24. Juli 2018 | 11:31 Uhr

Spanien Waldbrände © AFP PHOTO / MIGUEL RIOPA

Mindestens 50 Tote

Österreicher berichtet aus Feuer-Hölle in Athen

Sturm trägt Funken durch die Luft und entfacht weitere Feuer.

Rund um die griechische Hauptstadt Athen wüten im Moment mehrere Waldbrände. 50 Menschen sind dabei bereits ums Leben gekommen. Der Österreicher Peter Eipeldauer lebt seit zehn Jahren in Xylokastro, einer Gemeinde im Norden der griechischen Halbinsel Peloponnes. "Waldbrände kennen wir", sagte er am Dienstag zur APA. "Aber dass es auf so vielen Plätzen gleichzeitig brennt, das kennen wir nicht."

Eipeldauer wollte am Montagabend jemanden vom Flughafen abholen. Gegen 16.00 Uhr machte er sich mit seinem Auto auf den Weg Richtung Athen. Weiter als bis zur Mautstation Korinth kam er aber nicht. "Dort war alles gesperrt, vor uns ein Brand", schilderte der Österreicher. Dann habe sich ein Sturm aufgebaut, "so was habe ich in zehn Jahren nicht gesehen". Eipeldauers Angaben zufolge hätten die Fischer eine Windstärke von zehn bis elf Beaufort gemessen. Der Sturm habe die Funken weitergetragen und "durch den Funkenflug hat sich auch hinter uns ein Brand gebildet", erzählte Eipeldauer. "Wir liefen Gefahr, vom Feuer eingekreist zu werden."

 

Mega-Verkehrschaos auf Straßen

"Wir haben gesehen, der Wind kommt in unsere Richtung", berichtete er weiter. Wir sind dann von der Autobahn abgefahren, "da war natürlich ein Mega-Verkehrschaos". Zum Flughafen habe es kein Durchkommen gegeben, deswegen musste er wieder zurück nach Hause fahren. "Der Zug ist gesperrt, die Straße ist gesperrt. Bis nach Kineta kommt man, weiter nicht", berichtete Eipeldauer. "Auf mehreren Plätzen nach Korinth waren große Feuer in den Bergen", berichtete er von seinen Sichtungen während der Fahrt.
 
In Xylokastro selbst brenne es auch. "Zwei Kilometer von mir, da oben in den Bergen", erzählte Eipeldauer. "Jetzt fliegt gerade wieder ein Löschflugzeug, hören Sie es?" Den Piloten der Löschflugzeuge sprach der Österreicher seinen tiefsten Respekt aus. "Das sind Teufelskerle", sagte er. "Die Löschflugzeuge nehmen das Wasser vom Meer auf, das ist bei dem Wellengang ein Wahnsinn." Schlimm sei nur, dass die Löschflugzeuge in der Dunkelheit nicht fliegen können und die Feuerwehrmänner mit den Flammen ganz alleine seien.
 
Der im Vergleich zu den Bränden östlich von Athen eher kleine Brand in Xylokastro befinde sich in einem Bergdorf über ihm, berichtete der Auswanderer. Er hoffe nur, dass der Sturm die Flammen nicht zu ihm nach unten treibe. "Wir kennen die Waldbrände, wir gehen damit um", so Eipeldauer. "Natürlich ist es nicht lustig, aber es wird nichts evakuiert, niemand wird panisch, niemand dreht durch."
 
Der Österreicher hoffe auf eine baldige Besserung, sieht die Lage aber auch realistisch. "Ich glaube schon, dass das heute und morgen noch andauern wird", sagte er. "Im Moment sieht man überall nur die Rauchschwaden."

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Freundlich, teils aber windig. -6/2°

Letzte Wolkenreste im Osten lösen sich bis über Mittag nun endgültig auf. Damit präsentiert sich das Wetter am ersten Tag des neuen Jahres meist sonnig. Wolkenschleier in höheren Schichten stören insgesamt nur wenig. Auch im Klagenfurter Becken bekommt der Hochnebel vorübergehend ein paar Risse. Der Wind kommt schwach, im Norden und Osten jedoch anfangs noch mäßig bis lebhaft, aus Südwest bis Nordwest. Im Laufe des Nachmittages wird der Wind aber auch dort allmählich schwächer. Die Nachmittagstemperaturen zwischen minus 2 und plus 6 Grad. Heute Nacht: Die Nacht auf Samstag verläuft zunächst oft gering bewölkt oder sogar sternenklar. Lediglich in windgeschützten Becken und Tälern, vor allem aber im Süden, liegen zähe Nebel oder Hochnebel. Bis zum Morgen ziehen schließlich von Westen entlang der Alpennordseite sowie von Oberösterreich ostwärts immer dichtere Wolken auf. Der Wind kommt aus Süd bis West und weht im Norden und Osten mäßig bis lebhaft bei Temperaturen zwischen minus 12 Grad in Osttirol sowie in inneralpinen Tälern und bis plus 1 Grad im Flachland des Ostens.
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