Schwellenländern

90 Prozent des Mülls kommen aus 10 Flüssen, von denen die meisten durch Schwellenländer Asiens fließen.

Schlechtes bis nicht vorhandenes Müll-Management in vielen Schwellenländern ist der Hauptgrund, dass immer mehr Plastik in den Gewässern landet, berichteten Forscher kürzlich bei der Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU) in Wien. Zudem setzt der dort verunreinigte Boden gefährliche Stoffe frei, die dann in die Nahrungskette der ansässigen Bevölkerung gelangen, erklärten sie.

Forscher um Christian Schmidt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig (Deutschland) haben untersucht, woher der Plastikmüll kommt, der über die Flusseinzugsgebiete in die Meere gelangt. Demnach stammen 90 Prozent aus zehn Flüssen, von denen die meisten durch Schwellenländer Asiens fließen. Diese Länder zeichnen sich wiederum durch eine große Bevölkerungsdichte, schnelles Wirtschaftswachstum und unzureichendes Müll-Management aus, erklärte Schmidt bei einer Pressekonferenz.

In Mexiko zum Beispiel führt die schlechte Entsorgungslage beinahe direkt zu einer Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung, so Esperanza Huerta vom El Colegio de la Frontera Sur in Campeche (Mexiko). Weil der Plastikmüll nicht regelmäßig abgeholt wird, wird er von vielen Menschen verbrannt und vergraben. Das Mikroplastik reichert sich zunächst in Bodenorganismen und später in Hühnern an, die zu einem der Hauptnahrungsmittel der Mexikaner zählen. Dies stelle ein hohes Gesundheitsrisiko dar, so die Forscherin.
 

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