09. Dezember 2017 | 09:44 Uhr

 Lawinengefahr © TZOe Torner Gerhard

Verschärfte Situation

Neuschnee und Sturm: Lawinengefahr!

Verbreitet erhebliche Lawinengefahr der Stufe drei in Westösterreich.

Die Lawinensituation in Westösterreich hat sich am Samstag verschärft. Die Lawinenwarndienste in Vorarlberg und Tirol wiesen auf "heikle Bedingungen" für Wintersportler hin. In beiden Bundesländern herrschte verbreitet erhebliche Lawinengefahr der Stufe drei auf der fünfstufigen Gefahrenskala, in Vorarlberg teilweise oberhalb von 1.600 Meter, in Tirol oberhalb von 1.800 Meter.

Der bis Samstag früh gefallene Neuschnee (in Vorarlberg bis zu 40 Zentimeter, in Tirol bis zu 20 Zentimeter), der durch stürmischen Wind noch verfrachtet wurde, bildete die Hauptgefahrenquelle. Die Bindung zur Altschneedecke sei nur schwach, warnten Andreas Pecl (Vorarlberg) und Patrick Nairz (Tirol). An Gefahrenstellen seien Lawinenauslösungen bereits durch einzelne Wintersportler möglich. Für den Sonntag befürchteten Pecl und Nairz aufgrund der prognostizierten Sturmwinde eine weitere Verschlechterung der Situation.

Sturmwarnungen

Unbenannt-2.jpg Mit einem Klick auf die Grafik gelangen Sie zur interaktiven Version der Karte.

Lawinengefahr in Niederösterreich

In Niederösterreichs Bergen ist die Lawinengefahr in den Ybbstaler Alpen über der Waldgrenze am Samstag auf Stufe "3" ("erheblich") der fünfteiligen Skala angestiegen. In den restlichen Regionen des Bundeslandes herrschte überwiegend mäßiges Risiko, teilte der Lawinenwarndienst Niederösterreich mit.

Speziell in nordost- über ost- bis südexponierten Hängen sowie in manchen Rinnen und Mulden können Schneebrettlawinen bereits durch die geringe Zusatzbelastung eines Wintersportlers ausgelöst werden, wurde gewarnt. Der Umfang der Gefahrenstellen nehme mit etwas Neuschnee - am meisten in den Ybbstaler Alpen - und starkem bis stürmischem Nordwestwind tagsüber zu. In abgewehten Bereichen bestehe Absturzgefahr.

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Störungseinfluss, Schnee bis 900m, 3/9°

Im Norden und Osten liegen tiefe, hochnebelartige Wolkenschichten über dem Land und die Sonne kommt hier nur zwischendurch ein wenig hervor. Vor allem im Osten ist ab und zu auch ein wenig Regen dabei, der nachmittags häufiger wird. Schneefallgrenze tagsüber um 1100m Seehöhe. Weiter im Westen und im Süden halten sich zunächst über den Tälern und in den Becken einige Nebelfelder. Diese lösen sich tagsüber aber auf und es setzt sich hier sonniges Wetter durch. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, im Osten in exponierten Lagen auch lebhaft aus Nordwest bis Nord. Tageshöchsttemperaturen 7 bis 13 Grad, mit den höchsten Werten im Südosten. Heute Nacht: In der Nacht ziehen recht verbreitet dichte Wolkenfelder durch und von Nordosten her beginnt es in vielen Regionen zu regnen oder zu schneien. Die Schneefallgrenze sinkt auf 800 bis 1100m Seehöhe. Weitgehend trocken bleibt es im äußersten Westen und im Südwesten. Der Wind weht meist nur schwach, im Bergland und im Osten aber noch mäßig aus Nordwest. Tiefsttemperaturen minus 2 bis plus 6 Grad.
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