01. September 2017 | 23:31 Uhr

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Opfer der Katastrophe

Österreicherin: "Flut hat mir alles genommen"

Österreicherin sitzt seit Tagen in ihrem Haus fest.

Seit Jahrzehnten lebt die Österreicherin Helga Pratsch (85) in Houston. Sie trotzte Dutzenden Flutkatas­trophen. Den Horror durch „Harvey“ wird sie aber nie ­vergessen. Seit Tagen sind die Pensionistin und ihr Mann in ihrem Haus eingeschlossen: „Das Wasser kam bis zur Haustüre“, erzählt sie: „Unser Wagen ist halb versunken.“ Hektisch hatte das Paar die wichtigsten Habseligkeiten ins Obergeschoß geräumt.

Verlassen wollen sie das Haus trotz der meterhohen braunen Brühe draußen nicht: „Freunde bringen Essen mit einem Boot“, sagte sie. Angst hatte sie schon: „Es war schon mulmig, als das Wasser plötzlich stieg.“

Trump spendet. Die Horror-Bilanz durch „Harvey“: 47 Tote, 134 Milliarden Doller Schaden, 100.000 zerstörte Häuser, 50.000 Flutopfer noch in Notunterkünften.

Selbst Klimaschutz-Verweigerer Trump muss umdenken, er spendete jetzt eine Million Dollar aus der Privatkassa. Reiner Zynismus, sagen viele, „er soll was für den Klimaschutz tun“.

Flucht. Die Lage bleibt weiterhin dramatisch: ÖSTERREICH benötigte sechs Stunden bei einer wilden Fahrt über teils geflutete Straßen für die 150 Kilometer von Houston nach Beaumont.

Dort ist die komplette Trinkwasserversorgung ausgefallen, die Nachbarstadt Port Arthur steht unter Wasser – endlich hilft die Armee. Julie Jewitt aus Houston verlor durch die Flut alles: „Das Wasser kam so schnell, wir mussten überstürzt flüchten“, sagt sie zu ÖSTERREICH.

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