02. Oktober 2015 | 11:05 Uhr

dert-5.jpg © NASA

Charon

Neue Fotos von Plutomond geben Rätsel auf

Forscher: "Es sieht aus, als ob Charons komplette Kruste aufgesprungen wäre."

 Plutos Mond Charon ist keineswegs die kraterübersäte Einöde, die manche Astronomen erwartet haben. Das illustrieren die bisher detailreichsten Aufnahmen des eisigen Trabanten, die von der Raumsonde "New Horizons" geschossen wurden.

Auf der Mondoberfläche finden sich unter anderem ein bis zu neun Kilometer tiefes Canyonsystem, das mindestens viermal so lang ist wie der Grand Canyon auf der Erde, sowie eine 600 Kilometer lange Kette von Tälern und Abhängen. "New Horizons" dokumentierte zudem überraschende Farbvariationen. Die US-Raumfahrtbehörde NASA veröffentlichte die Aufnahmen am Donnerstag (Ortszeit).

"Wir hielten es für unwahrscheinlich, solche interessanten Merkmale auf diesem Trabanten einer Welt am fernen Rand unseres Sonnensystems zu sehen", betonte "New Horizons"-Forscher Ross Beyer in einer NASA-Mitteilung. Das Canyon-System zieht sich quer über Charon und reicht vermutlich bis auf die Rückseite des Mondes.

"Es sieht aus, als ob Charons komplette Kruste aufgesprungen wäre", berichtete John Spencer vom Southwest Reserch Institute in Boulder (US-Bundesstaat Colorado). Die Forscher diskutieren, ob womöglich ein unterirdischer Ozean auf Charon vor langer Zeit gefroren ist und durch die damit einhergehende Volumenänderung die Oberfläche des Mondes gesprengt hat.

Weitere Aufschlüsse über die geologische Aktivität des Mondes erhoffen sich die Astronomen von noch detailreicheren Aufnahmen, die die Sonde im Laufe des kommenden Jahres übertragen wird. Derzeit ist sie fünf Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.

Der eisige Zwergplanet Pluto hat neben Charon noch vier weitere Monde: Hydra, Nix, Kerberos und Styx. Nach einer mehr als neunjährigen Reise war "New Horizons" im vergangenen Juli als erster irdischer Flugkörper am Pluto vorbeigeflogen und hatte ihn mit mehreren wissenschaftlichen Instrumenten untersucht.

 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16

Schwacher Störungseinfluss von SW. 6/13°

Eine Störungszone liegt heute Sonntag stationär über Österreich und schwächt sich dabei ab. Auch am Nachmittag sind dabei unergiebige Niederschläge zu erwarten, am ehesten südlich des Alpenhauptkammes sowie im Südosten. Dicht bewölkt ist es dabei von Vorarlberg bis ins Waldviertel, hier regnet es nur selten. Sonnenfenster nach Südosten hin lassen Haufenwolken immer wieder aufquellen, mit nachfolgenden Schauern. Schneefallgrenzen zwischen 1200 und 1600m. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Nachmittagstemperaturen zwischen 7 und 16 Grad. Heute Nacht: Schwacher Störungseinfluss bringt auch während der kommenden Nacht vor allem alpennordseitig dichte Wolken und zwischen dem Tiroler Unterland und dem Waldviertel ein paar Regentropfen oder Schneeflocken oberhalb 1000m. Überall sonst ist es niederschlagsfrei bei veränderlicher Bewölkung. Im Donauraum bläst mäßiger Westwind. Tiefsttemperaturen zwischen 1 und 6 Grad.
mehr Österreich-Wetter