14. Oktober 2016 | 12:54 Uhr

fisch6.jpg © Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig

Sensationsentdeckung

Nach Unwetter: Unbekannte Fischart entdeckt

Der Blindfisch lebt unter der Erde im Grundwasser.

Forscher haben im Irak einen Blindfisch entdeckt, der bis dahin unerreichbar in Tiefen des Grundwassers lebte. Heftige Regenfälle mit Überschwemmungen hatten mehrere etwa acht Zentimeter große, farblose Fische ohne Augen und Schuppen im nördlichen Zagros-Gebirge an die Erdoberfläche gespült, wo sich Vögel darüber hermachten, wie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn mitteilte.

Der Biologe Korsh Ararat aus der Region Kurdistan sicherte aber einige Exemplare, die im Forschungsmuseum auf ihre DNA untersucht wurden. Diese Ergebnisse und Befunde zum Körperbau machten klar: Durch den gestiegenen Grundwasserspiegel war aus einer neu entstandenen Quelle eine bisher unbekannte Fischart herausgespült worden. Der entdeckte "Eidinemacheilus proudlovei" ist die zweite Spezies einer erst kürzlich aufgestellten Schmerlengattung.

"Wahrscheinlich weiden die Tiere Bakterienfilme an den Höhlenwänden ab, doch zur Biologie dieser ungewöhnlichen Schmerle ist natürlich nichts bekannt und wird wohl auch nichts bekannt werden", stellte Fischforscher Jörg Freyhof am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin fest. Er hatte den Fisch morphologisch untersucht. Die "Fisch-Quelle" war schnell wieder versiegt und die Fische leben wieder unerreichbar im Reich der Tiefe.

Unterirdisch lebende Fische sind nach Angaben des Forschungsmuseums vor allem durch Staudammprojekte bedroht. Die Forscher präsentieren den Fisch im Fachjournal "Zootaxa".
 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 17
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14

Gebietsweise schaueranfällig 12/24°

Am Nachmittag geht die Schauer- und Gewitterneigung von Norden her nach und nach zurück und langsam lösen sich auch die Wolken auf. Im Westen ist es freundlicher und Schauer bleiben die Ausnahme. Die Sonne scheint hier außerdem am längsten. An der Alpennordseite und in Gewitternähe bläst lebhafter bis kräftiger Wind aus West bis Nordwest, ansonsten weht der Wind meist schwach bis mäßig. Tageshöchsttemperaturen 21 bis 27 Grad. Heute Nacht: Am Abend und in der Nacht auf Sonntag bleibt es in vielen Regionen oft gering bewölkt oder sternenklar. Lediglich vom Pinzgau übers Salzkammergut bis ins südliche Niederösterreich ziehen einige Wolken durch und es kann noch etwas regnen. Der Wind schwächt sich ab und weht dann im Flachland oft nur schwach, im Bergland noch teils mäßig bis lebhaft aus West. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 8 und 16 Grad.
mehr Österreich-Wetter