03. Juni 2016 | 11:09 Uhr

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Frankreich

Paris rüstet sich für Hochwasser

Louvre bleibt geschlossen - Kunstwerke wurden in höhere Etagen gebracht.

In Paris hat der Fluss Seine den höchsten Pegelstand seit fast 35 Jahren erreicht. Freitagfrüh lag der Pegel nach Angaben der Behörden bei 5,55 Meter und könnte im Tagesverlauf auf 6,20 Meter ansteigen. Wegen Überschwemmungen sind inzwischen viele Uferstraßen gesperrt, der Schiffsverkehr auf der Seine wurde gestoppt.

Louvre geschlossen
Das weltberühmte Museum Louvre und das Impressionisten-Museum Musee d'Orsay am Seine-Ufer blieben am Freitag geschlossen. Aus Angst vor Überschwemmungen wurden in den Untergeschoßen gelagerte Werke in höhere Etagen gebracht.

Die Seine ist wegen der heftigen Regenfälle der vergangenen Tage zuletzt stark angeschwollen. Zum Vergleich: Vor einer Woche betrug der Pegelstand des Flusses in Paris noch rund 1,30 Meter. Einen höheren Pegel als am Freitagvormittag gab es zuletzt 1982, damals erreichte die Seine in der französischen Hauptstadt eine Höhe von 6,15 Metern. Bei der Jahrhundertflut im Jahr 1910 stieg die Seine auf 8,62 Meter an.

Verwüstungen im Umkreis

Die Überschwemmungen haben auch in der Region um Paris und in der Loire-Region zu schweren Verwüstungen geführt. Am Donnerstag wurde ein Reiter im südwestlich von Paris gelegenen Evry-Gregy-sur-Yerres von den Wassermassen fortgerissen. Die Leiche des 74-Jährigen wurde zwei Stunden später geborgen. Seit Beginn der heftigen Regenfälle am vergangenen Wochenende rückte die Feuerwehr landesweit zu 16.000 Einsätzen aus. 20.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.
 

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